Ausgabe 21/2026

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Donnerstag, 21. Mai 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist bekannt, dass die Chancen, auf natürlichem Weg schwanger zu werden, mit zunehmendem Alter sinken. Eine japanische Studie liefert nun Hinweise auf eine bisher unbekannte Ursache dieses Zusammenhangs. Die Forschenden zeigen, dass der altersbedingte hämatopoetische Verlust eines X-Chromosoms (LOX) die Fruchtbarkeit beeinflussen könnte. Wiesen mehr als 0,9 Prozent der weißen Blutkörperchen LOX auf, verdoppelte sich die Wahrscheinlichkeit, nicht auf natürlichem Weg schwanger zu werden. Ein Zusammenhang mit dem Anti-Müller-Hormon als Marker der Eizellreserve zeigte sich hingegen nicht. Die Autoren schlagen daher vor, beide Marker künftig kombiniert zur genaueren Einschätzung der Fruchtbarkeit einzusetzen.

Auch Endometriose gilt als Faktor, der die Chancen auf eine natürliche Schwangerschaft verringern kann. Selbst nach erfolgreicher Empfängnis birgt die Erkrankung jedoch weiterhin Risiken. Laut einer kanadischen Studie haben Kinder von Frauen mit Endometriose ein signifikant erhöhtes Risiko für angeborene Anomalien, unter anderem des Herz-Kreislauf-Systems, des Gastrointestinaltrakts und des Bewegungsapparates. Dieser Zusammenhang ließ sich nur teilweise durch Fertilitätsbehandlungen erklären. Gleichzeitig betonen die Autoren, dass das absolute Risiko insgesamt weiterhin gering bleibt.

Eine weitere schwangerschaftsbedingte Komplikation ist die Präeklampsie, über die wir in den vergangenen Wochen bereits mehrfach berichtet haben. Eine neue Studie aus Wien zeigt nun, dass blutdrucksenkende Medikamente zwar den mit Präeklampsie verbundenen Bluthochdruck kontrollieren können, die zugrunde liegenden Veränderungen des Herz-Kreislauf-Systems jedoch offenbar bestehen bleiben. Weder stieg das Herzzeitvolumen an, noch nahm der Gefäßwiderstand ab. Den Autoren zufolge reicht eine reine Blutdruckkontrolle daher nicht aus, um langfristige kardiovaskuläre Beeinträchtigungen signifikant zu beeinflussen.

Um das Risiko für eine Präeklampsie zu senken, könnte eine stabilere Blutzuckerkontrolle während der Schwangerschaft helfen. Eine Studie aus China beschreibt einen U-förmigen Zusammenhang zwischen Blutzuckerspiegel und Präeklampsie-Risiko: Sowohl starke Anstiege als auch deutliche Abfälle der Glukosewerte waren mit einem erhöhten Risiko assoziiert, während stabile Werte mit der geringsten Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung der Erkrankung verbunden waren.

Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Verringerte Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft durch hämatopoetischen Verlust eines X-Chromosoms

Verringerte Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft durch hämatopoetischen Verlust eines X-Chromosoms

Eine japanische Studie beschreibt einen neuen Zusammenhang zwischen dem hämatopoetischen Verlust eines X-Chromosoms bei zunehmendem Alter und einer Verringerung der Wahrscheinlichkeit für eine natürliche Schwangerschaft.

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Evidenzbasiert entscheiden: JEMPERLI in der
1L beim EC

JEMPERLI (Dostarlimab) in der 1L: Die EINZIGE zugelassene Immuntherapie + Carboplatin-Paclitaxel (CP) mit signifikantem OS-Vorteil für Patientinnen mit primär fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom (EC), für die eine systemische Therapie infrage kommt.1,a,b
(OS: Gesamtüberleben) 1. Jemperli Fachinformation, aktueller Stand.

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Bei Babys von Müttern mit Endometriose ist das Risiko für angeborene Anomalien höher

Laut einer neuen Studie im „Canadian Medical Association Journal“ besteht für Babys von Frauen mit Endometriose ein geringes, aber signifikant erhöhtes Risiko für angeborene Anomalien.

