Ausgabe 23/2026

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Mittwoch, 03. Juni 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

in dieser Woche stellen wir zwei Untersuchungen vor, die auf dem bisher schwierigen Feld Bauchspeicheldrüsenkrebs Anlass zu Hoffnung geben.

Könnte es in Zukunft durch ein gezieltes Eingreifen bei Erkennen intraepithelialer Neoplasien des Pankreas möglich sein, die Entstehung eines Pankreaskarzinoms zu verhindern? Forschende von der University of Michigan (USA) haben bei der Untersuchung menschlicher Bauchspeicheldrüsen eine überraschende Entdeckung gemacht, die helfen könnte zu erklären, warum viele solcher Vorläuferläsionen sich nicht zu einem Pankreaskarzinom weiterentwickeln. Die Wissenschaftler fanden überraschenderweise heraus, dass die Mikroumgebung dieser Veränderungen der von gesundem Gewebe gleicht. Dies deutet das Team als Hinweis darauf, dass zusätzliche Faktoren – auch äußere, wie Tabakkonsum – für die Krebsentstehung nötig sind.

Gerade vorgestellt auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology – und parallel prominent im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht – wurde die Phase‑III‑Studie RASolute 302. Sie zeigt, dass der orale RAS‑Inhibitor Daraxonrasib bei vorbehandeltem metastasiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs deutlich wirksamer ist als eine Zweitlinien‑Chemotherapie. Das Gesamtüberleben fiel unter dem Wirkstoff fast doppelt so lang aus, ebenso verbesserten sich progressionsfreies Überleben und Tumoransprechen. Dabei war die Wirkung unabhängig vom RAS‑Mutationsstatus. Da mehr als 90 Prozent der betroffenen Patienten RAS/KRAS‑Mutationen aufweisen, werten die Wissenschaftler Daraxonrasib als vielversprechenden neuen Therapiestandard mit breitem Einsatzpotenzial. Eine endgültige Zulassung für die Indikation steht noch aus, erste Zugangsprogramme laufen in den USA. Lesen Sie mehr dazu in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.

Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche, 




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Überraschend normale Umgebung: Von intraepithelialen Neoplasien zum Pankreaskarzinom

Überraschend normale Umgebung: Von intraepithelialen Neoplasien zum Pankreaskarzinom

Eine neue Entdeckung könnte große Auswirkungen auf die Identifizierung von Personen mit einem erhöhten Risiko für eine Krebserkrankung des Pankreas haben – und laut den Forschenden sogar potenziell die Möglichkeit eröffnen, die Umwandlung präkanzeröser Läsionen in Bauchspeicheldrüsenkrebs aufzuhalten.

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Vielfältige Effekte nutzen und neue Perspektiven eröffnen

Neben einer lebensverändernden Gewichtsabnahme mit Wegovy® 7,2 mg von durchschnittlich ~ 21 % (STEP-UP Studie1,*) konnte Wegovy® 2,4 mg den Fatty Liver Index um 19 %, das Placebo um nur 3 % senken. Zusätzlich haben sich ALT, AST und GGT signifikant und schnell verbessert im Vergleich zum Placebo (SELECT-Studie2,†).

Referenzen & Pflichttext

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RASolute-302-Studie: Steht ein Paradigmenwechsel beim Pankreaskarzinom bevor?

Forschende haben auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 über positive Ergebnisse der Studie RASolute 302 berichtet. Darin wurde ein oraler, multiselektiver RAS(ON)-Inhibitor als Zweitlinientherapie bei metastasiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs mit einer Chemotherapie verglichen – mit sehr überzeugenden Ergebnissen.

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Uzpruvo®-Doppelpack: Keine Substitution nach § 40c AM-RL1

Doppelpackung mit 2 x 90 mg – das gibt‘s nur bei Uzpruvo®.2 Sie ist nach § 40c AM-RL nicht substituierbar1 und zu 100 % mit Rabattverträgen abgedeckt.2-4 Durch die Verordnung der 2er-Packung entfallen zusätzliche Wege für Rezepte und Praxisbesuche.

