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Liebe Leserinnen und Leser,
gleich zwei Meldungen diese Woche beschäftigen sich mit dem Glioblastom: Einerseits zeigen Studienergebnisse aus Österreich, dass es sich nicht nur um einen isolierten Tumor handelt, sondern das gesamte Gehirn betroffen ist. Dabei ist das Glioblastom den Forschern zufolge – vereinfacht ausgedrückt – besonders gefährlich, wenn es stark vernetzte Schaltstellen und lokale Teilnetzwerke beeinträchtigt, die dem Gehirn helfen, Schäden auszugleichen.
Andererseits haben Bonner Wissenschaftler die Interaktion des Glioblastoms mit seiner Umgebung erforscht, genauer gesagt mit den Mikroglia. Deren Verhalten verändert sich offenbar im Verlauf der Tumorausbreitung. Möglicherweise könnte das gezielte Einwirken auf Mikroglia etwa über Medikamente helfen, die Ausbreitung des Tumors zu begrenzen und die Therapieergebnisse zu verbessern.
Zwei weitere Meldungen beschäftigen sich mit den Auswirkungen des Darmmikrobioms auf Krebs. So zeigt eine in „Cell“ publizierte Arbeit, dass die spezifische Zusammensetzung des Darmmikrobioms die Wahrscheinlichkeit vorhersagen kann, mit der ein Melanom nach einer Operation und Immuntherapie rezidiviert. Eine Studie aus Florida stellte ihrerseits bei Mäusen einen Zusammenhang zwischen Schlafmangel und der Progression von Kolorektalkarzinomen sowie der Wirksamkeit von Chemotherapie fest. Überrascht waren die Wissenschaftler davon, dass die durch Schlafmangel induzierten Veränderungen des Immunsystems über ein ebenfalls verändertes Darmmikrobiom vermittelt zu sein schienen. Und Krebspatienten schlafen ja vor lauter Sorgen oft besonders schlecht …
Mehr zu diesen Themen, Blasen- und Prostatakrebs sowie Akuter myeloischer Leukämie bei Kindern und weitere interessante Neuigkeiten finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal sowie in unserer Zeitschrift KOMPAKT ONKOLOGIE.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine sonnige Frühlingswoche!
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