Ausgabe 44/2025

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Mittwoch, 29. Oktober 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kardiologie,

bei übergewichtigen Patientinnen und Patienten steht häufig die Herzgesundheit im Fokus. Dass diese nicht zwingend durch übermäßiges Körpergewicht negativ beeinflusst wird, zeigt sich bei der genetisch bedingten Adipositas. Hier besteht ein paradoxer Zusammenhang, wie Forscher der Universitätsmedizin Ulm jüngst aufzeigen konnten. Ihren Studienergebnissen zufolge sorgt eine Mutation im Melanocortin-4-Rezeptor zwar für starkes frühkindliches Übergewicht. Gleichzeitig wiesen diese Patienten jedoch niedrigere Blutfett- und Blutdruckwerte auf als Patienten ohne die Mutation.
Zur Gewichtsreduktion ist derzeit die „Abnehmspritze“ voll im Trend. Die Behandlung mit GLP-1-Rezeptoragonisten wie Semaglutid senkt dabei nicht nur das Gewicht, sondern auch die kardiovaskulären Risiken – sowohl bei Menschen mit als auch ohne Diabetes. Dass allerdings weder der Gewichtsverlust noch das Ausgangsgewicht ausschlaggebend für den kardioprotektiven Effekt von Semaglutid zu sein scheint, legt eine neue Analyse von Patientendaten aus der SELECT-Studie nahe.
Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist der Einfluss von Sexualhormonen auf die Herzgesundheit. Die spielen vor allem bei Transgender-Patientinnen eine wichtige Rolle. Die Ergebnisse einer Studie in „Nature Medicine“ bestätigen, dass sich die Proteinexpression im Blut von Transfrauen durch eine feminisierende Hormontherapie der von Cis-Frauen angleicht. Damit verändern sich auch ihre Immunfunktion und die Krankheitsrisiken – und sollten bei der Behandlung und Vorsorge berücksichtigt werden.
Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Semaglutid: Kardiovaskulärer Nutzen unabhängig von Gewichtsverlust

Semaglutid: Kardiovaskulärer Nutzen unabhängig von Gewichtsverlust

Bei übergewichtigen Patienten ohne Diabetes kann der GLP-1-Rezeptoragonist Semaglutid das Risiko für Herz-Kreislaufprobleme reduzieren. Ob und wieviel Gewicht sie verlieren, scheint dabei keine Rolle zu spielen, wie neueste Datenanalysen nun zeigen.

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Neue Analyse mit Daten aus dem
FDA-Sentinel-System

Bradley et al. analysierten Daten aus dem Versorgungsalltag (anhand der Daten aus dem FDA-Sentinel-System) zu ELIQUIS® und Rivaroxaban bei nvVHF*-Patient:innen unter 65 Jahren. In unserer Studienübersicht finden Sie alle wichtigen Infos übersichtlich aufbereitet und ergänzt um die Analyse von Graham et al. zu nvVHF*-Patient:innen ab 65 Jahren.

Fachinformation ELIQUIS®

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Genetischer Auslöser für Adipositas schützt gleichzeitig das Herz

Es klingt paradox: Eine genetische Mutation, die zu starker Adipositas führt, reduziert gleichzeitig das Risiko von Herzkrankheiten und senkt Cholesterinwerte. Doch genau das konnten Forschende der Ulmer Universitätsmedizin nun zeigen.

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ESC 2025: LDL-C leitliniengerecht senken mit
Bempedoinsäure

Beim ESC 2025 in Madrid wurde ein Update der Leitlinien zum Management von Dyslipidämien vorgestellt. Besonders betont wird die Bedeutung, LDL-C-Zielwerte konsequent und frühzeitig zu erreichen. Orale Kombinationstherapien rücken dabei stärker in den Fokus. Neu ist die Empfehlung für Bempedoinsäure als Add-on zu Statin ± Ezetimib – eine wichtige Erweiterung der leitliniengerechten Optionen.

