Ausgabe 36/2025

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Donnerstag, 04. September 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Urologie,

eine Chemotherapie mit Docetaxel bei fortgeschrittenem Prostatakrebs zusätzlich zur Androgendeprivationstherapie (ADT) hat sich für einige Patienten bewährt – jedoch nicht für alle. Aber welche Patienten sprechen am ehesten auf eine Chemotherapie an?
 
Der „Decipher Prostate“-Test könnte laut einer aktuellen Studie eben diese Vorhersage ermöglichen. Die Analyse der Genexpression in Prostatabiopsien kann das Ansprechen auf eine Chemotherapie prognostizieren und bietet somit eine Grundlage für personalisierte Behandlungsentscheidungen. Patienten, bei denen die Chemotherapie eher nicht anschlagen würde, könne somit die unangenehmen Nebenwirkungen erspart bleiben, so Studienleiter Prof. Gert Attard.
Forschende der University of Michigan haben derweil – ebenfalls mithilfe von Transkriptom-Analysen –einen umfassenden Zellatlas generiert, der Aufschluss darüber geben soll, welche Zelltypen und Signalwege mit einem Ansprechen auf ADT oder einer Resistenz zusammenhängen. Das Team um Prof. Arul Chinnaiyan erhofft sich, dadurch nicht nur die Behandlung der Patienten verbessern, sondern auch die Entwicklung neuer Therapien vorantreiben zu können.
Schließlich noch eine Meldung zum Thema sexuell übertragbare Erkrankungen: Aufgrund der steigenden Infektionszahlen werden umfassendere Strategien zur Prävention und Aufklärung gefordert, um die Wissenslücken vor allem bei jungen Menschen zu schließen.
Viel Spaß beim Lesen und eine erfolgreiche Woche wünscht Ihnen heute im Namen der Redaktion

 
   
   
 
  Michelle Klesse

 

 
 
Fortgeschrittenes Prostatakarzinom: Genexpressionsanalyse ermöglicht personalisierte Behandlung

Fortgeschrittenes Prostatakarzinom: Genexpressionsanalyse ermöglicht personalisierte Behandlung

Eine klinische Studie aus Großbritannien hat ergeben, dass mithilfe der molekularen Profile von Prostatatumoren vorhergesagt werden kann, welche Patienten eher auf eine Chemotherapie ansprechen und welche nicht. Der „Decipher Prostate“-Test könnte als Grundlage für Behandlungsentscheidungen dienen.  

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Weiterhin höchster Empfehlungsgrad*:
XTANDI™ + ADT im mHSPC

Die S3-Leitlinie Prostatakarzinom wurde aktualisiert. Weiterhin gilt: Mit hoher Evidenz und Empfehlungsgrad A wird XTANDI™ + ADT zur Behandlung des mHSPC empfohlen.1 Neue Daten bestätigen diese Rolle von XTANDI. Unter XTANDI + ADT leben fast 7 von 10 Patienten auch noch nach 5 Jahren.2 Verlängern auch Sie das Leben Ihrer mHSPC-Patienten!
Mehr zu den Leitlinienempfehlungen erfahren Sie hier!

MAT-DE-XTD-2025-00017 | Erstellt: August 2025
Fachinformation | Referenzen & Hinweise

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Prostatakrebszellen: Wichtige Merkmale für Therapieansprechen sowie Resistenz identifiziert

In einer neuen Prostatakrebs-Studie haben Forscher der University of Michigan zelluläre Merkmale identifiziert, die bestimmen, ob die Tumorzellen auf die Behandlung ansprechen.

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Compliance: orale ADT vergleichbar mit Leuprorelin

Für die PCa-Therapie ist die erste ADT-Tablette1 – ORGOVYX® – verfügbar. Da die Einnahme täglich oral erfolgt, ist das Thema Compliance wichtig. Diese wurde in der HERO-Studie erfasst: Der Anteil an Patienten, die die Behandlung bis Woche 48 abschlossena, lag sowohl bei injizierbarer ADT als auch bei ORGOVYX® bei > 90 %.2

Mehr Infos zu Studiendaten rund um ORGOVYX®, finden sie im Servicebereich.

