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Liebe Leserinnen und Leser,
wie bereits im letzten Newsletter steht auch diese Woche ein – allerdings präklinischer – Erfolg einer Zelltherapie gegen einen soliden Tumor im Fokus. US-Wissenschaftler konnten an Mäusen zeigen, dass die Entfernung des Gens für Regnase-1 aus gentechnisch veränderten Immunzellen deren Wirksamkeit bei der Behandlung rezidivierter Osteosarkome erhöht. Diese CAR-T-Zellen ohne Regnase-1 kontrollierten in Osteosarkom-Modellen Tumore und verhinderten Lungenmetastasen. Normalerweise wirkt das Enzym als „Bremse“ der Immunfunktion. Dabei stellte das Team außerdem fest, dass die modifizierten CAR-T-Zellen die Tumormikroumgebung verändern und erfreulicherweise langfristig wirken. Dieser Ansatz wird nun in einer Phase-I-Studie getestet.
Außerdem haben wir diese Woche einige Themen aus dem Bereich dermatologische Onkologie: So scheint bei immunsupprimierten Patienten mit nicht melanozytärem Hautkrebs die verminderte Antitumorabwehr nicht primär auf fehlende Immunzellen zurückzugehen. Forschende der University of Texas (USA) analysierten Tumoren von 138 Betroffenen. Sie fanden weitgehend die gleichen Immunzelltypen wie bei immunkompetenten Patienten, jedoch mit veränderter räumlicher Organisation, geringerer intratumoraler Makrophagendichte und reduzierter T-Zell-Rezeptordiversität. Besonders auffällig war eine eingeschränkte Signalübertragung der Makrophagen, die T-Zellen normalerweise bei der Erkennung und Bekämpfung von Tumorzellen unterstützen.
Neues gibt es zudem zur Melanom-Therapie: So könnten bei Patienten, die Immuncheckpoint-Inhibitoren erhalten, Veränderungen in B- und T-Zell-Populationen Hinweise auf das Ansprechen, das Risiko für Nebenwirkungen und den weiteren Krankheitsverlauf geben. Interessant erscheint auch der Ansatz, an die zielgerichtete Therapie beim BRAF-mutierten Melanom einmal ganz anders heranzugehen: So haben in den USA Mathematiker die mathematische Modellierung mit Methoden der optimalen Steuerung kombiniert, um Behandlungspläne zu bestimmen, die sowohl die Tumorlast als auch die therapieassoziierte Toxizität minimieren. Demnach könnte die beste Strategie in einer schrittweisen Dosisreduktion bestehen, anstatt in wiederholten Therapiephasen und -pausen.
Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal sowie unserer Zeitschrift KOMPAKT ONKOLOGIE. Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine ruhige Sommerwoche!
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