Ausgabe 36/2026

Klicken Sie hier, um diesen Newsletter online anzusehen!

newsletter-logo-kom-onko
 
 

Dienstag, 01. September 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

wie bereits im letzten Newsletter steht auch diese Woche ein – allerdings präklinischer – Erfolg einer Zelltherapie gegen einen soliden Tumor im Fokus. US-Wissenschaftler konnten an Mäusen zeigen, dass die Entfernung des Gens für Regnase-1 aus gentechnisch veränderten Immunzellen deren Wirksamkeit bei der Behandlung rezidivierter Osteosarkome erhöht. Diese CAR-T-Zellen ohne Regnase-1 kontrollierten in Osteosarkom-Modellen Tumore und verhinderten Lungenmetastasen. Normalerweise wirkt das Enzym als „Bremse“ der Immunfunktion. Dabei stellte das Team außerdem fest, dass die modifizierten CAR-T-Zellen die Tumormikroumgebung verändern und erfreulicherweise langfristig wirken. Dieser Ansatz wird nun in einer Phase-I-Studie getestet.

Außerdem haben wir diese Woche einige Themen aus dem Bereich dermatologische Onkologie: So scheint bei immunsupprimierten Patienten mit nicht melanozytärem Hautkrebs die verminderte Antitumorabwehr nicht primär auf fehlende Immunzellen zurückzugehen. Forschende der University of Texas (USA) analysierten Tumoren von 138 Betroffenen. Sie fanden weitgehend die gleichen Immunzelltypen wie bei immunkompetenten Patienten, jedoch mit veränderter räumlicher Organisationgeringerer intratumoraler Makrophagendichte und reduzierter T-Zell-Rezeptordiversität. Besonders auffällig war eine eingeschränkte Signalübertragung der Makrophagen, die T-Zellen normalerweise bei der Erkennung und Bekämpfung von Tumorzellen unterstützen.

Neues gibt es zudem zur Melanom-Therapie: So könnten bei Patienten, die Immuncheckpoint-Inhibitoren erhalten, Veränderungen in B- und T-Zell-Populationen Hinweise auf das Ansprechen, das Risiko für Nebenwirkungen und den weiteren Krankheitsverlauf geben. Interessant erscheint auch der Ansatz, an die zielgerichtete Therapie beim BRAF-mutierten Melanom einmal ganz anders heranzugehen: So haben in den USA Mathematiker die mathematische Modellierung mit Methoden der optimalen Steuerung kombiniert, um Behandlungspläne zu bestimmen, die sowohl die Tumorlast als auch die therapieassoziierte Toxizität minimieren. Demnach könnte die beste Strategie in einer schrittweisen Dosisreduktion bestehen, anstatt in wiederholten Therapiephasen und -pausen.

Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal sowie unserer Zeitschrift KOMPAKT ONKOLOGIE. Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine ruhige Sommerwoche!




   Ihre
   Sandra Frins

 

 
 
Osteosarkom: Aufhebung der Immunbremse verbessert CAR-T-Zell-Therapie

Osteosarkom: Aufhebung der Immunbremse verbessert CAR-T-Zell-Therapie

Wissenschaftler des St. Jude Children’s Research Hospital in Memphis (USA) haben entdeckt, dass die Entfernung des Gens für Regnase-1 aus gentechnisch veränderten Immunzellen deren Wirksamkeit bei der Behandlung rezidivierter Osteosarkome erhöht.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
 
    Advertorial    
 
 

Therapie unfitter AML-Patienten:
Status Quo und neue Wege

HMA-basierte Regime bilden das Rückgrat der Behandlung unfitter AML-Patienten.1 Doch welches Regime passt wann am besten? Und wie fügt sich die kürzlich zugelassene vollständig orale Kombination aus Decitabin/Cedazuridin und Venetoclax2,3 in die Therapielandschaft ein? Unter anderem darüber diskutieren Prof. C. Röllig (Dresden) und Dr. V. Petzer (Innsbruck) beim WebUp am 15.09. von 18:30–19:30h.

