Ausgabe 31/2025

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Freitag, 01. August 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Nephrologie,

epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass bereits geringe Mengen Uran die Nieren schädigen können. In einer neuen US-Studie haben Forscher der Columbia University nun in einem Tiermodell gezeigt, dass die Verabreichung des radioaktiven Schwermetalls über das Trinkwasser zu Veränderungen in der Uran-Isotopenzusammensetzung in Organen wie der Niere führt. „Die Uran-Isotopenzusammensetzung im Urin kann somit eine empfindliche, nichtinvasive Messung der Uran-Bioakkumulation in der Niere ermöglichen, die zur Früherkennung von Nephrotoxizität und zur Vorbeugung irreversibler Nierenschäden beitragen könnte“, resümieren die Autoren.

Um die Nierenfunktion bei Diabetikern genauer vorherzusagen, haben Wissenschaftler der Juntendo Universität in Japan an der Entwicklung neuer Biomarker geforscht, die bestehende Marker ergänzen. Anhand von Blutproben berechneten sie eGFRdiff. Dieser Wert spiegelt die Unterschiede zwischen den auf Cystatin C und Kreatinin basierenden Nierenfunktionswerten wider und bestimmt den Serumspiegel des Wachstumsdifferenzierungsfaktors 15 (GDF-15). In der neuen Studie zeigte sich ein starker Zusammenhang: Patienten mit niedrigeren eGFRdiff-Werten waren einem deutlich höheren Risiko für das Fortschreiten einer chronischen Nierenkrankheit ausgesetzt, während bei Patienten mit erhöhten GDF-15-Werten ein höheres Risiko für eine erhöhte Sterblichkeit bestand.

Das könnte Sie auch interessieren: Eine neue Studie aus der Fachzeitschrift „Science Translational Medicine“ beschreibt ein neuartiges Instrument zur Beurteilung des Abstoßungsrisikos von Nierentransplantaten in Form des Zelloberflächenrezeptors SIRP-Alpha. Demnach können SIRP-alpha-Fehlpaarungen zu Abstoßungen, vorzeitiger Narbenbildung und Transplantatversagen beitragen.

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.




   Ihr
   Raphael Irmer

 

 
 
 
Uran im Trinkwasser: Möglicher Biomarker für Nierenschädigung identifiziert

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Eine neue Studie der Columbia University, USA, ergab, dass die Isotopenzusammensetzung von Uran als Biomarker verwendet werden kann, um die Ansammlung von Uran in den Nieren nichtinvasiv zu messen.

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Behandlungsvorteil: Kombination von Finerenon mit SGLT-2i

Kardiovaskuläre und renale Vorteile: Die neue CONFIDENCE-Phase- II-Studie zeigt, dass die gleichzeitige Einleitung einer Behandlung mit Finerenon (Kerendia®) und einem SGLT-2-Hemmer bei Patienten mit CKD in Verbindung mit einer T2D zu einer frühen und additiven Reduzierung der UACR vom Ausgangswert um 52 % an Tag 180 führte.

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Nierenfunktion bei Diabetes: GDF-15 und eGFRdiff könnten Identifizierung von Hochrisikopersonen verbessern

Forscher aus Japan haben beobachtet, dass zwei einfache Blutmarker das Fortschreiten von Nierenkrankheiten und die Sterblichkeit bei Menschen mit Diabetes unabhängig voneinander vorhersagen können.

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Laut einer Studie der Universität Pittsburgh, USA, können im Rahmen von Nierentransplantationen SIRP-alpha-Fehlpaarungen zu Abstoßungen, vorzeitiger Narbenbildung und Transplantatversagen beitragen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Mikroben und glomeruläre Filtrationsrate bei gesunden und chronisch nierenerkrankten Mäusen.
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KRT20 unterdrückt die exosomale Sekretion von PRDX2 und Ferroptose bei akutem Nierenversagen.
JASN 25.07.2025.

Wie ich schwierige Fälle von Antikörper-vermittelten glomerulären Erkrankungen behandle.
CJASN 29.07.2025.

Neue RRAGD-Varianten bei autosomal-dominanter Nierenhypomagnesiämie und therapeutische Perspektiven.
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Forscher aus China haben Stoffwechselveränderungen in den Nieren diabetischer Mäuse untersucht und acht räumlich unterschiedliche Metabolite gefunden, die mit dem Schweregrad Diabetischer Nephropathie in Zusammenhang stehen.

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KURZMELDUNGEN:

Eine aktuelle Übersichtsarbeit in „The Lancet“ diskutiert die derzeit relevanten Fortschritte auf dem Gebiet der Transplantationsmedizin.
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Der Campus des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden ist in diesem Jahr Zielort für die Sportler der „Radtour pro Organspende“.
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Im Handelsstreit zwischen den USA und der EU haben sich die Beteiligten auf einen Zollsatz in Höhe von 15 Prozent für die meisten EU-Importe in die USA geeinigt. Die Pharmabranche sieht dies mit Sorge.
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Labor und Nephrologie: Diagnose, Therapie und Prävention von Infektionserkrankungen in der Dialyse – Update für HBA
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Genetische Beratung, Diagnostik und Therapien von hereditären Nierenerkrankungen
10. Dezember 2025 - 11. Dezember 2025
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