Ausgabe 45/2025

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Dienstag, 04. November 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

bislang gingen Wissenschaftler davon aus, dass Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) bei metastasierten Kolorektalkarzinomen mit intakter Mismatch-Reparatur (pMMR) wenig bringen. Offenbar gibt es aber eine Untergruppe, die durchaus davon profitieren kann. Ein niederländisches Team hat in der in „Nature“ erschienenen Phase-II-Studie NICHE Patienten mit frühem pMMR Kolonkarzinom charakterisiert, die auf neoadjuvantes Nivolumab plus Ipilimumab ein erhebliches pathologisches Ansprechen gezeigt haben: Deren Tumoren wiesen eingangs eine signifikant höhere Expression von Proliferationssignaturen, TCF1 sowie einen höheren Anteil an Ki-67-positiven Krebszellen und Ki-67-positiven CD8-positiven T-Zellen auf. Bemerkenswert erscheint mir, dass der Verlag die Studie in nicht redigierter Form zur Verfügung stellt, um die Ergebnisse schnell verfügbar zu machen. Ob eine Therapie bei Darmkrebs anschlägt oder nicht, kann übrigens in Magdeburg voraussichtlich künftig anhand patientenstämmiger Tumororganoide getestet werden.
An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass die S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom überarbeitet wurde. Aktualisiert wurden Empfehlungen zu erblich bedingtem Darmkrebs, Endoskopie und Therapie. Neu hinzugekommen sind Kapitel zur Pathologie, Supportivtherapie sowie Rehabilitation und Tertiärprävention. Als Schwerpunkte nennt die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) unter anderem den Umgang mit genetischen Risikogruppen, neue Konzepte in der neoadjuvanten und adjuvanten Therapie sowie Empfehlungen zu Ernährung, Bewegung und Psychoonkologie.
Eine Ausweitung der Indikationen wurde auch in der TALAPRO-2-Studie untersucht, hier bei Talazoparib für das metastasierte kastrationsresistente Prostatakarzinom (mCRPC): Bislang ist die Anwendung des PARP-Inhibitors an Mutationen in DNA-Reparaturgenen geknüpft. In TALAPRO-2 profitierten den Autoren zufolge auch Patienten ohne solche Mutationen vom Zusatz von Talazoparib zu Enzalutamid beim Gesamtüberleben. Diese Einschätzung sieht allerdings der Herausgeber unserer Zeitschrift KOMPAKT UROLOGIE kritisch: Aus den Daten ließe sich möglicherweise ein unterschiedliches medianes Überleben ablesen, ob dies aber ein klinisch relevantes unterschiedliches Sterberisiko anzeige, sei fraglich, gibt Prof. Michael Stöckle zu bedenken.
 
Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal und in unserer Zeitschrift KOMPAKT ONKOLOGIE.
Ich wünsche Ihnen eine entspannte Herbstwoche!




   Ihre
   Sandra Frins

 

 
 
Neoadjuvante Immuntherapie beim pMMR Kolonkarzinom

Neoadjuvante Immuntherapie beim pMMR Kolonkarzinom

Wider Erwarten gibt es offenbar einige Patienten mit frühem Mismatch-Reparatur-profizientem (pMMR) Kolonkarzinom, die auf eine neoadjuvante Immuncheckpoint-Blockade (ICB) ansprechen. Eine neue „Nature“-Studie zeigt potenzielle Biomarker auf.

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Truxima® (Rituximab) Anti-CD20-Therapie

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Neue Organoid-Pipeline für die Behandlung von Darmkrebs

Mit patientenstämmigen Tumororganoiden können die Wirksamkeit von Medikamenten vorab getestet und potenzielle Biomarker identifiziert werden. Die neue Organoid-Pipeline der Universitätsmedizin Magdeburg könnte so die personalisierte Behandlung von Darmkrebspatienten ermöglichen.

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Genau hinsehen: Die neue Videoreihe zur Lungenkrebstherapie

In dieser Videoreihe beleuchten PD Dr. med. habil. Möller & Prof. Dr. med. Schütte aktuelle Forschung und Therapieoptionen beim Lungenkrebs. Die Ärzteschaft erfährt praxisnah, wie sich neue Studienerkenntnisse in den Alltag übertragen lassen und welche Ansätze die Behandlung von Patienten verbessern.

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Zusatz von Talazoparib zu Enzalutamid verlängert das Überleben bei mCRPC

Zusatz von Talazoparib zu Enzalutamid verlängert das Überleben bei mCRPC

Die finale Analyse des Gesamtüberlebens (OS) in der TALAPRO-2-Studie zeigt einen signifikanten Vorteil, wenn die Patienten mit einem metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) Talazoparib zusätzlich zu Enzalutamid erhielten. Selbst Patienten ohne Mutationen in DNA-Reparaturgenen konnten profitieren. Ob die Therapie deshalb für alle mCRPC-Patienten infrage kommt, bleibt zunächst umstritten.

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Langzeitdaten zur STAMP-Inhibition

Mit zunehmender Behandlungslinie steigt das Risiko für Therapieversagen von ATP-kompetitiven Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI). Eine alternative Behandlung kann Asciminib bieten. Wie schlägt sich der TKI im Langzeitvergleich?

