Ausgabe 45/2025

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Mittwoch, 05. November 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

manche Krebstherapien agieren nicht nur gegen den zu bekämpfenden Tumor, sondern können auch stark belastende Nebenwirkungen haben – wie eine starke Schädigung der Darmschleimhaut. Ein Forscherteam aus Deutschland hat nun aber ein Stoffwechselprodukt identifiziert, das von Darmbakterien nach der Verdauung pflanzlicher Lebensmittel produziert wird. Laut den Wissenschaftlern aktiviert der Metabolit intestinale Stammzellen und unterstützt das Immunsystem. Um welches Stoffwechselprodukt es sich handelt, können Sie im ersten Beitrag unseres Newsletters erfahren.
 
Bleiben wir beim Thema Krebserkrankungen und Darm: Bisher war die landläufige Meinung, dass eine Immuncheckpoint-Blockade bei metastasierten Kolorektalkarzinomen mit intakter Mismatch-Reparatur (pMMR) nicht viel ausrichten kann. Offenbar gibt es aber eine Untergruppe von Patienten, die durchaus davon profitiert. In der gerade in „Nature“ veröffentlichten Phase-II-Studie NICHE ermittelten deren Autoren Betroffene mit frühem pMMR Kolonkarzinom, die auf eine neoadjuvante Behandlung mit Nivolumab plus Ipilimumab pathologisch in erheblichem Maße ansprachen. Mehr dazu können Sie im entsprechenden Beitrag unseres Newsletters lesen.
 
Außerdem gibt es Informationen zu neuartigen Therapien für gastrointestinale Karzinomen, bei denen laseraktivierte Antikörper zum Einsatz kommen, sowie dazu, mit welchem Trick sich aus Stammzellen gewonnene Leberzellen besser für die Forschung nutzen lassen.
 
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Bakterielles Stoffwechselprodukt stärkt Körper nach Krebstherapie

Bakterielles Stoffwechselprodukt stärkt Körper nach Krebstherapie

Forschende aus Leipzig und München zeigen in einer Studie, wie ein bakterielles Stoffwechselprodukt die Darmbarriere schützt und die Regeneration der Darmschleimhaut durch Stammzellen fördert. Die Ergebnisse verdeutlichen zudem, dass das mikrobielle Produkt auch die Immunabwehr gegen Leukämie stärkt.

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Die Mukosaheilunga spielt in den STRIDE-II-Leitlinien eine essenzielle Rolle beim CED-Management.4

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Neoadjuvante Immuntherapie beim pMMR Kolonkarzinom

Wider Erwarten gibt es offenbar einige Patienten mit frühem Mismatch-Reparatur-profizientem (pMMR) Kolonkarzinom, die auf eine neoadjuvante Immuncheckpoint-Blockade (ICB) ansprechen. Eine neue „Nature“-Studie zeigt potenzielle Biomarker auf.

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Gemeinsam für eine bessere CED-Versorgung
engagieren

Die Versorgung von Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) kann komplex und anspruchsvoll sein. Um CED-Betroffene frühzeitig und zielgerichtet zu behandeln, sollten daher alle beteiligten Fachdisziplinen und Sektoren eng zusammenarbeiten. Der gezielte Ausbau von Netzwerken, der Fokus auf Patient:innenbedürfnisse und praktische Service-Tools kann hierzu entscheidend beitragen.

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Mit laseraktivierten Antikörpern gegen Magen- und Darmkrebs

Mit laseraktivierten Antikörpern gegen Magen- und Darmkrebs

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) fördert ein gemeinsames Forschungsprojekt des Instituts für Anatomie an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der Immunotools GmbH mit mehr als einer halben Million Euro. Unter der Leitung von Dr. Irina Kube-Golovin forscht ein Team des Instituts für Anatomie dabei an der Entwicklung neuartiger Therapien zur Behandlung gastrointestinaler Karzinome.

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MASH: lebergerichtete Therapie ist kein
Wunschdenken mehr

Rezdiffra® ist die erste und einzige zugelassene Therapie bei MASH mit mäßiger bis fortgeschrittener Fibrose.*, 1   Erfahren Sie mehr über die überzeugende Wirksamkeit und das gute Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil dieser lebergerichteten Therapie.2

Fachinformation | Referenzen

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Leberzellen aus Stammzellen für die Forschung: Genmodifizierung ermöglicht funktionalere Hepatozyten

Leberzellen sind für die Forschung unverzichtbar – für Arzneimitteltests, zum besseren Verständnis von Krankheiten und für die Entwicklung zukünftiger Zelltherapien. Die Verfügbarkeit menschlicher Leberzellen aus Biopsien und Spenderorganen ist jedoch stark limitiert.

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Fymskina®: Wirkstoff Ustekinumab hergestellt in Deutschland1

Fymskina® ist das neue Ustekinumab-Biosimilar von ratiopharm2. Studien belegen die Vergleichbarkeit zu Stelara® in Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit3. Für eine kostenbewusste Verordnung ist es für Sie gut zu wissen, dass Fymskina® in allen verfügbaren Rabattverträgen4 enhalten ist.

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Leberzirrhose: Höhere Inzidenz in Haushalten mit geringem Einkommen

Leberzirrhose: Höhere Inzidenz in Haushalten mit geringem Einkommen

In Schweden tritt eine Leberzirrhose in einkommensschwachen Familien deutlich häufiger auf als in Haushalten mit hohem Einkommen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Genauigkeit visueller Einschätzung bei der Größenmessung von Kolonpolypen: Systematischer Review und Metaanalyse
Am J Gastroenterol 2025;120(10):2251-2259.

Perioperatives Camrelizumab plus Rivoceranib versus alleinige Operation bei Patienten mit resektablem hepatozellulären Karzinom mit mittlerem oder hohem Rezidivrisiko (CARES-009): eine randomisierte Phase-II/III-Studie
Lancet, 19.10.2025

Konsequente Einhaltung der Leitlinien für körperliche Aktivität und das Risiko für Krebserkrankungen des Verdauungssystems sowie die daraus folgende Mortalität
JAMA Oncol, 30.10.2025

 
 
 

KURZMELDUNGEN:

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert ein neues Emmy Noether-Projekt unter der Leitung von Dr. Jens Puschhof vom Deutschen Krebsforschungszentrum. Es geht um Escherichia coli und Darmkrebs.
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Seit etwa einem Monat müssen medizinische Einrichtungen Gesundheitsdaten in die E-Akte laden. Für so manchen Patienten halten die Einträge aber auch unliebsame Überraschungen bereit.
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KI-Programme können die Entwicklung von Medikamenten unterstützen, indem sie die Wechselwirkung von Proteinen mit kleinen Molekülen vorhersagen. Doch die Programme lernen offenbar nur Muster auswendig, statt physikalische Zusammenhänge zu verstehen. 
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TERMINE:

Endosonographie-Kurs Frankfurt
27. - 28. November 2025
Frankfurt am Main

Gastroenterologie Refresher Berlin
27. - 29. November
Berlin

EASL-AASLD Masterclass 2025
4. - 6. Dezember 2025
Élincourt-Sainte-Marguerite, Frankreich

 
 

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