Ausgabe 24/2026

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Donnerstag, 11. Juni 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

bei Schwangeren, die an Bluthochdruck leiden, ist vor allem eine engmaschige ärztliche Kontrolle wichtig, die regelmäßige Blutdruckmessungen und ein Screening auf Präeklampsie umfasst. Doch auch ein Eingreifen bezüglich des Geburtszeitpunktes sollte überlegt werden, wie die Ergebnisse eines aktuellen Cochrane-Reviews nahelegen: Hier zeigte sich, dass eine geplante frühe Geburtseinleitung ab der 34. Schwangerschaftswoche bei hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen das Risiko für schwere Komplikationen seitens der Mutter etwa halbiert. Gleichzeitig erhöht dieses Vorgehen offenbar nicht die Kaiserschnittrate. Aussagen zu einzelnen Komplikationen, zur maternalen Mortalität und zu neonatalen Outcomes aber ließen sich aufgrund begrenzter beziehungsweise heterogener Daten nicht sicher treffen. Insgesamt stützen die Ergebnisse die Leitlinienempfehlung, den Geburtszeitpunkt ab der 34. Schwangerschaftswoche individuell abzuwägen und spätestens bis zur 37. Schwangerschaftswoche zu entbinden. Mehr dazu können Sie im ersten Beitrag unseres Newsletters erfahren.

Eine weitere aktuelle Studie zu einem anderen Problem während der Schwangerschaft hat zwar keine direkten Konsequenzen für die klinische Praxis, liefert aber wichtige Hinweise für das Verständnis der Pathophysiologie dieser Komplikation: Gestationsdiabetes. In einer großen genomweiten Assoziationsstudie haben Forschende 37 Risikoloci für Schwangerschaftsdiabetes gefunden - darunter sieben neue Varianten. Die meisten der beobachteten Signale überschnitten sich mit Typ-2-Diabetes, was darauf hindeutet, dass Gestationsdiabetes zumindest teilweise eine frühe Manifestation derselben Stoffwechselanfälligkeit sein könnte.

Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Bluthochdruck in der Schwangerschaft: Geburt früh einleiten – oder besser abwarten?

Bluthochdruck in der Schwangerschaft: Geburt früh einleiten – oder besser abwarten?

Ein aktueller Cochrane Review zeigt: Bei Bluthochdruck in der Schwangerschaft führt eine frühe Geburtseinleitung ab der 34. Woche zu nur noch halb so vielen Komplikationen wie Abwarten – ohne dass die Kaiserschnittrate steigt.

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Jetzt verfügbar: Elinzanetant bei Hitzewallungen

Seit April 2026 ist mit Elinzanetant (Lynkuet®) eine neue Option zur nicht-hormonellen Behandlung moderater bis schwerer Wechseljahrsbeschwerden verfügbar. Als dualer NK1-/NK3-Antagonist bringt die Neurokinin-Therapie die Thermoregulation gezielt wieder ins Gleichgewicht. Es kann Hitzewallungen, Nachtschweiß sowie Schlafstörungen reduzieren und die wechseljahresbezogene Lebensqualität verbessern.

Fachinformation

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Gestationsdiabetes: Hinweise auf enge genetische Verbindung zu Typ-2-Diabetes

Eine groß angelegte genomweite Assoziationsstudie (GWAS) des GenDiP-Konsortiums hat 37 genetische Risikoloci für Gestationsdiabetes identifiziert, darunter sieben bislang unbekannte Risikovarianten. Die Ergebnisse liefern Hinweise auf eine enge genetische Verwandtschaft von Gestationsdiabetes und Typ-2-Diabetes.

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Bärbels Weg mit Brustkrebs

Brustkrebs aus Patientinnensicht: Bärbel erzählt von Diagnose, Therapie und Alltag. Sie teilt persönliche Erfahrungen rund um Behandlung, Therapietreue und hilfreiche Tools im Alltag mit der Erkrankung. Ihre Geschichte gibt anderen Betroffenen Einblick und Orientierung.

