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Liebe Leserinnen und Leser,
bei Krebserkrankungen innerer Organe ist es schwierig und für die Patienten belastend, onkolytische Viren mittels Injektion direkt in den Tumor zu bringen. Forschende aus den USA setzen nun auf Bakterien als Verbündete beziehungsweise Transportmittel in die Krebszelle, mit denen Gastroenterologen eher wenig Positives verbinden: Salmonellen.
Die Wissenschaftler nutzten in Tiermodellen von Leber- und Bauchspeicheldrüsenkrebs genetisch veränderte Salmonellen, die krebsbekämpfende Viren gezielt zu Tumoren transportierten. Mit Erfolg: In der Folge schrumpften die Tumore stark oder verschwanden sogar fast vollständig. Zudem überlebten die so behandelten Tiere deutlich länger. Die Ergebnisse seien zwar vielversprechend, erklären die Forschenden, doch vor einem Einsatz beim Menschen sei noch viel Forschung nötig.
Ebenfalls ein Tiermodell hat ein anderes Forschungsteam genutzt, um der Therapieresistenz bei Darmkrebs auf die Spur zu kommen. Sie stellten fest, dass Darmkrebs nicht nur aus mutierten Stammzellen entstehen kann, sondern auch aus ausgereiften Darmzellen, die in einen stammzellähnlichen Zustand zurückfallen. Dies könnte nach Auffassung der Forschenden die Diversität von Darmtumoren erklären und auch, warum sie häufig resistent gegen Therapien werden. Die Ergebnisse liefern ihrer Meinung nach wichtige Hinweise für neue Behandlungsansätze, die auch diese rückverwandelten Zellen gezielt angreifen müssen.
Zum Schluss noch ein Thema mit einer gewissen Aktualität: Im Zusammenhang mit der in dieser Woche beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft dürfte in der nächsten Zeit auf Fan-Meilen und vor den heimischen Fernsehgeräten der allgemeine Bierkonsum steigen. Die Autoren einer gerade veröffentlichten Untersuchung machen nun darauf aufmerksam, dass einige als „glutenfrei“ deklarierte Gerstenbiere trotz dieser Kennzeichnung geringe Mengen an Glutenfragmenten enthalten können, die von üblichen Antikörpertests (ELISA) nicht erkannt werden. Zwar lägen die beobachteten Mengen meist unter dem EU-Grenzwert und könnten überwiegend als sicher gelten – dennoch empfehlen die Forschenden weitere Untersuchungen. Ein neu entwickeltes massenspektrometrisches Verfahren war in ihrer Studie in der Lage, entsprechende Peptide genauer nachzuweisen. Hier biete sich eine Kombination aus klassischen Tests und moderner Analytik an, um die Sicherheit von als „glutenfrei“ deklarierten Lebensmitteln zu verbessern, meinen die Wissenschaftler.
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