Ausgabe 15/2025

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Donnerstag, 10. April 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Urologie,
widmen wir uns in diesem Newsletter einmal nicht nur der Diagnostik und Therapie urologischer Krebserkrankungen, sondern blicken wir über den Tellerrand – zum Beispiel in Bezug auf Ernährung und kardiovaskuläres Risiko. Um das Risiko für Nierenkrebs gering zu halten, sollte der Teller jedenfalls nicht zu voll sein: US-amerikanische Wissenschaftler haben deutliche Zusammenhänge mit Übergewicht gefunden.
Einen Grund mehr, jungen Patienten jeden Geschlechts die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) anzubieten, liefert eine Studie aus der Kardiologie: Eine aktuelle Metaanalyse hat ergeben, dass HPV-positive Patienten im Vergleich zu HPV-negativen eine um 40 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer Herz-Kreislauf-Erkrankung und ein doppelt so hohes Risiko für die Entwicklung einer Koronaren Herzkrankheit hatten.
Bei der Behandlung von Hodenkrebs rückt wegen der frühen Erkrankungs- und langen Überlebenszeit bei erfolgreicher Therapie die kardiovaskuläre Sicherheit zunehmend ins Zentrum des Interesses, aber auch die Fertilität im weiteren Lebensverlauf. Patienten, die eine Chemotherapie erhalten, haben eine deutlich bessere Chance, Vater zu werden, als bestrahlte Patienten, wie eine Untersuchung ergeben hat. Die Studienautoren führen Letzteres auf eine langfristige Erschöpfung der Spermatogonien zurück.
In ganz anderen Zusammenhängen kann Strahlentherapie aber auch segensreich sein: zum Beispiel beim synchron metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinom. Wird diese zusätzlich zur Androgendeprivationstherapie verabreicht, profitieren die Patienten einer aktuellen Studie zufolge von einem längeren lokal ereignisfreien Überleben.
Ich wünsche Ihnen eine instruktive Lektüre und eine gute Woche!

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
Nierenkrebs: Übergewicht könnte das Risiko im Laufe des Lebens erhöhen

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Eine US-Studie bringt einen höheren Body-Mass-Index in verschiedenen Stufen des Erwachsenenalters mit einem höheren Risiko für die Entwicklung verschiedener Arten von Nierenkrebs in Verbindung.

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Adjuvante OPDIVO®-Therapie: Chance auf Heilung beim MIBC

Die auf dem ASCO GU 2025 vorgestellte Interimsanalyse der CheckMate 274 gab einen Hinweis auf einen deutlichen Vorteil im OS vs. Placebo und legt eine Chance auf Heilung durch die adjuvante OPDIVO®-Therapie bei Patient:innen mit muskelinvasivem Blasenkarzinom (PD-L1-TC ≥ 1 %) und hohem Rezidivrisiko nach radikaler Resektion nahe.

Fachinformation

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HPV-Infektion mit erhöhtem Risiko für Herzerkrankungen verbunden

Das humane Papillomvirus (HPV) verursacht nicht nur verschiedene Krebsarten, sondern scheint auch das Risiko für verschiedene Herzerkrankungen deutlich zu erhöhen. Dies geht aus einer Studie hervor, die auf dem Jahreskongress des American College of Cardiology vorgestellt wurde.

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Hoden können sich von Krebstherapie erholen – Es sei denn, sie wurden bestrahlt

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Das Hodenvolumen bei Kindern und jungen Erwachsenen, die wegen einer frühen Krebserkrankung ausschließlich mit Chemotherapie behandelt wurden, scheint sich im Langzeitverlauf zu erholen, wie finnische Mediziner herausfanden. Das ist nicht der Fall bei Patienten, die an den Hoden bestrahlt wurden.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Nichtmuskelinvasiver Blasenkrebs mit intermediärem Risiko spricht je nach Tumorgrad (low grade vs. high grade) unterschiedlich auf eine Therapie mit Bacillus Calmette-Guérin und Gemcitabin-Docetaxel an
Urol Oncol 2025 Mar 31:S1078-1439(25)00105-X

Anti-Reflux-Ureteroilealanastomose für eine orthotope Ileumneoblase unter Verwendung der Wallace-Technik in einem einzigen Trog
Urol Int 2025;109(2):182-188

Eine umfassende systematische Überprüfung und Metaanalyse der Rolle der Prostata-spezifisches-Membranantigen-Positronen-Emissions-Tomographie für die Diagnose von Prostatakrebs und das primäre Staging vor der definitiven Behandlung
Eur Urol 2025 Mar 27:S0302-2838(25)00155-1

 
 

Synchron metastasiertes hormonsensitives Prostatakarzinom: Vorteile durch lokale Strahlentherapie

Eine lokale Strahlentherapie der Prostata zusätzlich zur Androgendeprivationstherapie (ADT) verlängert bei Patienten mit synchron metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom (HSPC) signifikant das lokal ereignisfreie Überleben und reduziert lokale Interventionen. Das zeigen Daten aus der niederländischen HORRAD-Studie.

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Trainings-App verbessert Probleme beim Wasserlassen

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Eine Studie des Universitätsklinikums Freiburg zeigt Vorteile einer App-gestützten Therapie bei Männern mit Beschwerden beim Wasserlassen, verursacht durch eine gutartige Prostatavergrößerung. 92 Prozent der Teilnehmer berichteten von einer verbesserten Lebensqualität.

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WEITERE NACHRICHTEN:

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe hat in einem Positionspapier „Bausteine für ein starkes Fundament der ambulanten Versorgung“ vorgestellt.
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Noch-Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach (SPD) hat angekündigt, die elektronische Patientenakte schrittweise und auf zunächst freiwilliger Basis für Ärzte außerhalb der Modellregionen einzuführen. Die Reaktionen sind gemischt.
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TERMINE:

Uroonkologischer Stammtisch Schwerin
18. Juni 2025
Schwerin

Führungs- und Managementtraining für Ärztinnen – Modul 1: Personalführung – Mitarbeiter*innen fördern und das Team entwickeln
24.–25. Juni 2025
Bergisch Gladbach

AKO Symposium 2025 – Was ändert sich in der Uroonkologie? – 4. Block: Update Urothelkarzinom
25. Juni 2025
online

 
 

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