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Bakterielles Stoffwechselprodukt stärkt Körper nach Krebstherapie

Forschende aus Leipzig und München zeigen in einer Studie, wie ein bakterielles Stoffwechselprodukt die Darmbarriere schützt und die Regeneration der Darmschleimhaut durch Stammzellen fördert. Die Ergebnisse verdeutlichen zudem, dass das mikrobielle Produkt auch die Immunabwehr gegen Leukämie stärkt.

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Beim Multiplen Myelom mit SVd DOPPELT NEUSTARTEN nach DRd

NEXPOVIO® Selinexor (S) ist der erste XPO1-Inhibitor, der in Kombination mit Bortezomib (V) und Dexamethason (d) nach Daratumumab (D) + Rd einen doppelten Neustart mit zwei Substanzklassen ermöglicht 1,* - entsprechend den S3-Leitlinien.2

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Neue Therapie gegen aktive Hirnmetastasen

Neue Therapie gegen aktive Hirnmetastasen

Eine internationale klinische Studie unter Leitung der Medizinischen Universität Wien zeigt, dass Patritumab Deruxtecan (HER3-DXd) vielversprechende Wirkung bei Patienten mit aktiven Hirnmetastasen verschiedener Tumorarten entfalten kann. Sowohl bei Nichtkleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) als auch bei metastasiertem Brustkrebs konnten Patienten von der Behandlung profitieren, wie zwei simultane Publikationen in „The Lancet Oncology“ belegen.

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Eine starke Kombination für die parenterale
Ernährung

Das einzige Komplettpaket* in der parenteralen Ernährung für Anwender und Patienten**: Das bedarfsgerecht kombinierte SmofKabiven® Set enthält alle Makro- und Mikronährstoffe inkl. Vitamin K1. Die Vorteile: einfachere Verordnung mit nur einer Rezeptzeile, bis zu 24 € weniger Zuzahlung für Ihre Patienten*** sowie bis zu 5 % Budgetersparnis im Vergleich zu den Einzelpräparaten.****

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Mit laseraktivierten Antikörpern gegen Magen- und Darmkrebs

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) fördert ein gemeinsames Forschungsprojekt des Instituts für Anatomie an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der Immunotools GmbH mit mehr als einer halben Million Euro. Unter der Leitung von Dr. Irina Kube-Golovin forscht ein Team des Instituts für Anatomie dabei an der Entwicklung neuartiger Therapien zur Behandlung gastrointestinaler Karzinome.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Trastuzumab Deruxtecan plus Pertuzumab für HER2-positiven metastasierten Brustkrebs
N Engl J Med 29.11.2025

Europäische Studie zum Prostatakrebs-Screening – Nachbeobachtung über 23 Jahre
N Engl J Med 29.10.2025

Immuncheckpoint-Inhibitoren als unabhängige und synergistische Treiber von SJS/TEN
JAMA Oncol 30.10.2025

Perioperatives Camrelizumab plus Rivoceranib versus alleinige Operation bei Patienten mit resektablem hepatozellulären Karzinom mit mittlerem oder hohem Rezidivrisiko (CARES-009): eine randomisierte Phase-II/III-Studie
Lancet 19.10.2025

Konsequente Einhaltung der Leitlinien für körperliche Aktivität und das Risiko für Krebserkrankungen des Verdauungssystems sowie die daraus folgende Mortalität
JAMA Oncol 30.10.2025

 
 
 
Mit laseraktivierten Antikörpern gegen Magen- und Darmkrebs

Mit laseraktivierten Antikörpern gegen Magen- und Darmkrebs

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) fördert ein gemeinsames Forschungsprojekt des Instituts für Anatomie an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der Immunotools GmbH mit mehr als einer halben Million Euro. Unter der Leitung von Dr. Irina Kube-Golovin forscht ein Team des Instituts für Anatomie dabei an der Entwicklung neuartiger Therapien zur Behandlung gastrointestinaler Karzinome.

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PANORAMA:

Mehr als 6800 Teilnehmer besuchten vom 24. bis 27. Oktober 2025 die Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie – so viele wie noch nie.
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Das Netzwerktreffen der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs und des neu gegründeten Krebs Kollektiv in Köln zeigte, wie stark und vielfältig das Engagement für junge Menschen mit Krebs in Deutschland ist.
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Der GCT-Atlas ist die zentrale digitale Informationsplattform für gen- und zellbasierte Therapien (GCT) in Deutschland. Jetzt wurde er um eine neue Kartenebene zur Darstellung von Herstellungsstätten, die nach den Richtlinien guter Herstellungspraxis arbeiten, erweitert.
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Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert ein neues Emmy Noether-Projekt unter der Leitung von Dr. Jens Puschhof vom Deutschen Krebsforschungszentrum.
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TERMINE:

Fortbildungsveranstaltung in der Krebsregistrierung (ADT), Block 1
10. - 14. November 2025
online

MEDEAconnect: Online-Fortbildung zum Lungenkarzinom
12. - 13. November 2025
online

AKO Symposium Köln „Uro-Onkologie Update 2025“
14. - 15. November 2025
Köln

CIO Connect Thema: Kopf-Hals-Tumoren
19. November 2025
Aachen

Curriculum Onkologie – Tumorpatientinnen und –patienten bestmöglich versorgen
21. - 22. November 2025
Berlin

99. Wissenschaftliche Tagung der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie
21. - 22. November 2025
Berlin

 
 

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