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Liebe Leserinnen und Leser,
eine ausgeprägte HLA-Sensibilisierung erschwert die Transplantation eines geeigneten Spenderorgans erheblich und kann sie in manchen Fällen unmöglich machen. Einen Ausweg könnte hier ein Wirkstoff aus der Onkologie darstellen. Eine aktuelle Studie aus Österreich beschreibt den Fall eines 37-jährigen Patienten, der nach zwei vorangegangenen Nierentransplantationen eine besonders ausgeprägte HLA-Sensibilisierung entwickelt hatte – eine erneute Transplantation schien bei ihm nicht machbar. Das Blatt wendete sich jedoch durch die Gabe des Wirkstoffes Teclistamab, der bis dato in der Myelomtherapie eingesetzt wird: damit konnten die HLA-Antikörper des Patienten nachhaltig reduziert und eine erfolgreiche Nierentransplantation durchgeführt werden. Die Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven für Patienten mit ausgeprägter HLA-Sensibilisierung – weitere Studien laufen bereits.
Mini-perkutane Nephrolithotomie (Mini-PCNL) oder extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) bei pädiatrischen Nierensteinen? Eine prospektive, randomisierte Studie aus der Fachzeitschrift „Journal of Endourology“ zeigt: Bei Kindern mit Nierensteinen mit einer Größe von ein bis zwei Zentimeter erzielt die Mini-PCNL eine deutlich höhere Steinfreiheitsrate als die ESWL – bei vergleichbarer Komplikationsrate. Im entsprechenden Artikel lesen Sie die wichtigsten Ergebnisse und deren Relevanz für die kinderurologische Praxis.
Das könnte Sie auch interessieren: Ein chinesisches Forscherteam entwickelte für das Nierenzellkarzinom (RCC) auf Basis von sieben Plasma-Metaboliten ein KI-gestütztes Diagnosemodell mit hoher Treffsicherheit. Die multizentrische Studie zeigt laut den Autoren, dass die Metabolom-Signatur das Potenzial hat, die RCC-Diagnostik zu verbessern.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.
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