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Hormontherapie: Proteine spiegeln Geschlechtsidentität wider

Hormontherapie: Proteine spiegeln Geschlechtsidentität wider

Sexualhormone verändern die Expression von Proteinen. Das ermöglicht die Angleichung der Geschlechtsidentität bei Transgender-Patientinnen durch eine Hormontherapie – beeinflusst aber auch ihre Krankheitsrisiken, wie Forschende aus Melbourne zeigen.

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ELIQUIS® vs. Rivaroxaban:
Jede verhinderte Blutung zählt

Bei der Schlaganfallprophylaxe bei nvVHF zählt nicht nur Wirksamkeit, sondern auch Sicherheit. Im Versorgungsalltag zeigte ELIQUIS® ein geringeres Blutungsrisiko als Rivaroxaban – bei gewohnt starker Effektivität. Darum: Bei Neueinstellung weiterhin ELIQUIS®!

Fachinformation ELIQUIS®

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Kompressionsstrümpfe gegen Vasovagale Synkopen?

Elastische Kompressionsstrümpfe (ECS) wurden als potenzielle Therapie Vasovagaler Synkopen (VVS) vorgeschlagen. In einer aktuellen, randomisierten, scheinkontrollierten Studie konnten sie jedoch nicht überzeugen – vor allem aufgrund unzureichender Adhärenz.

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Drei Therapieoptionen – ein Ziel

Von der kardiovaskulären Protektion bei CKD in Verbindung mit T2D, über die nahezu vollständige Transthyretin-Stabilisierung (TTR-Stabilisierung) bei ATTR-CM, bis hin zur Add-on-Therapie bei HFrEF nach kürzlicher Dekompensation: Bayer bietet drei moderne Optionen entlang des kardiologischen Behandlungsverlaufs – mit dem Ziel, die Patientenversorgung weiterzudenken.

Pflichtangaben Beyonttra®, Kerendia®, Verquvo® | PP-PF-CAR-DE-0072-1

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Zu hell in der Nacht: Licht als Gefahr für die Gesundheit

Zu hell in der Nacht: Licht als Gefahr für die Gesundheit

Straßenlaternen, Leuchtreklamen, Bildschirme im Schlafzimmer: Neue Daten bestätigen, dass zu viel Licht in der Nacht die Gesundheit gefährden kann. Es begünstigt das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zeigt eine aktuell in „JAMA Network Open“ veröffentlichte Studie. 

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Die Rolle der zirkadianen Gesundheit für die kardiometabolische Gesundheit und das Krankheitsrisiko: Eine wissenschaftliche Stellungnahme der American Heart Association.
Circulation 28.10.2025.

Die Belastung durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen in England (2020–2024): eine nationale Kohorte unter Verwendung elektronischer Gesundheitsdaten.
Lancet Public Health 2025;10(11):e943–e954.

Eine Mendelsche Randomisierungsstudie impliziert Entzündungsbiomarker in der retinalen Gefäßstruktur, bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Langlebigkeit.
Sci Adv 2025;11(43):eadu1985.

 
 
 

PANORAMA:

Nach der Auflösung des ÄZQ übernehmen die AWMF und das Zi fortan die Koordination und redaktionelle Betreuung der Nationalen Versorgungsleitlinien.
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Eine Erhebung aus Sachsen zeigt: Viele Ärztinnen und Ärzte denken darüber nach, früher als geplant in den Ruhestand zu gehen. Burnout spielt dabei eine entscheidende Rolle.
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Die Niederlassung in einer eigenen Praxis ist weiterhin attraktiv, zeigt eine aktuelle Zi-Befragung. Demnach würden sich 77 Prozent der neu niedergelassenen Ärzte sowie Psychotherapeuten erneut für diesen Schritt entscheiden.
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TERMINE:

DGK.Kardiale Bildgebung 2025
6.–8. November 2025
Köln

1. Würzburger Kongress der Thorax-Medizin
7. November 2025
Würzburg

Kindersportmedizin
14.–15. November 2025
Forchheim

 
 

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