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Liebe Leserinnen und Leser,
bei Schwangeren, die an Bluthochdruck leiden, ist vor allem eine engmaschige ärztliche Kontrolle wichtig, die regelmäßige Blutdruckmessungen und ein Screening auf Präeklampsie umfasst. Doch auch ein Eingreifen bezüglich des Geburtszeitpunktes sollte überlegt werden, wie die Ergebnisse eines aktuellen Cochrane-Reviews nahelegen: Hier zeigte sich, dass eine geplante frühe Geburtseinleitung ab der 34. Schwangerschaftswoche bei hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen das Risiko für schwere Komplikationen seitens der Mutter etwa halbiert. Gleichzeitig erhöht dieses Vorgehen offenbar nicht die Kaiserschnittrate. Aussagen zu einzelnen Komplikationen, zur maternalen Mortalität und zu neonatalen Outcomes aber ließen sich aufgrund begrenzter beziehungsweise heterogener Daten nicht sicher treffen. Insgesamt stützen die Ergebnisse die Leitlinienempfehlung, den Geburtszeitpunkt ab der 34. Schwangerschaftswoche individuell abzuwägen und spätestens bis zur 37. Schwangerschaftswoche zu entbinden. Mehr dazu können Sie im ersten Beitrag unseres Newsletters erfahren.
Eine weitere aktuelle Studie zu einem anderen Problem während der Schwangerschaft hat zwar keine direkten Konsequenzen für die klinische Praxis, liefert aber wichtige Hinweise für das Verständnis der Pathophysiologie dieser Komplikation: Gestationsdiabetes. In einer großen genomweiten Assoziationsstudie haben Forschende 37 Risikoloci für Schwangerschaftsdiabetes gefunden - darunter sieben neue Varianten. Die meisten der beobachteten Signale überschnitten sich mit Typ-2-Diabetes, was darauf hindeutet, dass Gestationsdiabetes zumindest teilweise eine frühe Manifestation derselben Stoffwechselanfälligkeit sein könnte.
Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre!
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