Ausgabe 06/2025

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Dienstag, 03. Februar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

als die ersten Hinweise zum Einfluss des Darmmikrobioms auf den Erfolg von Immuntherapien auftauchten, klang das noch nach anekdotischer Evidenz.  Doch nun konnte eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-IIa-Studie in „Nature Medicine“ belegen, dass die Stuhltransplantation die Wirksamkeit der Immuntherapie bei Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom erhöhen kann: Nach einem Jahr waren 70 Prozent der Teilnehmer mit Stuhltransplantation progressionsfrei, verglichen mit 41 Prozent in der Placebo-Gruppe. Das war zwar noch nicht statistisch signifikant, aber hinzu kommen eine höhere Ansprechrate (52% vs. 32%) und ein längeres medianes progressionsfreies Überleben (24 Monate vs. 9).

Falls Sie den Spiegel abonniert haben sollten, finden Sie dort ein interessantes Interview mit Prof. Judith Gebauer, die im Mai die neu geschaffene Professur Cancer Survivorship an der Universitätsmedizin Leipzig übernommen. Gebauer beschäftigt sich mit dem immer wichtiger werdenden Thema der Spätfolgen bzw. ihrer Vorsorge.   

Damit Patienten mit einem Krebsdispositionssyndrom erst gar nicht an Krebs erkranken, testen Wissenschaftler einen vielversprechenden Impfstoff beim Lynch-Syndrom. Dieser Impfstoff trainiert das Immunsystem gegen Frame-Shift-Peptide. Ein Jahr nach der Behandlung zeigten sich weniger Krebsvorstufen und keine neuen fortgeschrittenen Polypen. Nach einem – ganz grob – ähnlichen Mechanismus klingen aktuelle Ergebnisse zum Li-Fraumeni-Syndrom: Hier zeigt sich, dass das Immunsystem bei einigen veränderten Formen des TP53-Proteins kleine Fragmente als abnormal erkennt – was mit einem geringeren Krebsrisiko einhergeht.

Wenn es nicht gelingt, die Krebszellen direkt anzugreifen, knöpfen wir uns doch stattdessen per CAR-T-Zelltherapie die Tumor-assoziierten Makrophagen vor – das scheinen sich Wissenschaftler der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York gedacht zu haben. In präklinischen Modellen zeigte dieser innovative Ansatz bereits Erfolg gegen metastasierten Eierstock- und Lungenkrebs.

Eine neuartige, sofort verfügbare CAR-T-Zell-Therapie namens WU-CART-007 für Kinder mit T-Zell-Leukämie befindet sich hingegen bereits in einer Phase-II-Studie: Dabei wird per Genomeditierung der CD7-Rezeptor von den Spender-T-Zellen entfernt.  WU-CART-007 ist allerdings zur Überbrückung bis zur Transplantation gedacht und nicht als definitive Therapie.

Mehr zu diesen und weiteren Nachrichten finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Portal sowie in unserer Zeitschrift KOMPAKT ONKOLOGIE.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche!




   Ihre
   Sandra Frins

 

 
 
Stuhltransplantation verbessert Erfolg von Immuntherapie bei Nierenkrebs

Stuhltransplantation verbessert Erfolg von Immuntherapie bei Nierenkrebs

Eine neue italienische Studie in „Nature Medicine“ liefert überzeugende Evidenz dafür, dass die Stuhltransplantation (FMT*) die Wirksamkeit der Immuntherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem metastasiertem Nierenzellkarzinom (mRCC) steigern kann.

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Behandlung unfitter AML-Patienten
mit Decitabin/Cedazuridin

Wer kann von der bisher einzigen oralen HMA-Monotherapie in dieser Indikation besonders profitieren? Worin liegen die Unterschiede zu den herkömmlichen parenteralen HMA? Und worauf sollte während der Therapie geachtet werden? Erfahren Sie mehr zu Decitabin/Cedazuridin (INAQOVI®) auf dem DKK am Stand D1.2 von Otsuka. Für weitere Informationen und Erfahrungsberichte vorab klicken Sie hier.

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Lynch-Syndrom: Präventiver Impfstoff vielversprechend

Der experimentelle Krebsimpfstoff NOUS-209 stimuliert das Immunsystem sicher dahingehend, Krebsvorstufen und -zellen bei Menschen mit Lynch-Syndrom gezielt anzugreifen. Dies geht aus einer aktuellen Studie in „Nature Medicine“ hervor.

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Einfach bessere Aussichten: DATROWAY® beim HR+/HER2– mBC

DATROWAY® (Datopotamab deruxtecan) ist seit April 2025 für Patient:innen mit HR+/HER2– mBC nach ET und CT zugelassen. Damit deckt DATROWAY® das gesamte HER2-negative Spektrum von HER2-low bis HER2-null ab.1,2 

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Li-Fraumeni-Syndrom: Das Immunsystem beeinflusst das Krebsrisiko

Li-Fraumeni-Syndrom: Das Immunsystem beeinflusst das Krebsrisiko

Eine aktuelle Studie liefert neue Ansätze für die personalisierte Versorgung von Patienten mit Li-Fraumeni-Syndrom.

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Starker Langzeit-OS-Vorteil im
Real-World-Setting beim HCC

Ein mOS von 22,8 Monaten und eine 3 ½ Jahres-OS-Rate von 44 %: Die einzigartigen Daten der CHIEF-Kohorte belegen den dauerhaften Nutzen von Tecentriq® (Atezolizumab) plus Bevacizumab beim fortgeschrittenen hepatozellulären Karzinom (HCC). Sie bestätigen den signifikanten OS-Vorteil aus der klinischen Studie IMbrave150 und untermauern den Status als ein etablierter Standard in der Erstlinie.

