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Liebe Leserinnen und Leser,
morgen startet in Dortmund der Tierärztetag West. Dem aktuellen Topthema entsprechend wird PD Dr. Kerstin Wernike vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) dort die letzten Erkenntnisse zum neu eingeschleppten, europäischen Shamonda-Virus (SHAV) präsentieren (Samstag, 5.9., 13:30 Uhr, in der Session Nutztiere). Wie das FLI in seiner neuesten Mitteilung berichtet, hat es eine zweite europäische Variante des SHAV nachgewiesen, deren genaues Wirtsspektrum noch unbekannt ist. Infektionen mit dem Shamonda-Virus Europe 1 wurden bislang bei Rind, Pferd, Schaf und Ziege festgestellt. Alle positiven Proben für SHAV-EU2 stammen bisher von Rindern. Mehr zum Infektionsgeschehen lesen Sie in unserem ersten Beitrag und auf unserer Homepage Kompakt VetMed.
Das Scientific Counsil Companion Animal Parasites (ESCCAP) klärt in unserer zweiten Meldung ausführlich über Lungenwürmer bei Hunden auf. Unter den Kurznachrichten finden Sie eine weitere ESCCAP-Meldung, die auf die Frage „Warum Hundekot aufgesammelt werden sollte“ klare Antworten liefert, die selbst dem beratungsresistentesten Hundebesitzer einleuchten sollten (sollte man zumindest annehmen). So können Sie oder Ihre TFAs in der Mittagspause ganz bequem ihr Wissen zu Parasiten auffrischen. Für die europäischen Honigbienen ist unterdes eine neue Bedrohung in Form der Tropilaelaps-Milbe auf dem Vormarsch. Diese befällt die Brut von Honigbienen und verursacht bereits während der Larven- und Puppenentwicklung erhebliche Schäden. Außerdem überträgt sie verschiedene Krankheitserreger. Nach Einschätzung eines internationalen Forschungsteams wird Tropilaelaps innerhalb der nächsten drei bis sieben Jahre auch Deutschland erreichen. Es gilt nun, Überwachungs- und Bekämpfungsstrategien weiterzuentwickeln.
Jetzt, da in den meisten Bundesländern die Ferien vorbei sind und viele Urlauber mit ihren Hunden aus dem Süden zurückkehren, ist verstärkt auf Symptome etwaiger unliebsamer Reisemitbringsel zu achten. So kann sich der Vierbeiner im Ausland, teilweise aber auch hierzulande, mit Leishmanien, Babesien, Ehrlichien, Dirofilarien, Anaplasmen, Rickettsien oder Hepatozoen infizieren. Wenn nach der Inkubationszeit dann urplötzlich Symptome auftreten, denken die Tierbesitzer erstmal an nichts Böses, der Tierarzt aber schon … Wer hier auf den neuesten Stand gebracht werden möchte, findet unter unseren Terminen eine passende Fortbildung.
Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre und freue mich auf ein fröhliches Wiedersehen in Dortmund!
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