Ausgabe 11/2026

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Donnerstag, 12. März 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

zwei spannende Studien, die beim Genitourinary Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO-GU) vorgestellt wurden, befassen sich damit, wie den Patienten belastende Behandlungen erspart werden könnten. In einer Arbeit aus dem Fox Chase Cancer Center in Philadelphia (USA) gingen die Forscher das Problem an, dass manche Patienten, bei denen eine Zystektomie wegen Blasenkrebs geplant war, im Zystektomiepräparat gar keinen Krebs mehr aufweisen – die übliche neoadjuvante Chemotherapie hat hier dem Augenschein nach die Krankheit bereits besiegt, und der Patient hätte seine Blase möglicherweise behalten können. Doch wäre dies auch onkologisch sicher? Beim ASCO-GU haben die Studienautoren für die Beurteilung dieser Frage eine Kombination aus Zystoskopie und der Analyse zirkulierender Tumor-DNA aus Blutproben vorgeschlagen.

Auch eine Metaanalyse von Amar U. Kishan (University of California Los Angeles, USA) und Kollegen stellt die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Therapie: Ist es sinnvoll, Patienten eine Hormontherapie zu verabreichen, deren Prostata wegen Prostatakrebs entfernt wurde und die eine postoperative Strahlentherapie erhalten haben? Nach den Ergebnissen, die gleichzeitig höchstrangig in „The Lancet“ publiziert wurden, scheint das bei vielen Patienten nicht der Fall zu sein, das heißt man schadet den Patienten damit mehr, als man ihnen nützt. Eine hohe Bedeutung für die Entscheidung für oder wider die Hormontherapie scheint der PSA-Wert vor der Strahlentherapie zu haben.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Erkenntnis beim Lesen dieser und der weiteren Berichte!

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
US-Forscher: Zystoskopie plus ctDNA-Test könnte unnötige Zystektomien vermeiden

US-Forscher: Zystoskopie plus ctDNA-Test könnte unnötige Zystektomien vermeiden

Eine aktuelle Studie, die beim Genitourinary Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO-GU) vorgestellt wurde, zeigte einen hohen negativ prädiktiven Wert (NPV) für verbleibenden Blasenkrebs für die Kombination aus Zystoskopie und der Analyse zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) aus Blutproben.

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Advertorial

ASCO 2025: 9-Jahres-OS-Daten für Opdivo®
+ Yervoy® beim aRCC

Längstes Follow-up für immunonkologische Kombination beim aRCC (1L) kann überzeugen: Nach 9 Jahren (explorative Analyse) waren 3 von 10 Patient:innen mit intermediärem/ungünstigem Risikoprofil unter Opdivo® + Yervoy® am Leben vs. 19 % unter Sunitinib. Lesen Sie mehr zu den Ergebnissen der CheckMate 214 und welche Möglichkeiten Opdivo® + Yervoy® Ihren Patient:innen bieten kann.

Fachinformationen

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Prostatakrebs: Hormontherapie nach postoperativer Bestrahlung laut Metaanalyse meist ohne Nutzen

Die Hinzunahme einer Hormontherapie zur postoperativen Strahlentherapie bei Prostatakrebspatienten mit einem PSA-Wert <0,5 ng/ml bietet keinen relevanten Überlebensvorteil. Dies ergibt eine Studie höchster Evidenz, die beim Genitourinary Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO GU) präsentiert wurde.

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Potenzieller neuer Blutmarker für metastasierten Prostatakrebs

Potenzieller neuer Blutmarker für metastasierten Prostatakrebs

Eine Dresdner Arbeitsgruppe hat gezeigt, dass die Matrix-Metalloproteinase 11 (MMP11) im Blut ein potenzieller Marker für Metastasierung und eine ungünstigere Prognose bei Prostatakrebspatienten ist, die mit lokaler Strahlentherapie behandelt werden.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Eine verbesserte, leitlinienkonforme antimikrobielle Prophylaxe auf Basis präoperativer Urinkultur-Erreger reduziert Blutstrominfektionen und Sepsis nach ureteroskopischer Lithotripsie
J Infect Chemother 2026;32(3):102924.

Phase-I-Studie mit P-PSMA-101 CAR-T-Zellen bei Patienten mit metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakrebs
Clin Cancer Res 04.03.2026

Prognostische Bedeutung von Lymphozytenaggregaten, die tertiären lymphatischen Strukturen ähneln, bei der routinemäßigen histopathologischen Untersuchung bei Blasenkrebs
Int J Urol 2026;33(3):e70392.

 
 

Nierenzellkarzinom im Frühstadium: Ablation könnte die Komplikationsrate reduzieren

Bei Patienten mit Nierenzellkarzinom (RCC) im Stadium T1a ​führt die Ablation zu weniger Komplikationen und kürzeren Krankenhausaufenthalten im Vergleich zur chirurgischen Resektion und Nephrektomie, so eine neue Studie aus Dänemark.

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Gute Daten für Gemcitabin-freisetzendes System bei BCG-resistentem, nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom mit hohem Risiko

Gute Daten für Gemcitabin-freisetzendes System bei BCG-resistentem, nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom mit hohem Risiko

Das intravesikale Wirkstoff-Freisetzungssystem TAR-200 hat in einer Phase-IIb-Studie gute Ergebnisse bei der Behandlung von Patienten gezeigt, die unter einem nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom (NMIBC) mit hohem Risiko leiden und resistent gegen eine Therapie mit Bacillus Calmette-Guérin (BCG) sind.

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PERSONALIEN:

Prof. Florian Roghmann ist neuer Klinikdirektor der Urologischen Klinik des Marien Hospital Herne.
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Prof. Christian Fankhauser ist neuer Chefarzt und Leiter der Klinik für Urologie am Kantonsspital Winterthur (Schweiz).
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TERMINE:

DGHO Frühjahrstagung
13.03.2026
Berlin

41st Annual EAU Congress
13.03.-16.03.2026
London (Großbritannien)

Fortbildungsveranstaltung in der Krebsregistrierung (ADT), Block 3
16.03.–20.03.2026
online

 
 

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