Pflichttext & Quellen

260820_Advertorial_FOMF_200x250_OTS-INA_V1
 
 
 

Immunzelldysfunktion bei nicht melanozytärem Hautkrebs

Tumoren immunsupprimierter Patienten enthalten insgesamt weitgehend die gleichen Immunzelltypen wie jene immunkompetenter Betroffener. Die eingeschränkte Signalübertragung von Makrophagen könnte jedoch die Antitumorabwehr schwächen.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
    Advertorial    
 
 

MIT ZEJULA ERHALTEN, WAS SIE GEMEINSAM ERREICHT HABEN.

Jede geeignete Patientin mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom verdient eine 1L Erhaltungstherapie, die dazu beitragen kann, Behandlungserfolg und Progressionsfreiheit langfristig zu erhalten.1,4,*
*ZEJULA ist eine rein orale Therapie mit 1x täglicher Einnahme und für alle Biomarker-Varianten zugelassen.1

Pflichtangaben

Zejula_Langzeitwirksamkeit_200x250
 
 
 
 
B- und T-Zell-Signaturen als Marker bei Immuntherapie des Melanoms

B- und T-Zell-Signaturen als Marker bei Immuntherapie des Melanoms

Bei Patienten mit Melanom, die eine Immuncheckpoint-Inhibition erhalten, könnten Veränderungen in B- und T-Zell-Populationen Hinweise auf das Ansprechen, das Risiko für Nebenwirkungen und den weiteren Krankheitsverlauf geben.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
 
    Advertorial    
 
 

4-Jahresdaten: Langfristiger Vorteil von OPDIVO® + YERVOY®1

In der CheckMate 9DW zeigt OPDIVO® + YERVOY® bei HCC-Patient:innen nach 52,5 Monaten medianem Follow-up ein anhaltend überlegenes Gesamtüberleben gegenüber LEN/SOR und bestätigt damit den nachhaltigen klinischen Nutzen der IO/IO Kombination.1

Fachinformation | Quellen

Visual_Opa-Enkelkinder-Strand_200x250px
 
 
 

Mathematisches Modell zur Anpassung der Melanomtherapie

Ein mathematisches Modell legt nahe, dass beim Melanom eine schrittweise Dosisreduktion die Tumorkontrolle verbessern und zugleich die therapiebedingte Toxizität verringern könnte. Klinische Studien müssen den Ansatz noch bestätigen.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
    Advertorial    
 
 

ADO 2026: Mogamulizumab bei CTCL –
Evidenz & Praxis

Wie lassen sich aktuelle Studiendaten in individuelle Therapieentscheidungen beim kutanen T‑Zell‑Lymphom (CTCL) überführen? Im Kyowa-Kirin-Symposium auf dem ADO-Kongress 2026 betrachten Prof. Dr. Assaf, Prof. Dr. Nicolay und PD Dr. Booken die neueste Evidenz zu Mogamulizumab – inkl. prognostischer Faktoren und praxisnahem Nebenwirkungsmanagement. 10.09.2026, 13:30 Uhr, Telemann-Saal, Kongresshalle Leipzig.

Pflichttext

KPO-0N-26-0220_Advertorial_Biermann_200x250px_Verlag
 
 
 
 
Neue Biomarker-Kombination könnte Metastasierungsrisiko bei Brustkrebs vorhersagen

Neue Biomarker-Kombination könnte Metastasierungsrisiko bei Brustkrebs vorhersagen

Das Metastasierungsrisiko bei Brustkrebs lässt sich möglicherweise anhand des Zusammenspiels zweier Gene besser einschätzen. Eine neue Studie zeigt, dass die Kombination aus SUCLA2 und USP10 mit dem fernmetastasenfreien Überleben zusammenhängt und dabei auch die Behandlungssituation eine Rolle spielt.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 

 
 

Hochrisiko-Prostatakrebs ohne Metastasen: Testosteron als Biomarker für Docetaxel-Zusatz

Der Testosteron-Wert kann bei ansonsten gesunden Patienten mit nicht metastasiertem Hochrisiko-Prostatakrebs als Biomarker für die Frage dienen, ob Docetaxel zusätzlich zu einer Strahlentherapie (RT) und Androgendeprivationstherapie (ADT) verabreicht werden sollte.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 

Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Überlegungen zur systemischen Therapie bei älteren Erwachsenen mit Brustkrebs im Frühstadium: Ein Überblick.
JAMA Oncol 27.08.2026

Radiochemotherapie versus Kurzzeit-Strahlentherapie für den an das Ansprechen angepassten Organerhalt bei Rektumkarzinomen im frühen und intermediären Stadium (STAR-TREC): Zwölf-Monats-Ergebnisse einer internationalen, multizentrischen, unverblindeten, randomisierten Phase-II/III-Studie mit parallelen Gruppen.
Lancet Oncol 2026;27(9):1120-1113.