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Uneinheitliche KV-Regeln erschweren die
oGTT-Verordnung

Trinkfertige oGTT-Lösungen (z. B. INOKY-GlucoTest) sind in vielen Praxen medizinisch und organisatorisch sinnvoll. Ihre Verordnungsfähigkeit als Sprechstundenbedarf ist jedoch bundesweit uneinheitlich geregelt. Die Folgen? Unsicherheit, zusätzlicher Prüfaufwand und ein erhöhtes Risiko für Regressforderungen. Sie möchten mehr zum Status in Ihrer KV-Region erfahren?

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Präeklampsie: Blutdrucksenkung allein reicht nicht aus 

Präeklampsie: Blutdrucksenkung allein reicht nicht aus 

Eine neue Studie aus Wien zeigt, dass Blutdrucksenkung allein nicht ausreicht, um die mütterliche Herz-Kreislauf-Funktion bei Präeklampsie zu verbessern. Trotz erfolgreicher Behandlung des Bluthochdrucks blieb eine relevante Verbesserung anderer kardiovaskulärer Parameter aus.

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5-Jahresdaten zur Zweitlinie beim fortg. EC nach Platin

Neue Langzeitdaten zeigten anhaltende Vorteile beim Gesamtüberleben und progressionsfreien Überleben unter KEYTRUDA® + LENVIMA® gegenüber der Chemotherapie. Erfahren Sie, was die Ergebnisse für die Zweitlinie nach vorheriger Platin-basierter Therapie beim fort./rez. Endometriumkarzinom bedeuten.

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Blutzuckerspiegel während der Schwangerschaft beeinflusst das Risiko für Präeklampsie

Forscher aus China führten eine multizentrische retrospektive Studie mit 53.054 Einlingsschwangerschaften durch und stellten fest, dass erhöhte Blutzuckerwerte im ersten Trimester sowie signifikante Schwankungen des Blutzuckerspiegels während der Schwangerschaft das Risiko für Präeklampsie in einem U-förmigen Muster erhöhen.

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10 Stunden mehr Zeit pro Woche – KI-Komplettpaket im Webinar

10 Stunden mehr Zeit pro Woche – das ist kein Zukunftstraum, sondern schon jetzt Realität. Im kostenlosen Webinar-Replay sehen Sie, wie das Doctolib KI-Komplettpaket Ihr Team entlastet: KI-Telefonassistent übernimmt Anrufe, automatische Warteliste füllt freie Termine, KI-Sprechstundenassistent dokumentiert. Praxismanagerin Melis Bröcker berichtet, wie ihr Team täglich Zeit gewinnt. Mehr Zeit für Ihre Patient:innen.

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Ein gängiges Cholesterinmedikament könnte Eierstockkrebs angreifbarer machen

Ein gängiges Cholesterinmedikament könnte Eierstockkrebs angreifbarer machen

Die Flüssigkeit, die viele Ovarialtumoren umgibt, hilft ihnen beim Überleben, indem sie sie vor Ferroptose schützt. Ein weit verbreitetes Medikament könnte jedoch dabei helfen, diese Abwehr zu zerschlagen und den Eierstockkrebs angreifbarer zu machen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber der Umgebungstemperatur und Schwangerschaftsausgängen bei Teilnehmerinnen, die sich einer IVF unterziehen.
J Assist Reprod Genet 19.05.2026

Mütterliches Alter und schwangerschaftsbedingte kardiovaskuläre Komplikationen.
Nat Commun 2026;17(1):4066.

Vorhersage spontaner Frühgeburten mithilfe von Algorithmen des maschinellen Lernens.
J Matern Fetal Neonatal Med 2026;39(1):2667656.

Endometriose und Ovarialkarzinom: Epidemiologische Evidenz, molekulare Einblicke und klinische Entscheidungsfindung.
Hum Reprod Update 2026 May 17:dmag011.

 
 
 

KURZMELDUNGEN:

Forscher haben Brustkrebszellen identifiziert, die einer Therapie widerstehen, indem sie extrem langsam wachsen, anstatt in einen vollständig ruhenden Zustand überzugehen.
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Das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) heißt ab sofort „Polyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom“ (PMOS).
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Laut einer neuen Studie steigt das Risiko für Herzerkrankungen bei Frauen mit polyendokrinem metabolischem Ovarialsyndrom – selbst bei Normalgewicht.
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TERMINE:

34. Osteoporoseforum
28.–30.Mai 2026
St. Wolfgang im Salzkammergut (Österreich)

 
 

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