Ausgabe 27/2025

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Donnerstag, 03. Juli 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Urologie,

endlich ist es soweit: Die nunmehr achte Version der S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom ist durch. Wie bereits bei der Konsultationsfassung ersichtlich, bedeutet dies eine Abkehr von der digital-rektalen Tastuntersuchung und eine Stärkung der risikoadaptierten Früherkennung mittels Prostata-spezifischem Antigen (PSA) und Magnetresonanztomographie (MRT). Leitlinienkoordinator Prof. Marc-Oliver Grimm hofft nun, „dass der Gemeinsame Bundesausschuss auf Basis dieser Empfehlungen die Regelungen zur gesetzlichen Früherkennung prüft und entsprechend anpasst.“ Doch bis dahin werden wohl noch mehrere Leitlinienaktualisierungen folgen. Denn bereits bei der Diskussion der Konsultationsfassung gab Stefan Sauerland, Leiter des Ressorts Nichtmedikamentöse Verfahren beim Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, zu verstehen, dass „die Prostatakrebs-Früherkennung sicherlich nicht vor 2028 allgemein angeboten werden wird“.
Die Bestrahlung des Prostatakarzinoms kann helfen, aber auch schwere Nebenwirkungen haben. Dazu gehören Zweitmalignome, etwa an der Harnblase, aber auch paradoxe, zunächst unverständliche Fernwirkungen. Eine Analyse der kanadischen SEER-Datenbank zeigt, dass bei radiogen bedingtem sekundären Blasenkrebs nach Prostatakrebs-Therapie im Vergleich zu primärem Blasenkrebs zwar die krebsspezifische Mortalität gleich, aber die Rate der Mortalität aufgrund anderer Ursachen erhöht ist. Noch „gespenstischer“ sind die Nebenwirkungen der Radiotherapie bei Tumoren, die eine höchstkarätig in „Nature“ publizierte Studie zu Fernmetastasen zeigt: Hier kann die Strahlentherapie sogar das Wachstum fördern! Doch den Autoren ist es gelungen, den „Poltergeist“ dingfest zu machen …
Eine spannende Lektüre und eine gute Woche wünscht Ihnen

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
S3-Leitlinie empfiehlt PSA-Test als neuen Standard in der Früherkennung

S3-Leitlinie empfiehlt PSA-Test als neuen Standard in der Früherkennung

Die nunmehr achte Fassung der S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom ist durch: Die Tastuntersuchung der Prostata wird zur Früherkennung ausdrücklich nicht mehr empfohlen, sie bleibt aber fester Bestandteil der individuellen Risikoabschätzung und urologischen Diagnostik.

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    Advertorial    
 
 

Erstlinientherapie beim n. resez./metas. UC

Auf dem ASCO GU 2025 wurde eine explorative Analyse der Studie KEYNOTE-A39 vorgestellt: Sie zeigt die Ergebnisse zu KEYTRUDA® + EV vs. Platin-Chemotherapie mit über 2,5 Jahren Follow-up.

Fachinformation

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Höhere nicht krebsspezifische Mortalität bei Blasenkrebs nach Prostatakrebs-Radiatio

Laut einer aktuellen populations­basierten Studie unterscheiden sich die Raten der krebsspezifischen Mortalität (CSM) zwischen primärem Blasenkrebs (pBCa) und radiogen bedingtem sekundären Blasenkrebs nach Prostatakrebs-Therapie (RT-BCa) nicht – wohl aber die Raten der Mortalität aufgrund anderer Ursachen (other-cause mortality, OCM).

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Studie enthüllt überraschende Nebenwirkungen hochdosierter Strahlentherapie

Studie enthüllt überraschende Nebenwirkungen hochdosierter Strahlentherapie

In einer neuen, in „Nature“ veröffentlichten Studie untersuchte ein internationales Forscherteam ein überraschendes Phänomen: Hohe Strahlendosen verursachen Wachstum in bestehenden metastasierten Tumoren, die nicht direkt mit Strahlung behandelt wurden.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals


Aktive Überwachung von durch Screening erkanntem Prostatakrebs mit niedrigem und mittlerem Risiko: Erweiterte Nachbeobachtung auf bis zu 25 Jahre in der GÖTEBORG-1-Studie
Dauer der Androgensuppression mit postoperativer Strahlentherapie (DADSPORT) bei nichtmetastasiertem Prostatakrebs: Eine kollaborative systematische Überprüfung und Metaanalyse aggregierter Daten
Prognostische Rolle von circRNAs und RNA-Methylierungsenzymen bei Blasenkrebs: Eine systematische Überprüfung und Metaanalyse chinesischer Studien
 
 
 

Operables Hochrisiko-Urothelkarzinom des oberen Harntraktes: Downstaging durch neoadjuvante Immunchemotherapie

Was bringt die Kombination aus Durvalumab plus neoadjuvanter Chemotherapie für Hochrisikopatienten mit Urothelkarzinom des oberen Harntraktes (UTUC) und radikaler Nephroureterektomie (RNU)? Dies hat eine aktuelle Studie aus Frankreich untersucht.

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ESHRE 41st Annual Meeting: Höheres Alter des Vaters mit höherem Fehlgeburtsrisiko verbunden

ESHRE 41st Annual Meeting: Höheres Alter des Vaters mit höherem Fehlgeburtsrisiko verbunden

Eine aktuelle Studie, zeigt, dass IVF-Zyklen mit männlichen Partnern über 45 Jahren ein deutlich erhöhtes Risiko für Fehlgeburten und niedrigere Lebendgeburtenraten aufweisen – selbst wenn Eizellen junger Spenderinnen verwendet werden.

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PERSONALIEN:

Dr. Ratiba Ritter ist neue leitende Oberärztin für Myomtherapie, Inkontinenz- und Beckenbodenchirurgie am St. Josefskrankenhaus Heidelberg.
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Ab September übernimmt Prof. Philipp Drees das Amt des Wissenschaftlichen Vorstands an der Universitätsmedizin Mainz.
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TERMINE:

13th European Mucosal Immunology Group Meeting
21. - 23. Juli 2025
Aachen

II. Intensiv-Workshop Uro-Onkologie 2025 München
2. - 3. August 2025
München

5. Kinderurologisches Sommerforum
9. August 2025
München

 
 

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