Ausgabe 49/2025

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Donnerstag, 04. Dezember 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat die Dringlichkeit offenbar endlich erkannt: Bei etwa der Hälfte aller ungewollt kinderlosen Paare liegt die Ursache beim Mann. Da mutet es geradezu überraschend an, dass erst jetzt der erste Sonderforschungsbereich zur andrologischen Forschung gefördert wird, wie die Deutsche Gesellschaft für Andrologie mitteilt. Die Forschungsergebnisse sollen schnell in die Praxis umgesetzt werden. Wenn Ursachen beim Mann erkannt und ggf. behandelt werden können, blieben auch der Frau unnötige Belastungen erspart.

Öffentliche Förderung für ein Männerproblem kommt jetzt auch vom Gemeinsamen Bundesausschuss: Das oberste Gremium der Selbstverwaltung in der Gesetzlichen Krankenversicherung startet eine Studie zur Therapie männlicher Harnröhrenstrikturen. Dafür gibt es zwar chirurgische Behandlungsverfahren, diese sind aber kompliziert und Rezidive sind nicht ausgeschlossen. In der Studie soll nun ein medikamentenbeschichteter Ballon getestet werden, der die Harnröhre aufweiten und ein erneutes Zuwachsen verhindern soll.

Eine Studie, die vergangenen Freitag online vorab in „JAMA Oncology“ veröffentlicht wurde, widmet sich der optimalen Dauer einer adjuvanten Androgenentzugstherapie für Patienten mit lokalisiertem Prostatakrebs zusätzlich zur definitiven Strahlentherapie. Entscheidend ist es hier, den onkologischen Nutzen gegenüber der Belastung des Patienten durch die unerwünschten Begleitwirkungen abzuwägen. Die Antwort ist wie immer nicht so einfach, denn es kommt darauf an…

Viel Spaß beim Lesen dieser und der anderen Meldungen wünscht Ihnen

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
Erster Sonderforschungsbereich zur männlichen Infertilität

Erster Sonderforschungsbereich zur männlichen Infertilität

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert mit dem Forschungsverbund „Molekulare Pathomechanismen männlicher Infertilität“ den ersten Sonderforschungsbereich (SFB) zum Thema Reproduktionsbiologie und Ursachen männlicher Unfruchtbarkeit.

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ASCO 2025: 9-Jahres-OS-Daten für Opdivo® + Yervoy® beim aRCC

Längstes Follow-up für immunonkologische Kombination beim aRCC (1L) kann überzeugen: Nach 9 Jahren (explorative Analyse) waren 3 von 10 Patient:innen mit intermediärem/ungünstigem Risikoprofil unter Opdivo® + Yervoy® am Leben vs. 19 % unter Sunitinib. Lesen Sie mehr zu den Ergebnissen der CheckMate 214 und welche Möglichkeiten Opdivo® + Yervoy® Ihren Patient:innen bieten kann.

Fachinformationen

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G-BA startet Studie zu Ballondilatationskatheter bei männlichen Harnröhrenstrikturen

In der BALDIKA-Studie soll der Nutzen eines Ballondilatationskatheters zur Behandlung von Verengungen der Harnröhre bei Männern untersucht werden. Auftraggeber ist der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA).

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Bestrahlung bei Prostatakrebs: Optimale Dauer der adjuvanten Androgenentzugstherapie hängt vom individuellen Risiko ab

Bestrahlung bei Prostatakrebs: Optimale Dauer der adjuvanten Androgenentzugstherapie hängt vom individuellen Risiko ab

Wie lang sollte die optimale Dauer einer adjuvanten Androgenentzugstherapie (ADT) sein, die Patienten mit lokalisiertem Prostatakrebs zusätzlich zur definitiven Strahlentherapie verabreicht wird? US-Wissenschaftler geben mit einer aktuellen Metaanalyse Hinweise für eine individualisierte Behandlung.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Der Androgenrezeptor treibt die Polyaminsynthese an und schafft so eine Anfälligkeit für Prostatakrebs
Cancer Res 2025 Nov 21

Beschleunigung der Arzneimittelentwicklung bei hormonnaivem Prostatakrebs durch multimodale Therapiestrategien: Die randomisierte klinische Phase-II-Studie MetaCURE
Clin Cancer Res 2025 Nov 20

Aufklärung einer neuen prognostischen Signatur für Blasenkrebs durch Integration von Genen, die mit Hypoxie und dem Laktatstoffwechsel in Zusammenhang stehen: umfassende bioinformatische Analysen und experimentelle Evidenz
BMC Cancer 2025 Nov 21;25(1):1796.

 
 

Digitalisierung: BvDU kooperiert mit Software-Firma

Der Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU) will gemeinsam mit einem Softwareunternehmen die digitale Anamnese und Aufklärung in der Urologie voranbringen.

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Nationales Nierentauschprogramm: Gute Alternative für Patienten mit inkompatiblem Spender

Nationales Nierentauschprogramm: Gute Alternative für Patienten mit inkompatiblem Spender

Nierentauschprogramme (kidney exchange programs [KEPs]) erleichtern Lebendspender-Nierentransplantationen (living donor kidney transplantations [LDKTs]) für Patienten mit inkompatiblen Spendern, die aufgrund einer höheren Sensibilisierung und einer bereits längeren Dialyse in der Regel ein höheres Risiko aufweisen als Nicht-KEP-Patienten.

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WEITERE NACHRICHTEN:

Nicht nur die Nase kann riechen – auch die Niere verfügt über „Riechrezeptoren“. Sie dienen der Steuerung zentraler Körperfunktionen wie Blutdruck und Zuckerhaushalt.
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Prof. Karim Fizazi vom Institut Gustave Roussy in Villejuif (Frankreich) ist mit dem Hubertus-Wald-Preis für Onkologie ausgezeichnet worden.
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TERMINE:

Urologie Compact Refresherkurs EINS
14. - 18. Januar 2026
Kirchheimbolanden

Fortbildungsveranstaltung in der Krebsregistrierung (ADT), Block 2
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AKO/AUO Intensivkurs Uro-Onkologie 1. Teil 2026
30. - 31. Januar 2026
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