Ausgabe 24/2026

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Mittwoch, 10. Juni 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

bei Krebserkrankungen innerer Organe ist es schwierig und für die Patienten belastend, onkolytische Viren mittels Injektion direkt in den Tumor zu bringen. Forschende aus den USA setzen nun auf Bakterien als Verbündete beziehungsweise Transportmittel in die Krebszelle, mit denen Gastroenterologen eher wenig Positives verbinden: Salmonellen.

Die Wissenschaftler nutzten in Tiermodellen von Leber- und Bauchspeicheldrüsenkrebs genetisch veränderte Salmonellen, die krebsbekämpfende Viren gezielt zu Tumoren transportierten. Mit Erfolg: In der Folge schrumpften die Tumore stark oder verschwanden sogar fast vollständig. Zudem überlebten die so behandelten Tiere deutlich länger. Die Ergebnisse seien zwar vielversprechend, erklären die Forschenden, doch vor einem Einsatz beim Menschen sei noch viel Forschung nötig. 

Ebenfalls ein Tiermodell hat ein anderes Forschungsteam genutzt, um der Therapieresistenz bei Darmkrebs auf die Spur zu kommen. Sie stellten fest, dass Darmkrebs nicht nur aus mutierten Stammzellen entstehen kann, sondern auch aus ausgereiften Darmzellen, die in einen stammzellähnlichen Zustand zurückfallen. Dies könnte nach Auffassung der Forschenden die Diversität von Darmtumoren erklären und auch, warum sie häufig resistent gegen Therapien werden. Die Ergebnisse liefern ihrer Meinung nach wichtige Hinweise für neue Behandlungsansätze, die auch diese rückverwandelten Zellen gezielt angreifen müssen.

Zum Schluss noch ein Thema mit einer gewissen Aktualität: Im Zusammenhang mit der in dieser Woche beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft dürfte in der nächsten Zeit auf Fan-Meilen und vor den heimischen Fernsehgeräten der allgemeine Bierkonsum steigen. Die Autoren einer gerade veröffentlichten Untersuchung machen nun darauf aufmerksam, dass einige als „glutenfrei“ deklarierte Gerstenbiere trotz dieser Kennzeichnung geringe Mengen an Glutenfragmenten enthalten können, die von üblichen Antikörpertests (ELISA) nicht erkannt werden. Zwar lägen die beobachteten Mengen meist unter dem EU-Grenzwert und könnten überwiegend als sicher gelten – dennoch empfehlen die Forschenden weitere Untersuchungen. Ein neu entwickeltes massenspektrometrisches Verfahren war in ihrer Studie in der Lage, entsprechende Peptide genauer nachzuweisen. Hier biete sich eine Kombination aus klassischen Tests und moderner Analytik an, um die Sicherheit von als „glutenfrei“ deklarierten Lebensmitteln zu verbessern, meinen die Wissenschaftler.

Lesen Sie mehr zu diesen und weiteren Themen in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche! 




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Leber und Pankreas: Krebsbekämpfendes Virus nutzt Salmonellen als Transportmittel ins Innere von Tumoren

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Forschende von der University of Massachusetts Amherst (USA) haben speziell modifizierte Salmonellen entwickelt, die krebsbekämpfende Viren transportieren. Diese Viren sind für den Menschen harmlos, aber wirksam gegen Leber- und Pankreastumoren.

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Therapieresistenz von Darmkrebs: Neue Erkenntnisse weisen Wege zu wirksamen Behandlungsansätzen

In einem Mausmodell legen Forschende aus den USA dar, wie sich Darmkrebs aus ausgereiften Darmzellen entwickeln kann, die sich in Stammzellen zurückverwandeln. Die Ergebnisse erklären, warum Darmtumoren häufig therapieresistent sind und liefern wichtige Ansätze für die Entwicklung wirksamer Therapien.

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MASH: lebergerichtete Therapie ist kein Wunschdenken mehr

Rezdiffra® ist die erste und einzige lebergerichtete MASH-Therapie bei mäßiger bis fortgeschrittener Fibrose. Lesen Sie mehr über die überzeugende Wirksamkeit und das gute Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil dieser zielgerichteten Therapie.1

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ASCO 2026: Zusatz von STRIDE mit/ohne Lenvatinib zur TACE bei Leberkrebs sinnvoll

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Bei nicht resektablen Hepatozellulären Karzinomen (HCC), die mittels transarterieller Chemoembolisation (TACE) behandelt werden können, lässt sich das Tumorwachstum mit dem STRIDE*-Regime mit oder ohne Lenvatinib verlangsamen und möglicherweise das Überleben verlängern. Das belegen Ergebnisse der Phase-III-Studie EMERALD-3, die auf der Jahrestagung 2026 der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt wurden.

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Disease Clearance: Ein neues Therapieziel
für Patienten?

In der Behandlung der Colitis ulcerosa gewinnen strukturierte Therapieziele zunehmend an Bedeutung. Während traditionelle Ansätze oft auf reine Symptomkontrolle abzielen, könnte die Disease Clearance – das gleichzeitige Erreichen von klinischer, endoskopischer und histologischer Remission – ein mögliches neues Therapieziel darstellen.

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Gehirn, Emotionen und Darm: Wie Kultur, Stress und das soziale Umfeld die Darmgesundheit prägen

Bauchschmerzen vor einer wichtigen Prüfung, Übelkeit bei starkem Stress oder plötzliche Darmbeschwerden nach belastenden Lebensereignissen – viele Menschen betrachten solche Symptome als vorübergehende körperliche Reaktion. Doch immer mehr Belege bestätigen, dass die Verbindung zwischen Gehirn und Darm weitaus tiefgreifender ist.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Funktionelles Immunprofiling offenbart Dysregulation der CD4+-T-Zellen bei Zöliakie.
Immunol Cell Biol 17.05.2026

Wirksamkeit einer Low-FODMAP-Diät bei pädiatrischem Reizdarmsyndrom – eine randomisierte Crossover-Studie mit explorativer Metabolom-Analyse.

Von Pixeln zur Peristaltik: Vergleich der Achalasie-Diagnostik mittels Künstlicher Intelligenz mit der durch erfahrene Endoskopiker.
Clin Gastroenterol Hepatol 2026;24(6):1542–1549.

 
 
 
 
Neue Studie zeigt: Standardtests erkennen nicht immer alle Glutenreste in Gerstenbier

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Einige als „glutenfrei“ gekennzeichnete, mit Gerste gebraute Biere enthalten geringe Mengen an Zöliakie-aktiven Resten von Gluten, welche die derzeit üblichen antikörperbasierten Standardtests nicht erfassen.

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KURZMELDUNGEN:

Das Bündnis ProTransplant reicht wegen des anhaltenden Mangels an Spenderorganen Verfassungsbeschwerde ein.
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Die München Klinik Harlaching zieht in diesen Tagen im laufenden Betrieb in ihren Neubau und steht damit vor einer logistischen Herausforderung, wie das Krankenhaus betont.
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Routinemäßig erhobene Gesundheitsdaten – „Routinely Collected Data“ (RCD) – sind zunehmend für die Forschung verfügbar. Aber wie lassen sich diese Routinedaten am besten nutzen? Ein neuer Leitfaden gibt umfassende Empfehlungen.
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TERMINE:

Viszeralmedizin NRW 2026
18.–19. Juni 2026
Dortmund

JUGA Science Camp
19.–20. Juni 2026
Berlin

CO|OPERATION München
23. Juni 2026
München

 
 

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