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Östrogenverlust nach der Menopause könnte Alzheimer-Risiko erhöhen

Östrogenverlust nach der Menopause könnte Alzheimer-Risiko erhöhen

Der Verlust der hirneigenen Östrogenproduktion nach der Menopause könnte laut einer neuen US-amerikanischen Studie zu Veränderungen der extrazellulären Matrix im Gehirn beitragen und damit erklären, warum Frauen häufiger an Alzheimer erkranken.

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Individuelle Therapieentscheidung beim Ovarialkarzinom (OC)

Jede geeignete Patientin mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom verdient die richtige Erhaltungstherapie zur richtigen Zeit - als Grundlage für eine personalisierte und nachhaltige Behandlungs­strategie. ZEJULA bietet eine einmal tägliche, infusionsfreie Erhaltungstherapie für Patientinnen unabhängig vom Biomarker-Status.1,5

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Projekt Athletin-D erforscht Menstruationszyklus im Leistungssport

Das neue Verbundprojekt Athletin-D beschäftigt sich mit geschlechtsspezifischen Besonderheiten – insbesondere dem Menstruationszyklus – im Leistungssport. Im Fokus steht das Zusammenspiel des Zyklus mit Leistung und Gesundheit.

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Adipositas: Der erste Schritt? Ansprechen!

Leidensdruck beenden, Lebensqualität steigern: Der erste Schritt ist meist das Ansprechen der Diagnose Adipositas. Der praktische Leitfaden rund um Mounjaro®7,* bietet Ihnen das nötige Werkzeug, um das Thema sensibel zu adressieren und Patient:innen in ein leichteres Leben zu begleiten. Kompakt, strukturiert und direkt umsetzbar: So integrieren Sie den Kickstart mühelos in Ihren Praxisalltag.

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Erstmals dorsaler Klitorisnerv detailliert dargestellt

Erstmals dorsaler Klitorisnerv detailliert dargestellt

Der Aufbau der menschlichen Klitoris ist trotz erster Forschungserfolge noch weitgehend unbekannt. Forschenden aus Düsseldorf gelang es in einer anatomischen Studie nun erstmals, den Klitorisnerv detailliert darzustellen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Elektromyographisch gesteuerte Botulinumtoxin-Injektionen bei provozierter Vestibulodynie. Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte klinische Studie.
Am J Obstet Gynecol 2026;234(5):1362-1369.

Prävalenz postpartaler Angststörungen und deren Risikofaktoren in einer US-Kohorte von Frauen mit nicht staatlicher Krankenversicherung.
Obstet Gynecol 2026;147(6):e152-e159.

Einsatz einer Hormontherapie mit Östrogen bei Patientinnen mit Eierstockkrebs, die zum Zeitpunkt der Diagnose jünger sind als 60 Jahre.
Gynecol Oncol 2026;209:69-74.

 
 
 

KURZMELDUNGEN:

Die München Klinik Harlaching zieht in diesen Tagen im laufenden Betrieb in ihren Neubau.
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Routinemäßig erhobene Gesundheitsdaten – „Routinely Collected Data“ (RCD) – sind zunehmend für die Forschung verfügbar. Aber wie lassen sich diese Routinedaten am besten nutzen? Ein neuer Leitfaden gibt umfassende Empfehlungen.
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Das Land Berlin kann dem Klinikverband Vivantes Sonderzahlungen gewähren. Das wollte ein Bündnis anderer Kliniken verhindern. Das Verwaltungsgericht hat nun ein Urteil gefällt.
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TERMINE:

ESMO Gynaecological Cancers Congress 2026
17.–19. Juni 2026
Kopenhagen (Dänemark)

Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
25.–27. Juni 2026
Salzburg (Österreich)

3. Deutsch-Österreichisches Symposium Pränataldiagnostik
3.–4. Juli 2026
Berchtesgaden

Gynäkologie Refresher
9.–11. Juli 2026
München

 
 

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