Ausgabe 18/2026

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Dienstag, 28. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

gleich zwei Meldungen diese Woche beschäftigen sich mit dem Glioblastom: Einerseits zeigen Studienergebnisse aus Österreich, dass es sich nicht nur um einen isolierten Tumor handelt, sondern das gesamte Gehirn betroffen ist. Dabei ist das Glioblastom den Forschern zufolge – vereinfacht ausgedrückt – besonders gefährlich, wenn es stark vernetzte Schaltstellen und lokale Teilnetzwerke beeinträchtigt, die dem Gehirn helfen, Schäden auszugleichen.

Andererseits haben Bonner Wissenschaftler die Interaktion des Glioblastoms mit seiner Umgebung erforscht, genauer gesagt mit den MikrogliaDeren Verhalten verändert sich offenbar im Verlauf der Tumorausbreitung. Möglicherweise könnte das gezielte Einwirken auf Mikroglia etwa über Medikamente helfen, die Ausbreitung des Tumors zu begrenzen und die Therapieergebnisse zu verbessern.

Zwei weitere Meldungen beschäftigen sich mit den Auswirkungen des Darmmikrobioms auf Krebs. So zeigt eine in „Cell“ publizierte Arbeit, dass die spezifische Zusammensetzung des Darmmikrobioms die Wahrscheinlichkeit vorhersagen kann, mit der ein Melanom nach einer Operation und Immuntherapie rezidiviert. Eine Studie aus Florida stellte ihrerseits bei Mäusen einen Zusammenhang zwischen Schlafmangel und der Progression von Kolorektalkarzinomen sowie der Wirksamkeit von Chemotherapie fest. Überrascht waren die Wissenschaftler davon, dass die durch Schlafmangel induzierten Veränderungen des Immunsystems über ein ebenfalls verändertes Darmmikrobiom vermittelt zu sein schienen. Und Krebspatienten schlafen ja vor lauter Sorgen oft besonders schlecht …

Mehr zu diesen Themen, Blasen- und Prostatakrebs sowie Akuter myeloischer Leukämie bei Kindern und weitere interessante Neuigkeiten finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal sowie in unserer Zeitschrift KOMPAKT ONKOLOGIE.

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine sonnige Frühlingswoche!




   Ihre
   Sandra Frins

 

 
 
Glioblastome beeinflussen das Gehirn stärker als gedacht

Glioblastome beeinflussen das Gehirn stärker als gedacht

Eine Studie der Karl Landsteiner Privatuniversität zeigt, dass ein Glioblastom ganze Netzwerke des Gehirns beeinträchtigt. Das gibt Informationen über die Überlebenschance.

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Etablierter Maßstab in der 1L beim ES-SCLC

In 4 globalen klinischen Phase-III-Studien zur Erstlinie beim ES-SCLC erwies sich die Chemo-Immuntherapie mit Tecentriq (Atezolizumab) als konsistent effektiv und sicher. Die umfassenden Daten liefern wichtige Evidenz zu Patienten mit Hirnmetastasen – 2 weitere Phase-III-Studien legen den Fokus auf asiatische Patienten. Was lässt sich hieraus für Ihren Therapiealltag ableiten?

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Multiracial people with black, latin, caucasian and asian hands
 
 
 

Studie zeigt dynamische Wechselwirkungen zwischen Glioblastom und Mikroglia

Das Glioblastom ist schwer zu behandeln, da dieser Krebs in das umliegende Gehirngewebe eindringen und sich weit über das ursprüngliche Tumorgebilde hinaus ausbreiten kann. Bonner Forschende haben diesen Infiltrationsprozess im lebenden Gehirn beobachtet und Wechselwirkungen zwischen Glioblastom und Mikroglia beobachtet.

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Das Ziel: Claudin 18.2 – Die Standardtherapie:
VYLOY™

VYLOY™ + Chemotherapie# ist die zielgerichtete Erstlinienwahl, die das Leben Ihrer Patienten mit Claudin 18.2-positivem und HER2-negativem fortgeschrittenem* Magenkarzinom/AEG verlängern kann.1 Studiendaten zeigen: Nach 3 Jahren lebten unter VYLOY™ + Chemotherapie# etwa doppelt so viele Patienten wie unter Chemotherapie# allein.†,1

Fachinformation | Hinweise & Referenzen

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Melanom: Darmmikrobiom als möglicher Prädiktor für das Rezidivrisiko

Melanom: Darmmikrobiom als möglicher Prädiktor für das Rezidivrisiko

Die spezifische Zusammensetzung der im Darm eines Menschen lebenden Bakterien kann die Wahrscheinlichkeit vorhersagen, mit der ein Melanom nach Operation und Immuntherapie wiederkehrt.

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VENCLYXTO: Therapiefreie Zeit ohne
Wirksamkeitsverlust

Studienergebnisse zur CLL17# belegen: Zeitlich begrenzte Therapien* (Ven+O & I+Ven) erreichen in der Erstlinie vergleichbare Wirksamkeit wie eine kontinuierliche BTKi-Dauertherapie (Ibrutinib).1 So können Ihre CLL-Patientena von langen therapiefreien Intervallen und flexiblen Therapiemöglichkeiten profitieren.2–17

Referenzen & Pflichtangaben

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Schlafmangel stört die Darmmikrobiota und hat Folgen für Verlauf von Darmkrebs

Dass Schlafmangel das Immunsystem schwächt, ist seit Langem bekannt. US-Forscher sind nun darauf gestoßen, was diesen Einfluss vermittelt: Das Darmmikrobiom.

