Ausgabe 17/2026

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Dienstag, 21. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

gibt es mit dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Mocertatug Rezetecan künftig einen neuen Pfeil im Köcher zur Bekämpfung von platinresistenten Ovarial- (PROC) sowie Endometriumkarzinomen (EC)? Das lassen zumindest aktuelle Daten hoffen, die GSK am 12. April bei der Jahrestagung der Society of Gynecologic Oncology in San Juan, Puerto Rico, vorstellte. Demnach zeigte die Phase-I-Studie BEHOLD-1 Raten eines bestätigten objektiven Ansprechens von 62 Prozent beim PROC und 67 Prozent beim rezidivierten oder fortgeschrittenen EC. Da Wirksamkeit und Sicherheit vielversprechend erscheinen, sollen in diesem Jahr gleich fünf zulassungsrelevante Phase-III-Studien starten. Mocertatug Rezetecan richtet sich gegen den Immuncheckpoint B7-H4, der von Ovarial- und Endometriumkarzinomen weithin exprimiert wird und in normalem Gewebe nur in geringen Mengen vorkommt.

Eine neue Therapieoption könnte sich auch bei Kopf-Hals-Tumoren eröffnen: Bislang gab es bei Plattenepithelkarzinomen der Mund- und Rachenschleimhaut außer dem HPV-Status wenig Anhaltspunkte für den Verlauf. Nun haben Wissenschaftler aus Heidelberg und München in Tumorknospen – die mit aggressivem Tumorwachstum, Metastasenbildung und ungünstiger Prognose assoziiert sind – ein charakteristisches Muster der Genaktivität beschreiben können. Die Knospungs-Signatur besteht aus 28 Genen und ist ein Hinweis darauf, dass die Tumoren auf MEK-Inhibitoren reagieren könnten.

Manchmal passt ein Biomarker aber auch nicht zu dem, was in der Bildgebung zu sehen ist: Wenn es bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs unter Enzalutamid-Therapie zu einer radiologischen Progression ohne gleichzeitigen PSA-Anstieg kommt, ist Vorsicht geboten. Eine aktuelle Studie im „Journal of Clinical Oncology“ zeigt, welche klinische Bedeutung diese Konstellation hat.

Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal sowie in der aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift KOMPAKT ONKOLOGIE. Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine sonnige Frühlingswoche




   Ihre
   Sandra Frins

 

 
 
Ovarial-/Endometriumkarzinom: ADC gegen B7-H4 vielversprechend

Ovarial-/Endometriumkarzinom: ADC gegen B7-H4 vielversprechend

Positive Daten zu einem neuartigen, gegen B7-H4 gerichteten Antikörper-Wirkstoff-Konjugat präsentierte das britische Pharmaunternehmen GSK am 12. April im Rahmen einer Late-Breaking-Session auf der Jahrestagung der Society of Gynecologic Oncology (SGO) in San Juan, Puerto Rico.

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Jetzt ab Diagnose der CML

SCEMBLIX® ist seit November 2025 für neu diagnostizierte und vorbehandelte CML-Patient*innen in der chronischen Phase zugelassen.1 Eine kompakte Zusammenfassung der wichtigsten Daten aus der Zulassungsstudie finden Sie hier.

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Molekulare Signatur für aggressives Wachstum von Kopf-Hals-Tumoren entdeckt

Forschende aus Heidelberg und München haben die genetische Aktivität knospender Karzinome des Kopf-Hals-Bereichs untersucht. In den Tumorknospen fanden sie ein charakteristisches Muster der Genaktivität.

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Eine starke Kombination für die parenterale
Ernährung

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Enzalutamid-Therapie bei Prostatakrebs: Vorsicht bei radiologischer Progression ohne PSA-Anstieg

Enzalutamid-Therapie bei Prostatakrebs: Vorsicht bei radiologischer Progression ohne PSA-Anstieg

Laut einer aktuellen Analyse kann bei Enzalutamid-behandelten Prostatakrebspatienten eine radiologische Progression (rPD) häufig ohne PSA-Anstieg oder -Progression auftreten. Die Autoren raten daher zu einer regelmäßigen Überwachung dieser Patienten mittels Bildgebung.

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OMJJARA – empfohlen in der Onkopedia Leitlinie

Behandlungsempfehlung laut Onkopedia Leitlinie zur Myelofibrose: Momelotinib wird bei Vorliegen einer klinisch symptomatischen, moderaten bis schweren Anämie in der Erstlinie und auch in der Zweitlinie nach Ruxolitinib-Versagen empfohlen.2 Alle Neuerungen der Leitlinie sowie der aktualisierte Therapiealgorithmus im Überblick.

