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Liebe Leserinnen und Leser,
dass die IVOM-Therapie zur Behandlung des diabetischen Makulaödems (DMÖ) aufgrund der Häufigkeit der benötigten Anti-VEGF-Injektionen zur enormen Belastung für die Patienten werden und sich negativ auf die Therapietreue auswirken kann, ist hinreichend bekannt. Therapieformen, die bei gleicher Wirksamkeit eine Belastungsverringerung mit sich bringen, sind daher mehr als willkommen – nicht nur für die Patienten, sondern auch für die behandelnden Ärzte und Kliniken. Denn auch die Behandler stehen künftig, unter anderem durch den demografischen Wandel, vor großen Herausforderungen.
Eine solche Entlastung für die Patienten verspricht eine neue Studie aus China, die ein neuartiges sequenzielles Injektions-Schema (1+1+pro re nata [PRN]) mit dem herkömmlichen Anti-VEGF-Schema (3+PRN) verglichen hat. Trotz vielversprechender Ergebnisse weisen die Autoren auf Einschränkungen der Studie hin und empfehlen, weitere Untersuchungen durchzuführen, um die Wirksamkeit und Zuverlässigkeit der „1 + 1 + PRN“-Strategie für das DMÖ zu bestätigen.
Wie bei vielen Erkrankungen gilt auch für die Alzheimer-Krankheit, dass eine frühzeitige Identifizierung von Risikofaktoren dazu beitragen könnte, Betroffene früher und gezielter zu erkennen. Dadurch könnten verschiedene bereits bekannte präventive und protektive Maßnahmen eingeleitet werden, bevor irreversible Hirnschäden auftreten. US-amerikanische Forschende nutzten hierfür Netzhautaufnahmen, die routinemäßig bei sehr vielen Augen-Erkrankungen angefertigt werden. Mithilfe Künstlicher Intelligenz haben die Wissenschaftler anhand dieser Netzhautbilder von mehr als 40.000 Patienten aus einer britischen Datenbank Risikofaktoren identifiziert, die mit der Alzheimer-Entstehung in Verbindung stehen. Den Autoren zufolge könnten diese als zuverlässige Indikatoren für ein zukünftiges Erkrankungsrisiko dienen und damit die frühzeitige Identifizierung von Risikopatienten erleichtern.
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