Normalisierung der Hautbarrierefunktion bei Kindern mit Atopischer Dermatitis23. März 2026 © megaflopp – stock.adobe.com (Symbolbild) Dupilumab normalisiert bei Sechs- bis Elfjährigen mit Atopischer Dermatitis die Hautbarriere auch in klinisch unauffälligen Arealen, so das Ergebnis einer internationalen Studie. „Atopische Dermatitis ist nicht nur ein oberflächlicher Hautausschlag. Es handelt sich um eine chronisch‑entzündliche Erkrankung, die durch eine immunvermittelte Dysregulation und eine gestörte Hautbarriere gekennzeichnet ist“, so der Letztautor Dr. Donald Leung, National Jewish Health in Denver (USA), einer in den „Annals of Allergy, Asthma & Immunology“ publizierten Studie. Normalisierung der Hautbarriere Die Studie der Forschungsgruppe zeigt, dass Dupilumab dazu beiträgt, die Hautbarriere bei Kindern im Alter von sechs bis elf Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Atopischer Dermatitis zu normalisieren – einschließlich solcher Areale, die klinisch unauffällig erscheinen. „Diese Befunde legen nahe, dass wir den zugrunde liegenden Krankheitsprozess adressieren und nicht nur Symptome behandeln“, erklärte Leung. Die Forschenden beurteilten die Hautbarrierefunktion mittels transepidermalem Wasserverlust und mittels optischer Kohärenztomographie zur Messung der Epidermisdicke. Zu Studienbeginn wiesen Kinder mit Atopischer Dermatitis sowohl in läsionaler als auch in nicht läsionaler Haut einen signifikant erhöhten transepidermalen Wasserverlust und eine verdickte Epidermis im Vergleich zu gesunden Kontrollen auf, was auf eine generalisierte Barrierestörung und Inflammation hinweist. Reparatur tiefer liegender Strukturen „Diese objektiven, nicht invasiven Verfahren ermöglichten uns zu erkennen, dass Dupilumab nicht nur die klinisch sichtbaren Befunde verbessert, sondern auch tiefer liegende strukturelle und funktionelle Anomalien der Haut repariert“, sagt Leung. Das Kindesalter stellt ein kritisches therapeutisches Zeitfenster dar, in dem das Immunsystem noch hochgradig anpassungsfähig ist. „Eine frühzeitige Wiederherstellung der Hautbarriere im Kindesalter könnte wichtige Implikationen für die Verhinderung des Fortschreitens zu weiteren allergischen Erkrankungen haben.“ Dupilumab wurde im Allgemeinen gut vertragen. Unter der Behandlung traten keine schwerwiegenden oder schweren unerwünschten Ereignisse auf, und kein Ereignis führte zum Abbruch der Therapie. (ins)
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