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Liebe Leserinnen und Leser,
in dieser Woche stellen wir zwei Untersuchungen vor, die auf dem bisher schwierigen Feld Bauchspeicheldrüsenkrebs Anlass zu Hoffnung geben.
Könnte es in Zukunft durch ein gezieltes Eingreifen bei Erkennen intraepithelialer Neoplasien des Pankreas möglich sein, die Entstehung eines Pankreaskarzinoms zu verhindern? Forschende von der University of Michigan (USA) haben bei der Untersuchung menschlicher Bauchspeicheldrüsen eine überraschende Entdeckung gemacht, die helfen könnte zu erklären, warum viele solcher Vorläuferläsionen sich nicht zu einem Pankreaskarzinom weiterentwickeln. Die Wissenschaftler fanden überraschenderweise heraus, dass die Mikroumgebung dieser Veränderungen der von gesundem Gewebe gleicht. Dies deutet das Team als Hinweis darauf, dass zusätzliche Faktoren – auch äußere, wie Tabakkonsum – für die Krebsentstehung nötig sind.
Gerade vorgestellt auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology – und parallel prominent im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht – wurde die Phase‑III‑Studie RASolute 302. Sie zeigt, dass der orale RAS‑Inhibitor Daraxonrasib bei vorbehandeltem metastasiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs deutlich wirksamer ist als eine Zweitlinien‑Chemotherapie. Das Gesamtüberleben fiel unter dem Wirkstoff fast doppelt so lang aus, ebenso verbesserten sich progressionsfreies Überleben und Tumoransprechen. Dabei war die Wirkung unabhängig vom RAS‑Mutationsstatus. Da mehr als 90 Prozent der betroffenen Patienten RAS/KRAS‑Mutationen aufweisen, werten die Wissenschaftler Daraxonrasib als vielversprechenden neuen Therapiestandard mit breitem Einsatzpotenzial. Eine endgültige Zulassung für die Indikation steht noch aus, erste Zugangsprogramme laufen in den USA. Lesen Sie mehr dazu in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche,
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