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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Hals-Nasen-Ohrenheilkunde,
von der Grundlagenforschung im Mausmodell, über klinische Forschung zu erblich bedingter Taubheit bis zu den positiven Effekten von Hörgeräten auf das Sozialleben – in diesem Newsletter steht das Thema Gehör im Fokus.
Besser zu hören, bedeutet weit mehr als Geräusche und Töne besser wahrzunehmen, es bedeutet mehr soziale Teilhabe: Nutzen Erwachsene mit Hörverlust Hörgeräte oder Cochlea-Implantate, verbessert sich ihr Sozialleben. Sie sind selbstbewusster und geselliger, mit einem gesteigerten allgemeinen Wohlbefinden.
Überhaupt zu hören, macht eine Gentherapie für Patienten mit einer Mutation im OTOF-Gen möglich. Für Kinder gab es bereits vielversprechende Ergebnisse, jetzt wurden im Rahmen einer klinischen Studie Patienten im Alter zwischen 1,5 und 24 Jahren therapiert. Die besten Ergebnisse wurden zwar bei den Kindern zwischen fünf und acht Jahren erreicht, ältere Patienten profitierten trotzdem.
Welche Rolle spielt Melanin im Innenohr? Das kommt auf den genetischen Kontext an. Während es Belege dafür gibt, dass das Pigment auch im Innenohr vor oxidativem Stress schützen kann, weist eine aktuell veröffentlichte Arbeit in eine andere Richtung: So könnte eine pathologische Anhäufung von Melanin in der Cochlea eine bestimmte Form erblich bedingter Schwerhörigkeit verschlimmern.
Eine interessante Lektüre zu diesen und weiteren Themen sowie eine gute Woche wünscht Ihnen
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