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Liebe Leserinnen und Leser,
die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat die Dringlichkeit offenbar endlich erkannt: Bei etwa der Hälfte aller ungewollt kinderlosen Paare liegt die Ursache beim Mann. Da mutet es geradezu überraschend an, dass erst jetzt der erste Sonderforschungsbereich zur andrologischen Forschung gefördert wird, wie die Deutsche Gesellschaft für Andrologie mitteilt. Die Forschungsergebnisse sollen schnell in die Praxis umgesetzt werden. Wenn Ursachen beim Mann erkannt und ggf. behandelt werden können, blieben auch der Frau unnötige Belastungen erspart.
Öffentliche Förderung für ein Männerproblem kommt jetzt auch vom Gemeinsamen Bundesausschuss: Das oberste Gremium der Selbstverwaltung in der Gesetzlichen Krankenversicherung startet eine Studie zur Therapie männlicher Harnröhrenstrikturen. Dafür gibt es zwar chirurgische Behandlungsverfahren, diese sind aber kompliziert und Rezidive sind nicht ausgeschlossen. In der Studie soll nun ein medikamentenbeschichteter Ballon getestet werden, der die Harnröhre aufweiten und ein erneutes Zuwachsen verhindern soll.
Eine Studie, die vergangenen Freitag online vorab in „JAMA Oncology“ veröffentlicht wurde, widmet sich der optimalen Dauer einer adjuvanten Androgenentzugstherapie für Patienten mit lokalisiertem Prostatakrebs zusätzlich zur definitiven Strahlentherapie. Entscheidend ist es hier, den onkologischen Nutzen gegenüber der Belastung des Patienten durch die unerwünschten Begleitwirkungen abzuwägen. Die Antwort ist wie immer nicht so einfach, denn es kommt darauf an…
Viel Spaß beim Lesen dieser und der anderen Meldungen wünscht Ihnen
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