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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gynäkologie,
auch wenn sie sich selbst gesund ernähren, kommt es bei Nachkommen übergewichtiger Mütter häufig ebenfalls zu Stoffwechselstörungen. Hinweise auf die Gründe dafür glauben nun Forschende von der Universität Bonn in einer Untersuchung an Mäusen gefunden zu haben. In ihrem Modell war offenbar eine „Umprogrammierung“ der Kupffer-Zellen bei den Jungtieren für die metabolische Dysfunktion verantwortlich: Die Kupffer-Zellen gaben dadurch Leberzellen auf molekularer Ebene die Anweisung zur Akkumulation von Fett. Die Bedeutung der Forschungsergebnisse für Frauen in der Schwangerschaft ergeben sich aus der Einschätzung der korrespondierenden Autorin Prof. Elvira Mass vom LIMES-Institut der Universität Bonn: „Es wird immer deutlicher, dass viele Erkrankungen des Menschen bereits sehr früh im Laufe der Entwicklung entstehen“, sagt sie.
Darüber, welche Auswirkungen die Pubertätsunterbrechung bei Trans-Jugendlichen langfristig hat, weiß man bislang noch nicht viel. In einer aktuell im „Journal of Sexual Medicine“ publizierten Studie ist nun die sexuelle Zufriedenheit von mit Pubertätsblockern behandelten Trans-Jugendlichen später im Leben untersucht worden. Während die Autoren aus den Ergebnissen ihrer kleinen Untersuchung schlussfolgern, dass eine durchlaufene Pubertät möglicherweise keine Voraussetzung für ein zukünftiges funktionierendes Sexualleben ist, scheint dieses Fazit nicht für jeden so glasklar zu sein. Warum manche Experten daran zweifeln, dass sich aus dieser Arbeit derartige Erkenntnisse ziehen lassen, können Sie in unserem Beitrag nachlesen.
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Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Restwoche.
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