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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Kinder- und Jugendmedizin,
auch wenn die Infektion mit dem Corona-Virus bei Kindern und Jugendlichen meist mild oder gar asymptomatisch verläuft, können die Betroffenen Wochen später lebensbedrohlich erkranken. Sie entwickeln dann das Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome (PIMS), bei dem ihr Immunsystem außer Kontrolle gerät und Organe angreift. Bislang vermuteten Wissenschaftler, dass diese Reaktion auf das SARS-CoV-2-Virus selbst zurückzuführen ist. Nun haben Forschende der Charité Berlin und des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums einen anderen Schuldigen identifiziert: das Epstein-Barr-Virus (EBV). Wie die Mediziner zeigen konnten, gelingt es den Immunzellen durch die Corona-Infektion nicht mehr, EBV-infizierte Körperzellen abzutöten. Ursache hierfür sind hohe Spiegel des Botenstoffs TGFβ, die der Körper der Kinder infolge der Corona-Infektion produziert. In der Blockade des Botenstoffs sehen die Forschenden eine vielversprechende Therapieoption.
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Eine aufschlussreiche Lektüre und ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen
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