Ausgabe 34/2026

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Donnerstag, 20. August 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die Wechseljahre gehen für viele Frauen mit belastenden körperlichen und psychischen Veränderungen einher. Besonders abrupt verläuft dieser Übergang nach einer beidseitigen Salpingo-Oophorektomie, wie sie bei vielen Patientinnen mit Ovarialkarzinom durchgeführt wird, da die Menopause unmittelbar danach einsetzt. Wie wir kürzlich berichteten, sind die Symptome, die mit der chirurgisch induzierten Menopause einhergehen, oft schwerwiegender als bei der natürlich eintretenden Menopause. Ob eine unterstützende menopausale Hormontherapie (MHT) jedoch das Langzeitüberleben nach einem Ovarialkarzinom beeinträchtigt, war bislang nicht abschließend geklärt. Eine schwedische Kohortenstudie liefert nun beruhigende Ergebnisse: Bei mehr als 700 Frauen mit verschiedenen Ovarialtumoren zeigte sich kein Unterschied im Zehn-Jahres-Überleben zwischen Patientinnen mit und ohne MHT. Die Daten sprechen somit dafür, dass eine MHT zur Linderung der Wechseljahresbeschwerden bei geeigneten Patientinnen in Betracht gezogen werden kann.

Eine vorzeitige Menopause tritt nicht nur nach einem solchen operativen Eingriff auf; auch ohne einen solchen Eingriff können Frauen bereits vor ihrem 40. Lebensjahr in die Wechseljahre kommen. Eine Studie mit 107.000 Frauen untersuchte nun den Zusammenhang zwischen dem Menopausealter und dem kardiovaskulären Risiko und fand einen inversen Zusammenhang: Je früher die Menopause eintrat, desto höher war das Risiko für Bluthochdruck. Besonders ausgeprägt war dieser Zusammenhang bei Frauen, deren Menopause bereits zwischen dem 25. und 35. Lebensjahr eingetreten war. Die Autoren plädieren daher dafür, das Alter bei Eintritt der Menopause als eigenständigen kardiovaskulären Risikofaktor zu berücksichtigen.

Einen weiteren Aspekt der Wechseljahre beleuchtet die dritte Studie dieser Ausgabe: die häufige Gewichtszunahme infolge der hormonellen Umstellung. In einer US-amerikanischen Analyse von Daten von mehr als 38.000 Frauen waren sowohl eine Ernährung mit niedrigem insulinogenem Potenzial als auch die sogenannte Planetary Health Diet mit einer geringeren Gewichtszunahme und einem niedrigeren Adipositasrisiko assoziiert. Die Ergebnisse unterstreichen, dass auch Lebensstilfaktoren einen wichtigen Beitrag dazu leisten können, die gesundheitlichen Folgen der Menopause günstig zu beeinflussen.

Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie wie immer in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal BIERMANN MEDIZIN. Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre!




   Ihre
   Dr. Lena Johannes

 

 
 
Menopausale Hormontherapie nach Ovarialkarzinom beeinträchtigt Langzeitüberleben nicht

Menopausale Hormontherapie nach Ovarialkarzinom beeinträchtigt Langzeitüberleben nicht

Eine schwedische Kohortenstudie liefert keine Hinweise darauf, dass eine menopausale Hormontherapie nach operativ behandeltem Ovarialkarzinom das Zehn-Jahres-Überleben verschlechtert. Die Ergebnisse könnten die Behandlung junger Patientinnen erleichtern.

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Vorzeitige Menopause ist ein Risikofaktor für Bluthochdruck

Frauen, die vor dem 40. Lebensjahr in die Menopause kommen, haben ein deutlich höheres Risiko für Bluthochdruck als Frauen, bei denen die Menopause erst nach dem 45. Lebensjahr eintritt. Das Risiko war bei Frauen am höchsten, die bereits im Alter zwischen 25 und 35 Jahren vorzeitig in die Menopause kamen.

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Pflanzenbetonte Ernährung könnte Gewichtszunahme in den Wechseljahren begrenzen

Pflanzenbetonte Ernährung könnte Gewichtszunahme in den Wechseljahren begrenzen

Eine Ernährung mit niedrigem insulinogenem Potenzial sowie die sogenannte Planetary Health Diet waren in einer neuen Studie mit einer geringeren Gewichtszunahme und einem niedrigeren Adipositasrisiko in den Wechseljahren assoziiert.

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Langzeitdaten Pembrolizumab + Lenvatinib

Der Sonderbeitrag befasst sich mit den wichtigsten Punkten der KEYNOTE-775 zur Therapie des fortgeschrittenen oder rezidivierenden EC. Unter anderem zeigt er Daten der Therapie mit Pembrolizumab in Kombination mit Lenvatinib in Bezug auf das Gesamt- und progressionsfreien Überleben auf.

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Niedrig dosierte Acetylsalicylsäure könnte hitzebedingtes Frühgeburtsrisiko senken

Steigende Umgebungstemperaturen erhöhen das Risiko für Frühgeburten. Die Sekundäranalyse einer randomisierten Studie deutet darauf hin, dass niedrig dosierte Acetylsalicylsäure das hitzebedingte Frühgeburtsrisiko abschwächen könnte.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Ein-Stunden-Blutzucker vor der Schwangerschaft als früher Hinweis auf das Risiko für Gestationsdiabetes bei Frauen mit PMOS/PCOS unter IVF-Behandlung: eine multizentrische Kohortenstudie.
Hum Reprod 09.08.2026

Endometriose und das Langzeitrisiko für venöse Thromboembolien: eine landesweite dänische Studie.
Eur Heart J 08.08.2026

Frühere reproduktive und nicht reproduktive Depressionen sowie depressive Symptome während der Wechseljahre.
J Affect Disord 09.08.2026

Primäres Zervix-Angiosarkom mit transfusionspflichtiger Blutung in der Frühschwangerschaft: Herausforderungen bei Diagnostik und Management.
Clin Case Rep 2026;14(8):e73302.

 
 
 
Angiogener Marker mit erhöhtem Risiko für Totgeburten assoziiert

Angiogener Marker mit erhöhtem Risiko für Totgeburten assoziiert

Totgeburten stellen insbesondere in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen weiterhin eine große Herausforderung dar. Eine Fall-Kontroll-Studie aus Bangladesch zeigt, dass ein erhöhtes mütterliches sFlt-1:PlGF-Verhältnis mit einer deutlich höheren Wahrscheinlichkeit für eine Totgeburt assoziiert ist.

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KURZMELDUNGEN:

Kindsbewegungen könnten sich künftig auch mithilfe eines Smartphones erfassen lassen.
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Eine internationale Übersichtsarbeit stellt drei verbreitete Annahmen zum Stillbeginn auf den Prüfstand.
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Ungewöhnliche Vorgänge in den Zellen von Müttern und Babys bei Präeklampsie könnten neue therapeutische Ansatzpunkte für diese Erkrankung liefern.
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TERMINE:

Niedersächsischer Gynäkologentag
29. August 2026
Hannover

36th World Congress on Ultrasound in Obstetrics and Gynecology
4.–7. September 2026
London (Großbritannien)

22. Sächsischer Gynäkologentag
5. September 2026
Dresden

Grundkurs Gynäkologische Endoskopie
10.–12. September 2026
Dresden

 
 

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