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Liebe Leserinnen und Leser,
zugegeben, als erste Ergebnisse zum Einfluss des Darmmikrobioms auf die Immuntherapie beim Melanom publiziert wurden, war ich skeptisch. Doch das ist Jahre her – seitdem gab es (soweit ich das im Kopf habe) diverse Publikationen zu diesem Thema und nun auch eine, die Näheres über den Wirkmechanismus der gut charakterisierten Bakterienart Bifidobacterium animalis entdeckt hat: Offenbar wirkt diese über die Mannose-vermittelte Aktivierung zytotoxischer T-Zellen und verbessert so bei der Kombination mit einem Immuncheckpoint-Inhibitor im Melanom-Mausmodell die Therapieergebnisse. Ob das nicht nur im Mausmodell gilt, sondern auch auf den Menschen übertragbar ist, sollte sich leicht klären lassen – sowohl Mannose als auch das Probiotikum sind gut verträglich. Das klingt wieder fast zu gut, um wahr zu sein. Dies galt übrigens auch für eine in „Nature Medicine“ erschienene, ebenfalls chinesische Studie, der zufolge das Timing einer Immuntherapie entscheidenden Einfluss auf ihre Wirkung hat – sie wurde jetzt zurückgezogen.
Eine weitere aktuelle Studie zum Melanom zeigt auf, wie Biomarker die Kombinationstherapie steuern können. Denn Melanom-Zellen entwischen der Therapie oft, indem sie die Produktion antiapoptotischer Proteine der BCL2-Familie erhöhen – meist BCL2, BCL-xL und MCL1.Die Kombination von BRAF- und MEK-Inhibitoren mit jeweils passenden Inhibitoren schrumpfte die Tumoren im Labormodell, teils sogar vollständig.
Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal sowie in der aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift KOMPAKT ONKOLOGIE. Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine schöne Sommerwoche!
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