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Dienstag, 11. November 2025
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Liebe Leserinnen und Leser,
beginnen wir den Newsletter mit neuen Entwicklungen zu zwei der besonders tückischen Tumortypen: Laut aktuellen Studienergebnissen aus Japan kann anscheinend Gemcitabin – vor allem in der Erstlinie – die Prognose von Patientinnen mit platinresistentem klarzelligen Ovarialkarzinom verbessern. Demnach führte Gemcitabin, verglichen mit einigen anderen Chemotherapeutika, zu einem längeren Gesamtüberleben. Ähnliches galt für den Zusatz von Bevacizumab zu einer Chemotherapie: Mit diesen Kombinationen ergab sich signifikant längere Zeit bis zum Therapieversagen und ein Trend zu einem längeren Gesamtüberleben, verglichen mit einer alleinigen Chemotherapie.
Ein vielversprechender Ansatz gegen das Pankreaskarzinom steckt hingegen noch in den Kinderschuhen: die gleichzeitige Blockade der Signalwege PI3Kα/δ und SUMO. Bekannt war bereits, dass der PI3K-Signalweg für die Entstehung und Progression bei dieser Krebsart zentral ist. Leider scheiterte seine Blockade jedoch bislang daran, dass der Tumor darauf mit verstärkter Aktivierung der SUMOylierung reagiert. Dabei werden kleine SUMO-Proteine an bestimmte Zielproteine angehängt, wodurch deren Funktion und Stabilität verändert werden. Das hilft Krebszellen, sich an Stress anzupassen. Auch die alleinige Blockade der SUMOylierung würde nichts bringen, weil der Tumor dann wiederum auf den PI3K-Signalweg zurückgreift, wie die Wissenschaftler zeigen konnten. Eine kombinierte Therapie tötete hingegen die Krebszellen ab und aktivierte auch noch das Immunsystem. Bleibt abzuwarten, ob dieser vielversprechende Therapieansatz den Sprung in klinische Studien schafft.
Einen Griff in die Trickkiste planen Wissenschaftler bei pädiatrischen Ependymomen und möchten ihnen mit CAR-T-Zellen zu Leibe rücken. Ein internationales Forscherteam möchte zunächst durch bestimmte Botenstoffe eine Entzündungsreaktion speziell im Tumor auslösen und durch diese ‚Umprogrammierung‘ der zellulären Tumorumgebung den Tumor zugänglicher für CAR-T-Zellen zu machen. Für die Forschung dazu hat die Brain Tumor Charity UK rund 1,5 Mio. britische Pfund bereitgestellt. Eine klinische Studie zu diesem im Tiermodell sehr erfolgreichen Ansatz ist bereits in Planung.
Mehr zu diesen und weiteren Themen lesen Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal und im frisch erschienenen E-Paper der Ausgabe 7 von KOMPAKT ONKOLOGIE.
Ich wünsche Ihnen eine schöne Herbstwoche!
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Ihre Sandra Frins
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Offenbar kann Gemcitabin – insbesondere als Erstlinientherapie – die Prognose von Patientinnen mit platinresistentem (PR) klarzelligen Ovarialkarzinom (OCCC) verbessern. Darauf deuten Studienergebnisse aus Japan hin.
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Advertorial
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Behandlungsempfehlung laut Onkopedia Leitlinie zur Myelofibrose: Momelotinib wird bei Vorliegen einer klinisch symptomatischen, moderaten bis schweren Anämie in der Erstlinie und auch in der Zweitlinie nach Ruxolitinib-Versagen empfohlen.2 Alle Neuerungen der Leitlinie sowie der aktualisierte Therapiealgorithmus im Überblick.
Pflichtangaben
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Deutsche Wissenschaftler haben einen vielversprechenden Behandlungsansatz für Bauchspeicheldrüsenkrebs entdeckt. Durch die gleichzeitige Blockade zweier Signalwege – PI3Kα/δ und SUMO – sterben die Krebszellen ab und das Immunsystem wird aktiviert, um den Tumor zu bekämpfen.
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Advertorial
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Einziger PARP-Inhibitor mit klinisch relevantem OS-Vorteila,1 in der 1L-Erhaltungstherapie des fortgeschrittenen HRD-positiven Ovarialkarzinoms.b,1,2
Bei HRD-positiven Patientinnen konnte mit Lynparza® & Bevacizumab ein mOS von mehr als 6 Jahren (75,2 Monate)a,1 erreicht werden.
