Paul-Flechsig-Institut für Neuropathologie des UKL erfolgreich re-akkreditiert5. Dezember 2023 Prof. Wolf C. Müller (r.), hier im Bild mit seinem Mitarbeiter Dr. Alonso Barrantes-Freer, leitet seit 2012 die Neuropathologie am UKL. (Foto: Stefan Straube / UKL) Das Paul-Flechsig-Institut gehört zu den wenigen Neuropathologien in Deutschland, die nach der fachspezifischen Norm DIN EN ISO 17020 akkreditiert wurden. Ein Jahr nach der Anerkennung wurde die Qualität der Diagnostik nun bestätigt. Ein Jahr nach seiner Erstakkreditierung hat das Paul-Flechsig-Institut für Neuropathologie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) sein erstes Re-Audit absolviert. Dabei bestätigte die nationale Akkreditierungsbehörde in Deutschland, die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS), dass das von Prof. Wolf C. Müller geleitete Institut seine Arbeit nach den Anforderungen international gültiger Normen, gesetzlicher Grundlagen und relevanter Regeln erbringt. Damit gehört das Paul-Flechsig-Institut des UKL zu einer der wenigen Neuropathologien in Deutschland, die nach der fachspezifischen Norm DIN EN ISO 17020 akkreditiert wurden und somit seinen regionalen und überregionalen universitären und nichtuniversitären klinischen Partnern die bestmögliche, qualitativ geprüfte Diagnostik bietet. „Eine Akkreditierung ist ein Qualitätsmerkmal und zudem ein wichtiger Schritt, um der neuen europäischen in vitro Diagnostik-Richtlinie (IVDR) gerecht zu werden“, sagt Prof. Wolf C. Müller, der 2012 zunächst die Selbstständige Abteilung für Neuropathologie übernahm und diese 2020 in das Paul-Flechsig-Institut für Neuropathologie überführen konnte. Aufgabe des Instituts ist es, zum einen Gewebeproben aus dem zentralen Nervensystem auf krankhafte Veränderungen wie Primärtumore des Gehirns, Metastasen solider Tumoren oder entzündliche Erkrankungen (u. a. Multiple Sklerose, Erreger bedingte Entzündungen etc.) zu untersuchen. Zudem gehört die feingewebliche Diagnostik von muskulären Erkrankungen und Polyneuropathien zum Portfolio des Instituts. Müller und sein Team arbeiten daher besonders eng mit neurologischen Fachgebieten (u. a. Neurochirurgie, Neurologie) zusammen, welche sie mit präzisen Diagnosen versorgen, die Voraussetzung für die Planung der bestmöglichen Therapie sind. Um diese Arbeit abzusichern, hat sich Müller 2022 dafür entschieden, das Neuropathologische Institut des UKL zu akkreditieren. Im Rahmen des Verfahrens wurden sämtliche Abläufe auf ihre Qualität hin überprüft und gegebenenfalls optimiert. Seitdem arbeitet das Team unter höchsten Sicherheitsstandards: Eventuelle Fehler im System fallen sofort auf. Davon profitieren insbesondere die Patienten – und das in doppelter Hinsicht, erklärt Müller: „Es hat sich gezeigt, dass ein akkreditiertes Umfeld aufgrund klar definierter standardisierter diagnostischer Abläufe und eng geführter leitliniengerechter Therapien durchaus positive Effekte auf den Verlauf einer Erkrankung nehmen kann.“ Vor diesem Hintergrund strebt Müller nun eine Erweiterung der Akkreditierung des Paul-Flechsig-Instituts an: Bislang ist es für die klassische histologische Pathologie und die Immunhistochemie akkreditiert, nun soll die Molekularpathologie des Instituts folgen. Diese komme bei der Klassifikation von primären Hirntumoren, aber auch bei allen anderen intrakraniellen Neoplasien, unter anderem Metastasen, zum Einsatz und habe die Diagnostik insbesondere der Neuropathologie in den letzten Jahren geradezu revolutioniert, so der Institutsleiter. Deshalb nehme das Bestreben, das akkreditierte Umfeld zu stärken, seit Jahren zu. Das Bemühen um eine Erweiterung der Akkreditierung des Paul-Flechsig-Instituts sei deshalb ein richtiger und wichtiger nächster Schritt.
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