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Liebe Leserinnen und Leser,
Luftschadstoffe können zu zahlreichen Erkrankungen führen – von Asthma bei Kindern bis hin zu Lungenkrebs bei Nichtrauchern. Doch nicht nur die Atemwege werden durch Feinstaub, Stickstoffdioxid und Co. angegriffen, auch der Stoffwechsel, die kardiovaskuläre Gesundheit und sogar das Sehvermögen leiden darunter. Und das bereits bei Kindern.
Allerdings basieren diese Erkenntnisse zumeist auf Beobachtungsstudien, die zwar einen Zusammenhang, aber keine Kausalität belegen können. Dieses Manko haben nun Forschende des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) in Bremen mithilfe einer Target Trial Emulation behoben. Auf Basis von Daten der IDEFICS/I.Family-Kohorte – einer der größten europäischen Studien zu Gesundheit und Lebensstil von Kindern – gelang es ihnen durch Simulation, kausale Effekte zwischen Luftqualität und Gesundheit abzuschätzen, ohne Kinder tatsächlich einem Risiko auszusetzen. Die Ergebnisse sind eindeutig: Eine geringere Feinstaubbelastung der Luft senkt den Blutdruck von Kindern und Jugendlichen deutlich. Auch der Zuckerstoffwechsel profitiert von sauberer Luft: Kinder, die geringeren Konzentrationen von Feinstaub und Ruß ausgesetzt sind, zeigen niedrigere Werte bei Insulinresistenz und Nüchternblutzucker.
Die Forschenden folgern daraus, dass Luftreinhaltung nicht nur die Umwelt schützt, sondern auch ein zentraler Faktor für die langfristige Prävention chronischer Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck ist – und das bereits im Kindesalter.
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