|
Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gynäkologie,
übergewichtige Patientinnen mit Typ-2-Diabetes haben ein höheres Risiko für Brustkrebs als Patientinnen ohne Diabetes. Forscher der Boston University School of Medicine (USA) sind der Ursache nun weiter auf die Spur gekommen. Sie untersuchten den Einfluss von Exosomen auf die Immunzellen im Tumor. Ihre Ergebnisse ergänzen bisherige Studien, die darauf hindeuten, dass eine metabolische Dysregulation unter anderem durch exosomale Signalwege das Tumormikromilieu verändert und dadurch die Anti-Tumor-Immunität einschränkt. Diese Studie ist relevant, da die Erkenntnisse dazu beitragen könnten, eine präzisere und personalisierte Behandlung zu ermöglichen.
Forscher der Chinese Academy of Sciences (China) haben die Rolle des Stoffwechselenzyms PHGDH bei Brustkrebs untersucht. Sie stellten fest, dass PHGDH im Zellkern wirkt und das Immunverhalten direkt reguliert. So lenkt es Makrophagen von der Tumorunterstützung auf die Tumorbekämpfung um. Das bietet neue Therapiestrategien: Durch gezieltes Angreifen von PHGDH könnte es möglich sein, die Immunlandschaft von Tumoren neu zu verdrahten und „schlechte“ Makrophagen in Verbündete der Krebsbehandlung zu verwandeln.
Das könnte Sie auch interessieren: Bisherige Studien haben kein erhöhtes Schlaganfallrisiko durch vaginales Östrogen bei gesunden Frauen ergeben. Eine aktuelle Studie der Universitätskliniken Herlev und Gentofte (Dänemark) weitet diese Erkenntnis nun auch auf Frauen mit Schlaganfall in ihrer Vorgeschichte aus.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.
|