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Mit „Trojanischem Pferd“ gegen metastasierte Tumoren

Ein neuartiger CAR-T-Zell-Ansatz zielt auf die „Bodyguards“ des Tumors ab und wandelt Feinde in Verbündete um, um Tumore zu eliminieren. In präklinischen Modellen für metastasierten Eierstock- und Lungenkrebs war er bereits erfolgreich.

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Therapie des mCRC mit FRUZAQLA®: Erfahrungen aus der Praxis

In der refraktären Situation steht für die Versorgung von Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) Fruquintinib als zielgerichtete Therapie zur Verfügung.1 Den Stellenwert dieser oralen, chemotherapiefreien Option erläutert Prof. Dr. Dirk Arnold (Hamburg) im Video-Interview. FRUZAQLA® kann Patienten ein verlängertes mOS von nahezu 3 Monaten bei Erhalt der Lebensqualität bieten.2-5

Pflichttext | Referenzen | C-APROM/DE/FRZ/0123

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ALFA-K hilft vorherzusagen, wie sich Krebszellen entwickeln

ALFA-K hilft vorherzusagen, wie sich Krebszellen entwickeln

Wissenschaftler des Moffitt Cancer Center haben eine neue Methode entwickelt, um vorherzusagen, wie sich Krebszellen durch den Gewinn und den Verlust ganzer Chromosomen entwickeln. Diese Veränderungen helfen Tumoren beim Wachstum, der Anpassung und der Resistenz gegen Behandlungen.

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Wandernde Tumorzellen: Die Viskosität entscheidet

Ein multidisziplinäres Forschungsteam hat untersucht, wie die mechanischen Eigenschaften von Tumorzellen ihren Metastasierungsweg beeinflussen, während sie durch die Blutgefäße zirkulieren.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Palbociclib für fortgeschrittenen Hormonrezeptor-positiven, HER2-positiven Brustkrebs
N Engl J Med 2026;394:451-462. 

Abschließende Analyse einer Studie zu Etranacogen Dezaparvovec bei Hämophilie B
N Engl J Med 2026;394:463-474.

Personalisierter, auf Multipeptiden basierender T-Zell-Aktivator für Chronische lymphatische Leukämie: eine unverblindete, monozentrische Phase-I-Studie
Lancet Haematol 14.01.2026

Fünf-Jahres-Ergebnisse zu Camrelizumab plus Chemotherapie beim rezidivierten oder metastasierten Nasopharynxkarzinom: Eine Sekundäranalyse der randomisierten klinischen Studie CAPTAIN-1st
JAMA Oncol 29.01.2026

Gewebefreie Analyse der zirkulierenden Tumor-DNA und Patienten-Outcome in einer Phase-III-Studie zur adjuvanten Chemotherapie auf FOLFOX-Basis (Alliance N0147)
J Clin Oncol 30.01.2026

 
 
 
Strahlentherapie bei Prostatakrebs: Ein Boost kann helfen

Strahlentherapie bei Prostatakrebs: Ein Boost kann helfen

Eine aktuelle Studie zeigt, dass bei externer Strahlentherapie wegen lokalisiertem Prostatakrebs ein fokaler Strahlen-Boost auf intraprostatische Tumorherde von Vorteil sein kann: Es ergab sich ein nachhaltiger Nutzen beim biochemisch krankheitsfreien Überleben nach zehn Jahren.

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Neuartige CAR-T-Zell-Therapie für Kinder mit T-Zell-Leukämie auf dem Prüfstand

Das Children’s Hospital Los Angeles beteiligt sich an einer Studie zu einer neuartigen CAR-T-Zell-Therapie für Kinder mit T-Zell-Leukämie. Das Prüfpräparat ist eine sofort verfügbare Therapie, die Geneditierung nutzt, um Nebenwirkungen zu minimieren.

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PANORAMA:

Prof. Rita Schmutzler wurde zum 01.02.2026 Präsidentin der Deutschen Krebshilfe und tritt damit die Nachfolge der bekannten Violinistin Anne-Sophie Mutter an.
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An der Medizinischen Hochschule Hannover wurde der erste Total-Body-PET/CT in Deutschland − der vierte weltweit − in Betrieb genommen.
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Eine US-amerikanische Untersuchung zeigt, dass Patienten mit Harnblasenkrebs, die gleichzeitig farbenblind sind, eine höhere Sterblichkeitsrate aufweisen als Normalsehende.
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Wie können Kliniken KI-Systeme so entwickeln und einsetzen, dass sie die Versorgung tatsächlich verbessern, anstatt medizinisches Fachpersonal zusätzlich zu belasten? Ein neuer Leitfaden gibt praxisnahe Empfehlungen.
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TERMINE:

37. Deutscher Krebskongress 2026
18. Februar 2026 - 21. Februar 2026
Berlin

AKO/AUO Intensivkurs Uro-Onkologie 2. Teil 2026
20. Februar 2026 - 21. Februar 2026
Online

Dermato-Onkologie UPDATE 2026
20. Februar 2026 - 21. Februar 2026
Berlin

Kontroversen in der Behandlung des Melanoms
20. Februar 2026
Berlin

Tagung des Fachverbandes für Dokumentation und Informationsmanagement in der Medizin
23. Februar 2026 - 24. Februar 2026
Leipzig

ASCO Genitourinary Cancers Symposium
26. Februar 2026 - 28. Februar 2026
San Francisco, USA

 
 

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