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Therapieentscheidung bei Darmkrebs: Studie zeigt klaren Nutzen der Beurteilung zirkulierender Tumor-DNA

Therapieentscheidung bei Darmkrebs: Studie zeigt klaren Nutzen der Beurteilung zirkulierender Tumor-DNA

Eine große klinische Studie unter Leitung der Hochschulmedizin Dresden liefert wichtige Erkenntnisse für eine belastbare Entscheidungsgrundlage durch ctDNA, wenn es um eine Chemotherapie nach Operationen wegen Darmkrebs geht.

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Omvoh® bei CU: Praxistest bestanden?

Klinische Studien sind wichtig – aber viele Colitis ulcerosa (CU)-Patient:innen sind komplexer als jedes Studiendesign. Welche Real-World-Erkenntnisse es zu  Omvoh® (Mirikizumab) gibt, wie sich Symptome und Entzündungsaktivität im Alltag entwickeln und was das für Therapieentscheidungen bedeutet: Jetzt weiterlesen!

*Pflichttext Omvoh®

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CEDs: Mit Behandlungsresistenz in Verbindung stehendes Molekül identifiziert

Wissenschaftler sind einem immunregulierenden Molekül auf der Spur, mit dem sich möglicherweise erklären lässt, warum manche Patienten mit Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CEDs) nicht auf gängige Therapien ansprechen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

PBC-HOPE: Randomisierte kontrollierte Studie zu Hypnose und Psychoedukation bei Frauen mit primärer biliärer Cholangitis und Fatigue.
Am J Gastroenterol 2026;121(5):1259-1270.

Genetik der Pankreas-Agenesie. Internationale Kohortenstudie mit einer Laufzeit von 21 Jahren.
Lancet Diabetes Endocrinol 01.06.2026

Die Lokalisation ist entscheidend bei Intraduktaler papillär-muzinöser Neoplasie: Klinisch-pathologische Unterschiede, Malignitätsrisiko und onkologische Ergebnisse bei Läsionen im Pankreaskopf im Vergleich zu Pankreaskorpus und -schwanz.
Pancreatology 2026;26(3):428-435.

 
 
 
 
Erbgutschäden durch Methyleugenol: Wichtiger Reparaturmechanismus in Zellen entschlüsselt

Erbgutschäden durch Methyleugenol: Wichtiger Reparaturmechanismus in Zellen entschlüsselt

Die chemische Verbindung Methyleugenol kommt natürlicherweise in Gewürzpflanzen wie Basilikum vor und wird über die Nahrung in den menschlichen Körper aufgenommen. In der Leber kann der Stoff durch Enzyme aktiviert werden und Erbgutschäden verursachen.

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KURZMELDUNGEN:

Blutabnahme beim Apotheker? Die Bundesärztekammer und der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands kritisieren die im Bundestag verabschiedete Apothekenreform.
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Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland ist übergewichtig. Das geht aus den Ergebnissen des Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) in Wiesbaden hervor.
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Telemedizin, kontinuierliches Monitoring und ferngesteuerte Eingriffe werden in der Medizin zunehmend wichtiger. Damit sie im Klinikalltag parallel laufen können, muss die Datenübertragung schnell, zuverlässig und ohne Unterbrechungen vonstattengehen – in 6G-Netzen.
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TERMINE:

Bilio-pankreatische Intervention
11.–12. Juni 2026
Ludwigshafen

Gastroskopie
12.–13. Juni 2026
Hannover

GI-Oncology – 22. Interdisziplinäres Update
13. Juni 2026
Wiesbaden

DGVS Digital: Gastroenterologische Infektionen 2026 (Teil III)
17. Juni 2026
online

Viszeralmedizin NRW 2026
18.–19. Juni 2026
Dortmund

 
 

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