Ausgabe 14/2025

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Montag, 31. März 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Schmerztherapie,

ein Schock für die Schmerzmedizin: Laut Medienberichten haben sich Union und SPD in den Koalitionsverhandlungen der Arbeitsgruppe Gesundheit darauf geeinigt, dass bei der Klinikreform in den kommenden drei Jahren keine zusätzlichen Leistungsgruppen eingeführt werden sollen. Das sei ein „Todesurteil“ für die stationäre interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie, erklärt Prof. Frank Petzke, Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft. Laut Prof. Joachim Nadstawek, Vorsitzender des Berufsverbandes der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland (BVSD), drohen mit dieser Entscheidung Schließungen von aktuell noch 450 bestehenden schmerzmedizinischen Krankenhausabteilungen. Petzke appelliert an die Verhandlungsgruppe: „Der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung sollte den zeitnahen Weg für weitere Leistungsgruppen und Korrekturen bzw. Nachbesserungen offenhalten.“

Rückendeckung erhalten die Deutsche Schmerzgesellschaft und der BVSD von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und dem Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten (BDA). Diese hatten sich bereits vor Bekanntwerden der Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen unterstützend zur Einführung einer eigenen Leistungsgruppe Schmerzmedizin geäußert. „Die interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie ist ein etabliertes, wirksames Konzept. Sie benötigt eine klare strukturelle Verankerung in der geplanten Krankenhausreform, um auch zukünftig bedarfsgerecht angeboten werden zu können“, betonte DGAI-Präsident Gernot Marx.

Erfahren Sie im heutigen Top-Beitrag, warum die geplante Regelung eine existenzielle Bedrohung für die Schmerzmedizin darstellt und welche Konsequenzen sie hätte.

Eine informative Lektüre wünscht Ihnen,




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Deutsche Schmerzgesellschaft drängt auf Einführung der Leistungsgruppe Schmerzmedizin

Deutsche Schmerzgesellschaft drängt auf Einführung der Leistungsgruppe Schmerzmedizin

Aktuellen Berichten zufolge plant die neue Bundesregierung, in den nächsten drei Jahren im Rahmen der Krankenhausreform keine neuen Leistungsgruppen einzuführen. Die Deutsche Schmerzgesellschaft sieht darin „ein Todesurteil für etablierte Strukturen interdisziplinärer multimodaler Schmerztherapie in deutschen Krankenhäusern“.

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Schmerzmedizin: DGAI unterstützt Forderung nach eigener Leistungsgruppe

Anästhesiologische Verbände unterstützen den Vorschlag der Deutschen Schmerzgesellschaft zur Implementierung einer eigenen Leistungsgruppe Schmerzmedizin in der Leistungsgruppensystematik des neuen Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes (KHVVG).

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Natur verringert körperliche Schmerzen

Natur verringert körperliche Schmerzen

In einer neuen Studie konnte ein internationales Team von Neurowissenschaftlern unter Leitung der Universität Wien, Österreich, zeigen, dass Naturerfahrungen – reale wie digitale – akute körperliche Schmerzen lindern können.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Schmerzlindernde Wirkung nichtchirurgischer und nichtinterventioneller Behandlungen bei Kreuzschmerzen: eine systematische Übersicht und Meta-Analyse placebokontrollierter, randomisierter Studien. BMJ Evid Based Med 2025 Mar 18:bmjebm-2024-112974. 

Unterschiedliche geschlechtsspezifische Pannexin-1-Mechanismen in Mikroglia und T-Zellen liegen neuropathischen Schmerzen zugrunde.
Neuron 2025 Mar 19;113(6):896-911.e9.

Prävalenz von Depressionen und Angstzuständen bei Erwachsenen mit chronischen Schmerzen: Eine systematische Überprüfung und Meta-Analyse.
JAMA Netw Open 2025;8(3):e250268.

 
 

Psychosomatik: Eine Gummihand lindert den Schmerz

Wird die eigene Hand versteckt und blickt man stattdessen auf eine Gummihand, nimmt man diese unter bestimmten Bedingungen als Teil des eigenen Körpers wahr. Was klingt wie ein Jahrmarktstrick, könnte Forschenden der Ruhr-Universität Bochum zufolge künftig Schmerzpatienten helfen.

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Keine Hinweise auf Opioid-Krise in Deutschland

Keine Hinweise auf Opioid-Krise in Deutschland

Die Verordnung von opioidhaltigen Schmerzmitteln war in Deutschland zwischen 2005 und 2020 rückläufig. Das ergibt eine vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) beauftragte Untersuchung von Krankenkassendaten.

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KURZMELDUNGEN:

Zur Behandlung der Endometriose mit dem neuen Wirkstoff Linzagolix gibt es laut dem IQWiG keine vergleichenden Studien gegenüber etablierten Wirkstoffen. Placebo-Vergleiche seien zur Bewertung eines Zusatznutzens ungeeignet.
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Das Innovationsfondsprojekt „MIGRA-MD – Strukturierte fachärztliche Migräneversorgung – multimodal und digital“ wird vom G-BA mit mehr als fünf Millionen Euro gefördert.
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Angesichts der Fortschritte bei den präventiven Therapien fordert die Internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS) neue Standards für die Migräneprävention
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TERMINE:

EFIC2025: 14th Congress of The European Pain Federation
24.–26. April 2025
Lyon, Frankreich

80-Stunden-Kompaktkurs „Spezielle Schmerztherapie”
10.–18. Mai 2025
Montegrotto Terme, Italien

28. Schmerzwoche
17.–24. Mai 2025
Mayrhofen, Österreich

Masterclass Neuropathischer Schmerz
19.–20. September 2025
Erfurt

 
 

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