Postmenopausale Osteoporose: Sequenzielle Therapie reduziert Frakturen signifikant20. November 2018 © and.one – fotolia.com Eine sequenzielle Behandlung mit Abaloparatid (ABL) und Alendronat (ALN) hat sich in der ACTIVExtend-Studie als wirksame Therapieoption für Frauen mit postmenopausaler Osteoporose, die ein erhöhtes Risiko für osteoporosebedingte Knochenbrüche haben, erwiesen. 18 Monate Behandlung mit ABL gefolgt von 24 Monaten Behandlung mit ALN reduzierten das Risiko für vertebrale, nicht vertebrale, klinische und schwere osteoporotische Frakturen und erhöhten die Knochendichte. 558 Frauen aus dem ABL-Arm und 581 Frauen aus dem Placeboarm der ACTIVE-Studie wurden in die 24-monatige Extensionsstudie ACTIVExtend eingeschlossen. Im Verlauf der insgesamt 43-monatigen Behandlungsphase kam es bei 0,9 % der auswertbaren Teilnehmerinnen in der ABL/ALN-Gruppe zu einer neuen radiologischen Wirbelfraktur – verglichen mit 5,6 % in der Placebo/ALN-Gruppe. Die relative Risikoreduktion (RRR) um 84 % war statistisch signifikant. Auch die Inzidenzraten anderer berichteter Frakturarten waren unter ABL/ALN signifikant niedriger als unter Placebo/ALN. Zunahmen der Knochendichte, die in der ACTIVE-Studie erzielt wurden, stiegen in ACTIVExtent weiter an. In der Extensionsstudie alleine betrug die RRR für vertebrale Frakturen 87 % unter ABL/ALN vs. Placebo/ALN. In der ABL/ALN-Gruppe trat keine Hüftfraktur auf, in der Placebo/ALN-Gruppe waren es 5. Die Nebenwirkungen unterschieden sich nicht. Fazit Sequenzielles ABL, gefolgt von ALN, scheint eine effektive Behandlungsoption für postmenopausale Frauen zu sein, die ein Risiko für Osteoporose-bedingte Frakturen aufweisen. Autoren: Bone HG et al. Korrespondenz: Michigan Bone and Mineral Clinic PC, Detroit, Michigan, USA Studie: ACTIVExtend: 24 Months of Alendronate After 18 Months of Abaloparatide or Placebo for Postmenopausal Osteoporosis Quelle: J Clin Endocrinol Metab 2018 Aug 1;103(8):2949–2957. Web: academic.oup.com/jcem
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