Ausgabe 25/2026

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Freitag, 19. Juni 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

eine biomarkerbasierte Steuerung der Immunsuppression könnte die Transplantationsmedizin verändern: Die TTVguideIT-Studie zeigt, dass eine am Torque-Teno-Virus orientierte Tacrolimus-Dosierung bei stabilen Nierentransplantierten mit niedrigem Risiko der Standardtherapie nicht unterlegen ist. Die Ergebnisse sprechen laut den Forschern der Medizinischen Universität Wien (Österreich) für eine sichere Personalisierung der Immunsuppression nach Nierentransplantation.

Bei Betroffenen des Post-COVID-Syndroms (PCS) führte trotz erfolgreicher Entfernung vermuteter Autoantikörper die Immunadsorption in der IAMPOCO-Studie nicht zu einer Verbesserung zentraler Symptome. Die Daten sprechen laut den Autoren gegen einen generellen Einsatz der spezieller Blutwäsche-Verfahren bei Patienten mit PCS.

Das könnte Sie auch interessieren: Es gibt eine neue Leitlinie zum Kardiorenal-metabolischen Syndrom (CKM). Die enge Verknüpfung von Adipositas, chronischer Nierenkrankheit und kardiovaskulären Erkrankungen rückt dabei stärker in den Fokus der Versorgung. Vier Krankheitsstadien, neue Risikomodelle und die Empfehlung von GLP-1-basierten Therapien sollen außerdem eine frühere und gezieltere Intervention ermöglichen.

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.




   Ihr
   Raphael Irmer

 

 
 
 
Biomarker-gesteuerte Immunsuppression nach Nierentransplantation erfolgreich getestet

Biomarker-gesteuerte Immunsuppression nach Nierentransplantation erfolgreich getestet

Ein internationales Forschungsteam unter Koordination der Medizinischen Universität Wien hat in einer klinischen Studie gezeigt, dass eine am Torque-Teno-Virus orientierte Dosierung von Immunsuppression bei Nierentransplantierten sicher ist.

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eGFR-Slope bei C3G und die Bedeutung
von FABHALTA®

Bei der seltenen und chronischen Nierenkrankheit C3-Glomerulopathie (C3G)1 spielt die Nierenfunktion eine zentrale Rolle. Als quantitatives Maß der Krankheitsprogression und zur Bestimmung des Therapieerfolgs kann der Slope der geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR) genutzt werden.2,3 Als einzige zielgerichtete Therapie bei C3G zeigte FABHALTA®a eine Stabilisierung des eGFR-Slopes nach Therapiebeginn.b,4

Pflichtangaben | Referenzen

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Post-Covid-Syndrom: Blutwäsche zeigt in Studie keinen Nutzen für Betroffene

Die aktuell in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichte Studie  IAMPOCO stellt den Nutzen der Immunadsorption beim Post-COVID-Syndrom (PCS) infrage.

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Neu: Renalive® HP – Trinknahrung bei
Dialysepflicht

Die neue stoffwechseladaptierte Trinknahrung zum Diätmanagement bei bestehender oder drohender Mangelernährung dialysepflichtiger Patientinnen und Patienten – Renalive® HP von Fresenius Kabi – ist hochkalorisch, proteinreich und elektrolytreduziert. Empfohlen werden 1-2 Flaschen pro Tag. Für bewussten Genuss in den Geschmacksrichtungen Waldfrucht und Lemon Yoghurt verfügbar.

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Erste Leitlinie zum kardiorenal-metabolischen Syndrom setzt auf Früherkennung und interdisziplinäre Versorgung

Erste Leitlinie zum kardiorenal-metabolischen Syndrom setzt auf Früherkennung und interdisziplinäre Versorgung

Amerikanische Fachgesellschaften haben die erste Leitlinie zum kardiorenal-metabolischen Syndrom erarbeitet. Im Fokus stehen neben Prävention und Früherkennung auch das wachsende Spektrum an Behandlungsoptionen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Klinische Entscheidungsunterstützung bei chronischer Nierenerkrankung in der Primärversorgung. Eine Cluster-randomisierte klinische Studie.
JAMA Netw Open 08.05.2026

Gemessene und geschätzte glomeruläre Filtrationsraten und das Risiko für unerwünschte gesundheitliche Folgen.
JAMA 04.06.2026

Überleben nach nierenerhaltender Operation im Vergleich zur radikalen Nephroureterektomie bei Urothelkarzinom des Ureters: Eine auf SEER-Daten basierende Kohortenstudie mit Propensity-Score-Matching.
Medicine Plus 2026;3(2):100145.

Finerenon bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung infolge glomerulärer Erkrankungen. Eine randomisierte klinische Studie.
JAMA 05.06.2026

 
 

Nierenfibrose: Überexpression von SNAI1 trägt zur Progression der Erkrankung bei

Eine neue Studie der Mahidol University in Bangkok (Thailand) enthüllt, wie die Überexpression von SNAI1 zelluläre Seneszenz, Ribosomenbiogenese und DNA-Schäden in renalen Tubuluszellen vorantreibt.

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Organspenden: Warum Ärzte sie trotz Wunsch ablehnen

Organspenden: Warum Ärzte sie trotz Wunsch ablehnen

Tausende Menschen in Deutschland warten auf ein Spenderorgan. Mediziner der Berliner Charité schildern, wie Spenden oft an einer Gesetzesgrundlage scheitern.

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KURZMELDUNGEN:

Das neue KfH-Präsidium für die kommenden fünf Jahre wurde gewählt. Neuer Präsi­diums­vorsitzender ist Prof. Harald Schmitz. Seine Stellvertretung übernimmt Prof. Miriam Christine Banas.
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Auf dem ERA 2026 hat Prof. Michael Balzer eine Auszeichnung für seine wissenschaftliche Arbeit zu neuen Ansätzen in der Behandlung chronischer Nierenkrankheiten und akuter Nierenschäden erhalten.
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Die stark steigenden Kosten für die medizinische Versorgung sollen gebremst werden. Dafür macht sich die Koalition jetzt konkret an ein Gesetz. Kommt es durch und im straffen Zeitplan ans Ziel?
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TERMINE:

XXII. Nephrologisches Gespräch
24. Juli 2026
München

8th International Conference on Nephrology
27.–28. Juli 2026
Rom (Italien)

30th European Nephrology Conference
27.–28. August 2026
Berlin

Nephrologische Intensivtherapie
31. August – 3. September 2026
Berlin

 
 

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