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Liebe Leserinnen und Leser,
ich freue mich schon jetzt darauf, wenn wir uns wiedersehen, vom 4. bis 6. September in Dortmund beim Tierärztetag West – nach einem langen heißen Sommer. Einem viel zu heißen Sommer, der nicht nur zahlreichen Menschen das Leben gekostet, sondern auch in der Landwirtschaft und Viehhaltung seinen Tribut gefordert hat. In der Ostsee sowie den Seen Mecklenburg-Vorpommerns und andernorts haben sich unterdes die Blaualgen vermehrt, sodass Badende zur Vorsicht aufgerufen wurden. Doch auch in den Städten hatten Tiere und Pflanzen mit der Hitze zu kämpfen. In unserer ersten Meldung sprechen vier Experten über die unmittelbaren Effekte, die Hitzeperioden und deren dichte Abfolge auf städtische Ökosysteme haben, und sie geben Ratschläge, was wir tun können, um zukünftig besser aufgestellt zu sein. In der zweiten Meldung geht es ebenfalls um eine zukunftsfähigere Ausrichtung – und zwar der Ferkelaufzucht. Wie diese tiergerecht gestaltet werden kann, dazu hat das Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) ein Positionspapier herausgebracht.
Am 20. August 1897 entdeckte Sir Ronald Ross, ein britischer Mediziner, dass weibliche Stechmücken Malaria auf den Menschen übertragen können. Anlässlich dieser Entdeckung „begehen“ wir den Weltmoskitotag, der auf die Gefahren durch Stechmücken aufmerksam machen soll. Wissenschaftler des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNITM) haben die zu erwartende Ausbreitung des West-Nil-Virus in Deutschland kalkuliert und Vorhersagemodelle für die Entwicklung der Stechmückenpopulation entworfen. Außerdem haben sie sich damit beschäftigt, welche Überwachungs- und Präventionsmaßnahmen am vielversprechendsten sind. Das Modell bildet die Entwicklung der wichtigsten West-Nil-Vektoren so gut ab, dass Start und Höhepunkt der Saison relativ genau getroffen werden. Das kann Tierärzte und Gesundheitsämter in ihrer täglichen Arbeit unterstützen. Und auch wenn die Meldung den Äther bereits rauf- und runtergegangen ist, so möchte ich noch einmal daran erinnern: Sowohl die Bundestierärztekammer als auch Tierschützer halten eine bundesweite Kastrationspflicht von Freigängerkatzen für sinnvoll und notwendig. Damit verbunden sein sollte eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht der Tiere.
Unter unseren Studien finden Sie einen Fallbericht zu einem fünfjährigen, kastrierten Kater, der mit Lethargie, Tachypnoe sowie Pleura- und Perikarderguss vorgestellt wurde. Die Echokardiographie zeigte eine unregelmäßige, hyperechogene Struktur, die einen großen Teil der Thoraxhöhle einnahm, sich vom Perikard aus ausbreitete und das Herz umgab. Der Fallbericht unterstreicht, dass Hämangiosarkome, obwohl selten beschrieben, als Differenzialdiagnose bei Tumoren bei der Katze in Betracht gezogen werden sollten. In einem weiteren Fallbericht geht es um generalisierten Tremor bei einer zweieinhalb Jahre alten Katze. Das beigefügte Video vermittelt eindringlich das klinische Bild.
Eine gute Lektüre und eine schöne Woche wünscht Ihnen
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