Ausgabe 19/2026

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Mittwoch, 06. Mai 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

Hepatitiden bleiben weltweit ein großes Problem, auch wenn Fortschritte zu erkennen sind: Das betont die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem Global Hepatitis Report 2026, der in der vergangenen Woche anlässlich des World Hepatitis Summit in Bangkok vorgestellt wurde. Auf der einen Seite geht aus dem Bericht hervor, dass im Jahr 2024 insgesamt 1,34 Millionen Menschen an Hepatitis B und C verstarben und etwa 1,8 Millionen Neuinfektion dokumentiert wurden. Auf der anderen Seite vermeldet die WHO aber auch positive Entwicklungen: So sei seit dem Jahr 2025 die Zahl der Hepatitis-B-Neuinfektionen um 32 Prozent gesunken, die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Hepatitis C habe um zwölf Prozent abgenommen. Laut der WHO ist außerdem insgesamt gesehen ein deutlicher Rückgang der Hepatitis B bei Kindern festzustellen.

Alles in allem bewertet die WHO die Gesamtlage vorsichtig positiv beziehungsweise sieht zumindest Anlass zur Hoffnung für die Eliminierung der Hepatitis. Für WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus ist sie „kein unrealistischer Traum“ mehr – sie sei mit „nachhaltigem politischen Engagement und verlässlicher nationaler Finanzierung möglich“.  

Wie fragil dieses Gerüst von Voraussetzungen ist, zeigt aber eine aktuell veröffentlichte Studie aus den USA: Hier untersuchten Forschende, welche Auswirkungen es hätte, wenn eine allgemeine Empfehlung zur Hepatitis-B-Impfung bei der Geburt durch eine gezielte Empfehlung ersetzt wird, die sich auf Säuglinge von Müttern mit positivem Screening-Ergebnis oder nicht gescreente Mütter beschränkt. Die Analyse der für die Studie verwendeten Daten erfolgte zwischen September und November 2025. Wenig später wurde in den USA die Empfehlung zur generellen Hepatitis-B-Impfung für alle Neugeborenen tatsächlich zurückgenommen.

Die genannte Modellierungsstudie ergab unter einer eingeschränkten Impfempfehlung mehr Infektionen unter Neugeborenen als bei der generellen Strategie, die in den USA bis vor Kurzem über Jahrzehnte galt – es sei denn, Vorsorgeuntersuchung unter werdenden Müttern würden deutlich erhöht oder die Impfquote bei Säuglingen von nicht gescreenten Müttern überstiegen das derzeitige Niveau, schreiben die Autoren. Die entsprechende Studie finden Sie in den Literatur-Hinweisen unter „Unsere Auswahl“.

Lesen Sie mehr dazu und zu weiteren Themen in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Außerdem gerade erschienen: das ePaper der neuen Ausgabe von KOMPAKT GASTROENTEROLOGIE mit dem Schwerpunktthema Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
WHO warnt: Hepatitis bleibt trotz Fortschritten eine globale Gesundheitsgefahr

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Laut einem neuen Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Ende April auf dem World Hepatitis Summit in Bangkok (Thailand) veröffentlicht wurde, stellen Hepatitiden immer noch weltweit eine große Herausforderung dar.

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Vielfältige Effekte nutzen und neue Perspektiven eröffnen

Neben einer lebensverändernden Gewichtsabnahme mit Wegovy® 7,2 mg von durchschnittlich ~ 21 % (STEP-UP Studie1,*) konnte Wegovy® 2,4 mg den Fatty Liver Index um 19 %, das Placebo um nur 3 % senken. Zusätzlich haben sich ALT, AST und GGT signifikant und schnell verbessert im Vergleich zum Placebo (SELECT-Studie2,†).

Referenzen & Pflichttext

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Erkennung von Bauchspeicheldrüsenkrebs: Vielversprechende neue Technik nutzt Nanopartikel

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Wissenschaftler aus den USA präsentieren in einer neuen Veröffentlichung einen hochentwickelten Bluttest auf Pankreaskarzinome. Die Trefferquote liegt laut den Forschenden bei 97 Prozent.

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Kolorektales Karzinom: Heilungserfolge mit neuem theranostischen Ansatz für die Radioimmuntherapie

Eine neue, zielgerichtete Radioimmuntherapie (PRIT) hat sich in einem präklinischen Darmkrebsmodell als sicher und wirksam bei der Tumorbekämpfung erwiesen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Auswirkungen der Abschaffung der allgemeinen Hepatitis-B-Impfung bei der Geburt in den USA.
JAMA Pediatr 27.04.2026

Genetisches Risiko für Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen korreliert mit dem Schweregrad des Krankheitsverlaufs.
Gastroenterology 2026;170(4):721–734.

Wirksamkeit antiviraler Therapie bei Erwachsenen mit chronischer Hepatitis B in Abhängigkeit von den Ausgangskonzentrationen der Hepatitis-B-Virus-DNA und der Alanin-Aminotransferase. Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse.
Lancet Gastroenterol Hepatol 2026;11(5):397–416.

 
 
 
 
Morbus Crohn: Kann ein niedrig dosiertes Krebsmedikament das körpereigene Heilungspotenzial unterstützen?

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Entzündungshemmende Medikamente stellen die Standardtherapie bei Morbus Crohn dar, führen aber nur bei einem Teil der Betroffenen zu einer dauerhaften Remission. US-Forscher haben nun einen anderen Weg eingeschlagen.

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KURZMELDUNGEN:

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Ein internationales Forschungsteam hat ein Modell entwickelt, welches das Risiko für 18 verschiedene Komplikationen von Übergewicht und Adipositas vorhersagen kann – und zwar besser als der Body-Mass-Index.
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