Pflichttext | Referenzen
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Für die Entwicklung einer neuartigen Immuntherapie beim Ependymom erhalten das Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg, das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Medizinische Fakultät Heidelberg eine Förderung in Höhe von 1,5 Millionen Britischen Pfund (GBP) von der britischen Organisation The Brain Tumor Charity.
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Advertorial
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ENHERTU® bewies deutliche Überlegenheit gegenüber der Standardtherapie beim HER2+ aGC in der 2L: mOS 14,7 vs. 11,4 Monate; mPFS 6,7 vs. 5,6 Monate im Vergleich zu Ramucirumab + Paclitaxel.#,°,1,2
Verweise/Pflichttext
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Schätzungen eines Simulationsmodells zufolge könnten routinemäßige Blutuntersuchungen – sogenannte Flüssigbiopsien – dazu beitragen, dass viele Krebsarten früher erkannt und Diagnosen im Endstadium deutlich reduziert werden.
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Advertorial
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Vectibix® (Panitumumab)1 kann durch die kurze Infusionszeit (30 Minuten*), keine verpflichtende Prämedikation oder Nachbeobachtung und die gute Infusionsverträglichkeit** eine patient:innenfreundliche Therapie ermöglichen. Klinische Studiendaten zeigten zudem für ausgewählte Subgruppen ein mOS# von 40 Monaten.2-6
Referenzen
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Die HYPOSTAT-II-Studie zur CyberKnife-Behandlung bei Prostatakrebs ist nach Angaben der Studienleitung erfolgreich abgeschlossen worden. Ihr schließt sich die HYPOSTAT-III-Studie an, die eine Therapie mit noch weniger Bestrahlungseinheiten testet.
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Die Wilhelm Sander-Stiftung unterstützt 15 vielversprechende Projekte aus verschiedenen Bereichen der Onkologie mit einer Fördersumme von insgesamt 2.601.092 Euro.
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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals
Zehn-Jahres-Überlebensrate nach Bestrahlung der Brustwand nach einer Mastektomie aufgrund von Brustkrebs N Engl J Med 2025;393:1771-1783.
Ezabenlimab und Induktionschemotherapie, gefolgt von adaptiver Radiochemotherapie bei Patienten mit squamösem Analkarzinom im Stadium III (INTERACT-ION): eine unverblindete, einarmige Phase-II-Studie Lancet Oncol 04.11.2025.
Pirfenidon zur Behandlung strahleninduzierter Lungenschäden der Grade 2 und 3: eine multizentrische, unverblindete, randomisierte Phase-II-Studie Lancet Oncol 06.11.2025
Patritumab Deruxtecan (HER3-DXd) bei Patienten mit aktiven Hirnmetastasen eines Nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms (TUXEDO-3): eine multizentrische, einarmige Phase-II-Studie Lancet Oncol Volume 2025;26(11):p1454-1466.
Patritumab Deruxtecan (HER3-DXd) bei Patientinnen mit aktiven Hirnmetastasen eines Mammakarzinoms (TUXEDO-3): eine multizentrische, einarmige Phase-II-Studie Lancet Oncol 2025;26(119):1467-1478.
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Bei Nierenzellkarzinomen mit Veränderungen der Mikrophthalmie-assoziierten Transkriptionsfaktorfamilie (MiTF RCC) könnten nach einem negativem FISH-Befund weitere Untersuchungen zu präziseren Diagnosen führen, so eine neue US-Studie.
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Forschende der Wake Forest University School of Medicine, Winston-Salem (USA), haben ein batterieloses Patch entwickelt, das eine frühere und präzisere Erkennung von Hautkrebs ermöglichen könnte.
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PANORAMA:
Die internationale Initiative PROMISE zur Verbesserung der Prostatakrebsdiagnostik per PSMA-PET wird mit dem Preis der Deutschen Hochschulmedizin 2025 ausgezeichnet. Weiterlesen ...
Mit Nicheformer haben Münchener Forschende das erste groß angelegte Foundation-Modell entwickelt, das Einzelzellanalysen mit räumlicher Transkriptomik verbindet und die Organisation von Zellen im Gewebe offenbart. Weiterlesen ...
Prof. Ângela Gonçalves vom DKFZ-Hector Krebsinstitut an der Universität Mannheim ist Preisträgerin des „Breakthrough of the Year 2025“ in der Kategorie Women’s Impact der Falling Walls Foundation. Weiterlesen ...
Ein internationales Forschungsteam unter Hamburger Beteiligung hat erste Einblicke in die Physiologie der Genesung gewonnen. Demnach kann der Konsum von drei im Nahrungseiweiß vorkommenden Aminosäuren für den Genesungsprozesses problematisch sein. Weiterlesen ...
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