Niedrig-Risiko-Schwangerschaften: Geplante Hausgeburten genauso sicher wie Geburten in Geburtshäusern25. November 2024 Foto: © mninni/stock.adobe.com Bei Niedrigrisikoschwangerschaften sind Mütter und Kinder bei einer geplanten Hausgeburt genauso sicher wie bei einer geplanten Geburt in einem Geburtshaus. Das ist das Ergebnis einer Studie der Oregon State University (OSU), USA. Die Wissenschaftler analysierten zwei nationale Register der USA für Gemeinschaftsgeburten – geplante Geburten zu Hause oder in einem Geburtshaus für Niedrigrisikoschwangerschaften – in der größten Studie, um zu untersuchen, wie die beiden Settings im Hinblick auf die gesundheitlichen Ergebnisse miteinander verglichen werden. Die Ergebnisse der aktuellen Studie wurden in der Fachzeitschrift „Medical Care“ veröffentlicht und widersprechen laut den Forschern den seit langem bestehenden Bedenken von Ärzten gegenüber Hausgeburten. Eine Risikoschwangerschaft war dabei definiert als ein einzelnes Baby, das bis zum Ende der Schwangerschaft (mindestens 37 Wochen) ausgetragen wird, mit dem Kopf nach unten liegt und bei dem keine größeren mütterlichen Komplikationen wie Diabetes oder Präeklampsie auftreten. Mindestens 70 Prozent der Schwangerschaften sind risikoarm, berichtet Prof. Marit Bovbjerg von der OSU. Verlauf der Untersuchung Zusammengenommen dokumentierten die beiden Register von 2012 bis 2019 mehr als 110.000 Geburten in allen 50 US-Bundesstaaten. Die Daten zeigten keinen Sicherheitsunterschied zwischen Hausgeburten und Geburten in Geburtshäusern, schreiben die Forscher. „In der Vergangenheit haben Ärzte in den USA geplante Hausgeburten abgelehnt, nicht aber geplante Geburten in Geburtshäusern, obwohl die Gebärende in beiden Fällen bei größeren Komplikationen in ein Krankenhaus verlegt werden müsste“, berichtet Bovbjerg. „Bislang gab es keine Erkenntnisse über die Ergebnisse von Hausgeburten im Vergleich zu Geburten in Geburtshäusern. Unsere Studie ist die erste, die nachweist, dass beide Geburtssituationen gleich sicher sind“. Einschränkungen der Studie Die Forscher haben die Sicherheit von Geburtshäusern nicht direkt mit der von Krankenhäusern verglichen. Sie weisen jedoch darauf hin, dass die meisten Beweise weltweit die Idee unterstützen, dass eine geplante Geburt in der Gemeinde eine sichere Alternative zur Geburt im Krankenhaus ist. „Das bedeutet, dass wir in den USA bereits Beweise dafür hatten, dass Geburtshäuser bei risikoarmen Geburten mit Krankenhäusern vergleichbar sind“, so Bovbjerg. „Unsere Studie vergleicht Hausgeburten mit Geburten in Geburtshäusern und legt nahe, dass beide Einrichtungen eine vernünftige Wahl für Geburten mit geringem Risiko sind“, betont sie abschließend.
Mehr erfahren zu: "Ein gängiges Cholesterinmedikament könnte Eierstockkrebs angreifbarer machen" Ein gängiges Cholesterinmedikament könnte Eierstockkrebs angreifbarer machen Die Flüssigkeit, die viele Ovarialtumoren umgibt, hilft ihnen beim Überleben, indem sie sie vor Ferroptose schützt. Ein weit verbreitetes Medikament könnte jedoch dabei helfen, diese Abwehr zu zerschlagen und den […]
Mehr erfahren zu: "Ärztetag legt Konzept für „stabile Gesundheitsversorgung in Zeiten des Wandels“ vor" Ärztetag legt Konzept für „stabile Gesundheitsversorgung in Zeiten des Wandels“ vor Der 130. Deutsche Ärztetag in Hannover hat den Gesetzgeber in einem mit großer Mehrheit gefassten Beschluss aufgefordert, die vorgesehenen Sparmaßnahmen „sauber auszutarieren“. Für ein zukunftsfestes Gesundheitswesen legt der Ärztetag zudem […]
Mehr erfahren zu: "Kognitive Verhaltenstherapie gegen Schlafstörungen und Hitzewallungen in den Wechseljahren" Kognitive Verhaltenstherapie gegen Schlafstörungen und Hitzewallungen in den Wechseljahren Eine neue Studie zeigt, dass eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Intervention kurzfristig signifikante Verbesserungen hinsichtlich des Schweregrads von Insomnie, der Beeinträchtigung durch Hitzewallungen, der Schlaf-Selbstwirksamkeit sowie depressiver Symptome während der Wechseljahre bewirken kann.