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Liebe Leserinnen und Leser,
dass das Darmmikrobiom hohe Bedeutung für das Immunsystem des Menschen hat, ist schon länger bekannt; es gab auch bereits Studien zur Unterstützung des Immunsystems bei der Immuntherapie des Nierenzellkarzinoms (RCC) durch Probiotika. Jetzt ist in „Nature Medicine“ die erste randomisierte Studie zur Stuhltransplantation bei fortgeschrittenem RCC online vorab publiziert worden. Ein Erfolg: Unter den mit dem „Stuhl-Verum“ behandelten Patienten ergab sich eine 50-prozentige Reduktion des Progressionsrisikos.
Im Folgenden lade ich Sie zu einem kleinen Roboter-Special ein. „Der OP-Roboter wird auch Indikationsbereiche übernehmen, die viele bislang noch für geschützte Nischen traditioneller Zugangswege hielten“, meint Prof. Michael Stöckle, Herausgeber von KOMPAKT UROLOGIE. So etwa, wenn bei nicht muskelinvasivem Blasenkrebs aufgrund einer Hochriskoerkrankung eine Frühzystektomie nötig wird, wie eine aktuelle Studie belegt. Ein systematischer Review zur Adrenalektomie zeigt, dass der roboterassistierte Zugangsweg dem klassisch laparoskopischen überlegen ist. Sogar bei der postmortalen Nierenspendetransplantation kann der Roboter eine Option sein. Bei solchen ungeplanten, nicht elektiven Eingriffen war man bisher eher zurückhaltend mit dem Robotereinsatz. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch eine niedrigere intraoperative Komplikationsrate bei einem solchen Vorgehen.
Apropos Nierentransplantation: Nachdem sich die Deutsche Transplantationsgesellschaft kürzlich gerade auch aus ethischen Gründen für die Widerspruchslösung bei der Organspende eingesetzt hat, betont auch die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie die Bedeutung dieser Lösung für Deutschland. Für ebenso wichtig hält es die Fachgesellschaft aber unisono mit der European Kidney Health Alliance, dass die im Jahr 2024 verabschiedeten EU-Ratsbeschlüsse zu Organspende und Transplantation in konkrete politische Maßnahmen überführt werden.
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