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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
nach Klagen von vier US-Bundesstaaten hat Meta, der Konzern, der Facebook, Instagram und WhatsApp vermarktet, vor wenigen Tagen Änderungen beim Jugendschutz versprochen und eingewilligt, rund 18 Milliarden Dollar Strafe zu zahlen. Abgesehen davon, dass die gigantisch anmutende Summe dem Unternehmen nicht wirklich weh tun wird, bleibt abzuwarten, welche Schutzmaßnahmen der Konzern tatsächlich umsetzen wird. Versprochen hat er unter anderem Zeitlimits, die die tägliche Nutzungszeit seiner Programme begrenzen soll, mehr Kontrollfunktionen für Eltern und verbesserte Maßnahmen, um das Alter der Nutzer zu verifizieren.
Vor allem eine zuverlässige Alterskontrolle scheint dringend angebracht. Denn wie einige Untersuchungen in Australien, dem ersten Land, das ein Mindestalter für die Nutzung sozialer Medien eingeführt hat, bereits zeigen, will sich nur ein Viertel der Kinder und Jugendlichen unter 16 Jahren an das Verbot halten. Die Mehrheit der Befragten will die Altersverifikation hingegen austricksen und wird hierfür sicher auch einen Weg finden. Dabei ist vor allem das Alter der Nutzer und weniger der Social-Media-Account an sich der eigentliche Risikofaktor für psychische Probleme wie Depressionen und Ängste, wie eine weitere Studie zeigt. Diese Erkenntnis nimmt allerdings nicht nur die Tech-Konzerne in die Pflicht, sondern auch die Eltern. Denn wer, wenn nicht sie, entscheidet, ob Grundschüler bereits ein Smartphone oder Tablet besitzen und sich damit in den sozialen Medien verlieren?
Doch es gibt in dieser Woche auch Hoffnungsvolles zu berichten. So haben Forschende ein Nanomaterial entwickelt, das den Körper dazu anregt, Knochendefekte selbstständig zu heilen. Großes Potenzial für das biologisch abbaubare Material sehen die Wissenschaftler in der Behandlung von Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Denn es aktiviert das im Gewebe schlummernde Protein TGF-β1, was wiederum knochenbildende Stammzellen an den Defektort lockt und deren Differenzierung in Osteoblasten induziert. Noch befinden sich die Arbeiten in der präklinischen Phase, doch die Forschenden sind optimistisch, Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte künftig die belastende Knochentransplantation ersparen zu können. Zudem soll das Verfahren viel früher als die Transplantation zum Einsatz kommen können.
Bislang ebenfalls erst im präklinischen Stadium, dafür aber nicht weniger vielversprechend, sind die Ergebnisse eines US-amerikanischen Forscherteams, das einen Weg gefunden hat, Rezidive beim Osteosarkom durch CAR-T-Zellen wirksam zu verhindern. Damit ist es den Wissenschaftlern nicht nur gelungen, die Ausbreitung der Krebszellen in die Lunge und damit eine der Hauptursachen für die Sterblichkeit zu verhindern, sondern auch, das innovative Verfahren für seine Anwendung bei soliden Tumoren zu spezifizieren.
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