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Mit Bewegung und Ibuprofen gegen das Chemobrain

Bewegung und Ibuprofen können laut einer aktuellen Phase-II-Studie – einzeln oder in Kombination – die kognitive Funktion von Patienten unter Chemotherapie verbessern.

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Real-World Daten von 140 pädiatrischen
SR-aGvHD-Patienten

Obnitix® zeigte in dieser stark vortherapierten Patientengruppe eine Overall Response Rate von 62% an Tag 28, die sich bis Tag 60 auf 69% steigerte und mit dem OS korrelierte. Das Organ grading der Haut, Leber, unterem und oberem GI verbesserte sich bei 69%, 58%, 59%, and 40% der Patienten bis Tag 28. Die Daten unterstreichen zudem erneut das gute Sicherheitsprofil (Bader et al. EBMT).

Fachinformation 

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Wirkt Metformin bei Prostatakrebs ähnlich wie Bewegung?

Wirkt Metformin bei Prostatakrebs ähnlich wie Bewegung?

US-Forschende haben herausgefunden, dass Metformin bei nicht diabetischen Patienten mit Prostatakrebs möglicherweise ähnliche Effekte hat wie körperliche Aktivität. Das Medikament aktiviert ein zentrales Signalmolekül und könnte beeinträchtigte Patienten während der Krebstherapie unterstützen.

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Estradiol-Pflaster gleichwertig zu LHRH-Agonisten bei lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs

Zur Androgenentzugstherapie bei lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs hat sich die transdermale Verabreichung von Estradiol gegenüber LHRH-Agonisten als nicht unterlegen erwiesen. Dies gilt sowohl für die Überlebensergebnisse als auch für die Testosteronsenkung. Die Nebenwirkungen der Therapieformen unterschieden sich allerdings.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

18F-Fluordesoxyglukose-Positronenemissionstomographie zur Abschätzung des Behandlungserfolgs nach initialer Behandlung von metastasiertem Brustkrebs: Eine nicht randomisierte klinische Kohortenstudie.
JAMA Oncol 16.04.2026

Atezolizumab beim alveolären Weichteilsarkom: Ein Update zur klinischen Studie.
J Clin Oncol 18.04.2026

Selpercatinib und das Crossover-Dilemma: Möglicher Einfluss von Therapien nach der Progression auf das Gesamtüberleben.
J Clin Oncol 17.04.2026


Erstellung eines Proteom-Profils und molekulare Reklassifizierung des hochgradigen serösen Ovarialkarzinoms identifizieren prognostische Subtypen und Immuntherapie-Biomarker.
eBioMedicine 2026;127(106248).

Die integrative Analyse von Adenosin-bezogenen RNA-Modifikationen definiert molekulare Subtypen von Blasenkrebs und identifiziert CES1 als Treiber der Tumorprogression und Immuntherapieresistenz.
BMC Cancer 25.03.2026

 
 
 
Gleichwertigkeit von PET und MRT zur Bildgebung bei Glioblastom-Rezidiven belegt

Gleichwertigkeit von PET und MRT zur Bildgebung bei Glioblastom-Rezidiven belegt

Die deutsche GLIAA-Studie zeigt erstmals die Gleichwertigkeit von FET-PET sowie kontrastmittelverstärkter T1-MRT zur Bestrahlung des rezidivierten Glioblastoms: Bestrahlungsvolumina, medianes progressionsfreies Überleben und lokale Tumorkontrolle nach einem Jahr unterscheiden sich nicht signifikant.

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PANORAMA:

Eine Machbarkeitsstudie des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) in Dresden zeigt beispielhaft, dass sich die Expression des Transmembranproteins Nectin-4, das beim Urothelkarzinom stark exprimiert wird, per Bildgebung nachweisen lässt.
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Durch eine Kombination zweier Immunmarker lässt sich herausfinden, welche Patienten mit muskelinvasivem Hochrisiko-Urothelkarzinom von einer adjuvanten Immuntherapie mit einem Checkpoint-Inhibitor profitieren.
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Ein Labor ohne Menschen? An der TU Berlin ist das Realität. Ein vollautomatisiertes Labor führt mithilfe von Künstlicher Intelligenz und verschiedenen Robotern eigenständig Versuche und Analysen durch.
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TERMINE:

AKO Symposium „Was ändert sich in der Uro-Onkologie” (4-Teiler)
6. Mai 2026
Online, 3. Block

Onkologie Kompakt 2026
7.–9. Mai 2026
Undeloh

Grundlagen Ernährung in der Onkologie – Worauf kommt es an?
7. Mai 2026
Online

Hämato/Onko Refresher
8.–9. Mai 2026
Frankfurt am Main

Mammakarzinom – Gipfelstürmer 9
8.–9. Mai 2026
München

 
 

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