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Jetzt ab Diagnose der CML

SCEMBLIX® ist seit November 2025 für neu diagnostizierte und vorbehandelte CML-Patient*innen in der chronischen Phase zugelassen.1 Eine kompakte Zusammenfassung der wichtigsten Daten aus der Zulassungsstudie finden Sie hier.

Pflichtangaben | Referenzen

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Neoadjuvante Therapie vor Zystektomie: TAR-200 plus Cetrelimab überzeugt in Primäranalyse

Neoadjuvante Therapie vor Zystektomie: TAR-200 plus Cetrelimab überzeugt in Primäranalyse

Die Hinzunahme eines Gemcitabin abgebenden Systems in Kombination mit dem Checkpoint-Inhibitor Cetrelimab hat als neoadjuvante Therapie bei Patienten mit muskelinvasivem Blasenkrebs (MIBC) bessere Erfolge erzielt als Cetrelimab allein.

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Neuer Ansatz gegen Kinderkrebs entzieht Leukämie-Protein das Gerüst

Anstatt ein krebsförderndes Protein direkt anzugreifen, haben Forschende die für seine Stabilität erforderliche Gerüststruktur ins Visier genommen. Das Resultat: Das Wachstum von Leukämiezellen kam zum Stillstand. Die in „Nature Communications“ publizierte Studie könnte damit neue Therapieoptionen für Akute myeloische Leukämie bei Kindern eröffnen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Verlängerte Nachbeobachtung des Risikos für invasiven Gebärmutterhalskrebs nach quadrivalenter HPV-Impfung: landesweite, registerbasierte Studie.
BMJ 2026;392:e087326.

Camrelizumab plus CAPOX mit Camrelizumab-basierter Erhaltungstherapie versus CAPOX allein in der Erstlinie bei Adenokarzinomen des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs: randomisierte Phase-III-Studie.
BMJ 2026;392:e086115.

Pyrotinib oder Placebo in Kombination mit Trastuzumab und Docetaxel bei HER2-positivem metastasierten Brustkrebs: Langzeitüberlebensdaten aus der randomisierten Phase-III-Studie PHILA.
BMJ 2026;392:e087259.

Immunmodulatorischer Krebsimpfstoff IO102-IO103 und Pembrolizumab beim Melanom.
Ann Oncol 21.04.2026. 

Einbeziehung tumorinfiltrierender Lymphozyten in das PREDICT-Prognosemodell für das Überleben bei triple-negativem Brustkrebs.
Ann Oncol 21.04.2026.

 
 
 
Kein Erfolg mit Checkpoint-Inhibitor plus Chemotherapie bei mCRPC nach ARPI-Vorbehandlung

Kein Erfolg mit Checkpoint-Inhibitor plus Chemotherapie bei mCRPC nach ARPI-Vorbehandlung

Bei Patienten mit chemotherapienaivem metastasierten kastrationsresistenten Prostatakrebs (mCRPC), die bereits eine Behandlung mit einem Androgenrezeptor-Inhibitor (ARPI) hinter sich haben, verlängert die Zugabe des Checkpoint-Inhibitors Nivolumab zu Docetaxel nicht das Überleben. Stattdessen gab es in der Studie CheckMate 7DX unter der Kombination deutlich mehr unerwünschte Wirkungen.

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PANORAMA:

Zum Welt-Versuchstiertag am 24. April hat das Zentrum für Präklinische Forschung des DKFZ seinen Internetauftritt grundlegend überarbeitet und erweitert.
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Großbritannien hofft auf das Heranwachsen einer rauchfreien Generation. Auch in anderen Ländern gibt es Bemühungen, Zigaretten zu verbannen – aus Sicht der WHO muss allerdings mehr passieren.
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Das NCT fördert die multizentrische Studie CURE-GvHD unter Leitung des Uniklinikums Erlangen mit 2,5 Mio. Euro aus Mitteln des BMFTR. Geprüft wird ein CAR-T-Zell-Ansatz für Patienten mit schwerer chronischer Transplantat-gegen-Wirt-Erkrankung.
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Eine aktuelle Studie aus Schweden zeigt, wie Künstliche Intelligenz aus Routinedaten Muster erkennt, die Dermatologen in Zukunft bei der Melanomprävention unterstützen könnten.
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Ein internationales Team konnte Zusammenhänge zwischen pathogenen Varianten zweier BRCA-Gene und Kopf-Hals-, Schilddrüsen-, Blasen- und Hautkrebs feststellen.
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TERMINE:

Hämato/Onko Refresher
8.–9. Mai 2026
Frankfurt am Main

Mammakarzinom – Gipfelstürmer 9
8.–9. Mai 2026
München

50. Frühjahrsberatung der Ostdeutschen Studiengruppe für Hämatologie und Onkologie
8.–9. Mai 2026
Oranienbaum-Wörlitz

Curriculum Onkologie – Tumorpatientinnen und -patienten bestmöglich versorgen
8.–10. Mai 2026
Berlin 

130. Deutscher Ärztetag
12.–15. Mai 2026
Hannover

 
 

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