Fachinformation | Referenzen

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Sexuell übertragbare Infektionen: BVF und DSTIG fordern neue Strategien zur Prävention

Sexuell übertragbare Infektionen: BVF und DSTIG fordern neue Strategien zur Prävention

Der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) und die Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) fordern eine umfassendere Strategie zur Prävention und Aufklärung von sexuell übertragbaren Infektionen (STI) – mit besonderem Fokus auf Entstigmatisierung.

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ASCO 2025: 9-Jahres-OS-Daten für Opdivo® + Yervoy® beim aRCC

Längstes Follow-up für immunonkologische Kombination beim aRCC (1L) kann überzeugen: Nach 9 Jahren (explorative Analyse) waren 3 von 10 Patient:innen mit intermediärem/ungünstigem Risikoprofil unter Opdivo® + Yervoy® am Leben vs. 19 % unter Sunitinib. Lesen Sie mehr zu den Ergebnissen der CheckMate 214 und welche Möglichkeiten Opdivo® + Yervoy® Ihren Patient:innen bieten kann.

Fachinformation

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Nierentransplantation: Harnleitergewebe aus pluripotenten Stammzellen erzeugt

Ein Forscherteam aus Japan um Prof. Ryuichi Nishinakamura von der Universität Kumamoto haben aus pluripotenten Stammzellen funktionelles Harnleitergewebe hergestellt.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

TAR-200 plus Cetrelimab versus Cetrelimab-Monotherapie als neoadjuvante Therapie bei Patienten mit muskelinvasivem Blasenkrebs, die für eine neoadjuvante Cisplatin-basierte Chemotherapie nicht infrage kommen oder diese ablehnen (SunRISe-4): Zwischenanalyse einer randomisierten, unverblindeten Phase-II-Studie
Lancet Oncol 29.08.2025

Versteckte Erkenntnisse: Wie oft wird bei der Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) Prostatakrebs aufgedeckt?
Int Urol Nephrol 31.08.2025

Definition der statistischen Heilung bei Patienten mit T1 hochgradigem (T1HG) nicht-muskelinvasivem Blasenkarzinom, die mit BCG-Immuntherapie behandelt wurden
BJUI 29.08.2025

Genauigkeit der 18F-Fluorodeoxyglucose-Positronen-Emissions-Tomographie (FDG-PET) bei frühmetastasiertem testikulärem Seminom: Analyse aus der SEMS-Studie
J Urol 02.09.2025

 
 
 
Blockade der Zellteilung erzeugt immunaktive Peptide in Krebszellen

Blockade der Zellteilung erzeugt immunaktive Peptide in Krebszellen

Ein Team aus Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und des Netherlands Cancer Institute hat eine bislang unerkannte Schwachstelle von Krebszellen entdeckt. Unter der Blockade der Zellteilung mit Chemotherapeutika produzieren die Tumorzellen kleine immunogene Peptide, die neue Wege für immunbasierte Krebstherapien eröffnen könnten.

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WEITERE NACHRICHTEN:

Der neue Präsident der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie, Prof. Dirk Vordermark, hat in einem Interview über den zunehmenden Stellenwert und die Herausforderungen der Radiotherapie in der Krebsbehandlung gesprochen.
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Ein neues KI-Tool könnte dabei helfen, unseriöse wissenschaftliche Fachzeitschriften von Raubverlagen zu identifizieren. Laut der aktuellen Studie sind derzeit mehr als 1000 dieser Predatory Journals im Umlauf und gefährden die Qualität der Wissenschaft.
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Hohe Verluste bedrohen zunehmend die Existenz von Krankenhäusern. Rund drei Viertel der Kliniken und 90 Prozent der öffentlichen Einrichtungen waren im vergangenen Jahr in den roten Zahlen, was einem deutlichen Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren entspricht.
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TERMINE:

9. Forum Onkologie in Köln
7. September 2025
Köln

2025 World Congress of Endourology & Uro-Technology
8. – 12. September 2025
Phoenix, USA

77. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie
17. – 20. September 2025
Hamburg

Nephro live: Nephrologie meets Urologie
21. Oktober 2025
online

 
 

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