Postmastektomie-Strahlentherapie der Brustwand bei Brustkrebs (SUPREMO): Fünf-Jahres-Ergebnisse zur Lebensqualität aus einer randomisierten, kontrollierten Phase-III-Studie.
Lancet Oncol 2026;27(8);959-972.

Adjuvantes Pembrolizumab zur Behandlung des klarzelligen Nierenzellkarzinoms: Fünf-Jahres-Ergebnisse der Phase-III-Studie KEYNOTE-564.
Ann Oncol 26.08.2026

Eine Bestrahlung des Thymus ist mit einer schlechteren Prognose bei Patienten mit NSCLC verbunden.
Ann Oncol 25.08.2026

 
 
 
HPV-negatives HNSCC: Nivolumab plus Chemotherapie

HPV-negatives HNSCC: Nivolumab plus Chemotherapie

Wie eine klinische Phase-II-Studie zeigen konnte, führt die neoadjuvante Kombination aus Nivolumab plus Chemotherapie bei HPV-negativen HNSCC bei mehr als der Hälfte der Patienten zu einem tiefen Tumoransprechen.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
 

PANORAMA:

US-Forscher haben Lipid-Nanopartikel entwickelt, die eine Kombination aus krebsbekämpfenden Therapien zur Behandlung des oralen Platten­epithelkarzinoms gezielt an Ort und Stelle bringen.
Weiterlesen ...

US-Forscher haben einen biologischen Prozess identifiziert, der erklären könnte, warum es bei Darmkrebs zu einem schweren Muskel- und Knochenschwund kommt – insbesondere in fortgeschrittenen Stadien.
Weiterlesen ...

Das Metastasierungsrisiko bei Brustkrebs lässt sich möglicherweise anhand des Zusammenspiels zweier Gene besser einschätzen.
Weiterlesen ...

Ausländische Ärzte sind für Deutschland unverzichtbar, sagt Ärztepräsident Reinhardt. Und er stellt sich damit gegen Forderungen der AfD.
Weiterlesen ...

TERMINE:

Management von Cyber-Risiken im Gesundheitswesen
23. September 2026
online

3rd CRIION Symposium: The Potential of AI to Control Cancer
24.–25. September 2026
Freiburg im Breisgau

5th Breakthrough in Gynaecologic Oncology
24.–25. September 2026
Venedig (Italien)

29. Chirurgische Forschungstage
24.–26. September 2026
Magdeburg

CMMC Symposium in Molecular Medicine
28.–30. September 2026
Köln

Deutscher Kongress für Laboratoriumsmedizin 2026
30. September – 2. Oktober 2026
Hamburg

 
 

„KOMPAKT ONKOLOGIE“ ist ein Titel der Biermann Verlag GmbH in Köln. Sie erhalten diese E-Mail, da Sie für diesen Newsletter angemeldet sind. Sie können in unserem Fachportal weitere Newsletter zu verschiedenen medizinischen Fachrichtungen abonnieren. Sollten Sie kein Interesse mehr an diesem Newsletter haben, können Sie sich hier abmelden. Haben Sie Fragen oder Anregungen zu unseren Themen und Inhalten, freuen wir uns auf Ihre E-Mail: [email protected]. Bitte beachten Sie, dass dieser Newsletter nur Angehörigen der Heilberufe gemäß HWG §10 zugänglich gemacht werden darf; das gilt auch für das Weiterempfehlen und Weiterleiten.

Impressum: Biermann Verlag GmbH | MedCon Health Contents GmbH | HRB Bonn 11110 | HRB Köln 78926

Geschäftsführer: Dr. med. Hans Biermann

Hier vollständiges Impressum aufrufen