Online-Umfrage: Ärzte fürchten Probleme beim Praxisverkauf8. November 2018 Illustration: © kikkerdirk – Fotolia.com Die Mehrheit der niedergelassenen Ärzte in Deutschland befürchtet Probleme bei der Suche nach einem Nachfolger für die eigene Praxis. Das hat eine Umfrage des Ärztenachrichtendienstes (änd) ergeben. Fast die Hälfte der Befragten plant einen möglichen Erlös als Altersvorsorge ein. Mit einer schwierigen Nachfolgesuche für die eigene Praxis rechnen der Umfrage zufolge 56 Prozent der über 1200 befragten niedergelassenen Haus- und Fachärzte in Deutschland. Ein Fünftel schätzt die Chancen, einen Nachfolger zu finden, gar als hoffnungslos ein. Nur knapp ein Viertel meint: “Das wird kein Problem werden.” Fast die Hälfte (44 %) der befragten Ärzte, die zum Ende ihrer Arbeitszeit einen Verkauf der eigenen Praxis planen, haben dabei einen möglichen Verkaufserlös als festen Bestandteil ihrer Altersvorsorge eingeplant. Laut änd dürfte diese Ärzte eine aktuelle Diskussion besonders beunruhigen: Sowohl der Sachverständigenrat im Gesundheitswesen als auch der Unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses, Prof. Josef Hecken, forderten die Politik zuletzt wiederholt auf, niedergelassenen Ärzten in überversorgten Gebieten die Möglichkeit zu nehmen, ihre Praxis weiterzuverkaufen. Angesichts der befürchteten Probleme bei der Nachfolgesuche würden von den an der Umfrage beteiligten Ärzten mehr als drei Viertel inzwischen auch einen Verkauf ihrer Praxis an eine Kette Medizinischer Versorgungszentren (MVZ) in Betracht ziehen: 24 Prozent würden dies uneingeschränkt tun, 53 Prozent unter der Bedingung, dass der Preis attraktiv ist. Nur 23 Prozent der Befragten schließen einen Verkauf an eine MVZ-Kette kategorisch aus. An der Umfrage nahmen auch Ärzte teil, die ihre Praxis bereits abgegeben haben. Sie berichteten, so heißt es, “von allerhand Problemen – vor allem auf dem Land”. 59 Prozent von ihnen suchten demnach länger als ein Jahr nach einem Nachfolger oder mussten die Suche erfolglos abbrechen. Bei lediglich 57 Prozent der Ärzte, die ihre Praxis bereits verkauft haben, entsprach der Verkaufserlös den eigenen Erwartungen. An der Online-Umfrage nahmen nach Angaben des änd zwischen dem 29. Oktober und 4. November 1209 Ärzte teil (überprüfte niedergelassene Haus- und Fachärzte aus dem gesamten Bundesgebiet). Quelle: OTS/Ärztenachrichtendienst Verlags-AG (änd)
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