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Liebe Leserinnen und Leser,
die pädiatrische Nephrolithiasis stellt weiterhin eine große klinische Herausforderung in der Kinderurologie dar. Grund ist die hohe Rezidivrate und die erhebliche Morbidität – einschließlich des Risikos eines terminalen Nierenversagens. Umso besser, dass nun eine aktuelle Studie eine klare Sprache spricht: Mithilfe der Mini-perkutanen Nephrolithotomie wurden mehr als neun von zehn Kindern zwischen sechs Monaten bis sechs Jahren steinfrei, während es mit der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie nur jedes dritte war.
Gleiches Organ, andere Erkrankung: Wie eine Fall-Kontroll-Studie aus den USA zeigt, ist Nierenkrebs stark mit dem Metabolischen Syndrom vergesellschaftet. Möglicherweise stimmt die Hypothese, dass der Nierentumor eine metabolische Erkrankung ist. Forscher aus China haben in einer weiteren Studie sogar ein plasmametabolisches Modell entwickelt. Sie haben sieben Metaboliten herausgefiltert, die mit beeindruckender Genauigkeit ein Nierenzellkarzinom in einer Blutprobe anzeigen.
Ganz ohne komplexe Modelle kommt die digital-rektale Untersuchung zur Diagnostik des Prostatakarzinoms aus. Während die einfache, aber bei Patienten unbeliebte Methode für das Screening passé ist, hat sie laut einer türkischen Studie zur Identifizierung von Hochrisiko- und fortgeschrittenen Prostatakarzinomen weiterhin ihren Stellenwert.
Dass weniger Diagnostik oft mehr ist, betonen französische Andrologen bezüglich der Spermienmorphologie zur Abklärung der Infertilität beim Mann. Hier hat es einen Wildwuchs von Methoden geben, die viel Aufwand mit wenig Konsequenz bedeuten. In einer klinischen Leitlinie erklären die Autoren, was Ärzte und Labore für eine sinnvolle Diagnostik beachten sollen.
Mit diesem Newsletter gönnen wir uns eine kurze Sommerpause und melden uns mit neuen Nachrichten am 20. August wieder.
Eine gute, nicht zu heiße Zeit wünscht Ihnen
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