|
Liebe Leserinnen und Leser,
tut sich endlich etwas in der Früherkennung des Ovarialkarzinoms? Dafür sprechen zumindest neue Ergebnisse aus Schweden. In der aktuellen Studie erfasste eine elektronische Nase eine Vielzahl flüchtiger Substanzen, die von Blutplasmaproben abgegeben werden. Das Verfahren arbeitet mit einem spezifischen Muster für Eierstockkrebs, welches mithilfe von Künstlicher Intelligenz identifiziert wurde. In einem Test mit bekannten Proben erreichte es eine Genauigkeit von 97 Prozent – nach Angaben der Wissenschaftler ist es damit deutlich genauer als die derzeit auf dem Markt befindlichen Verfahren. Das Team aus Linköping hofft, das Verfahren innerhalb von drei Jahren in die Krebsvorsorge integrieren zu können.
Einen deutlichen Sprung nach vorne in der Therapie der Akuten myeloischen Leukämie bringt die RELAX-Studie: Demnach führt der Zusatz von Venetoclax zu einer intensiven Chemotherapie zu einer Remissionsrate von 75 Prozent, verglichen mit 40 Prozent in der historischen Kohorte. Bei den meisten Behandelten wurde auf diese Weise eine erfolgreiche Stammzelltransplantation möglich.
Dass ein gesunder Lebensstil auch noch nach einer Krebsdiagnose sehr viel Sinn macht, hat bereits eine Mitte Februar hier im Newsletter thematisierte Studie gezeigt. Eine andere Erhebung legt zu diesem Oberthema nun nochmal nach: Wird bei Frauen mit metastasiertem Brustkrebs eine bestehende Hypertonie mit einer Kombinationstherapie gut eingestellt, sinkt das Risiko für die Gesamtmortalität um 38 Prozent, bei hoher Adhärenz sogar um 58 Prozent.
Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal sowie in unserer Zeitschrift KOMPAKT ONKOLOGIE. Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine schöne Woche!
|