Präbiotika bei dicken Kindern: Reduktion von Körperfett12. Dezember 2017 Foto: © kwanchaichaiudom/Fotolia In einer placebokontrollierten, randomisierten Studie haben Wissenschaftler festgestellt, dass mit Oligofructose angereichertes Inulin (OI) bei übergewichtigen und adipösen Kindern in selektiver Art und Weise das Darmmikrobiom verändert. OI führt demnach außerdem zu einer signifikanten Reduktion der Z-Scores in Bezug auf Körpergewicht, prozentuales Körper- und Rumpf-Fett sowie der Serumwerte für Interleukin-6. Die Wissenschaftler führten eine monozentrische, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 2 separaten Kohorten 7- bis 12-jähriger Kinder durch. Die erhielten nach Randomisierung entweder 8 g OI täglich (n=22) oder eine Maltodextrin-Placebo (n=20) 1-mal täglich über einen Zeitraum von 16 Wochen. Primärer Endpunkt der Studie war die Veränderung des prozentualen Anteils an Körperfett. Nach 16 Wochen zeigten die Kinder, die OI erhalten hatten, eine signifikante Abnahme des Z-Scores hinsichtlich des Körpergewichtes um 3,1 %, des prozentualen Körperfettanteils um 2,4 % und des prozentualen Anteils von Rumpf-Fett um 3,8 % im Vergleich zu den Kindern, die keine OI erhalten hatten. Bei diesen stiegen Körpergewicht und prozentualer Anteil von Körperfett im selben Zeitraum um 0,5 % bzw. 0,05 %, während der prozentuale Anteil von Rumpf-Fett um 0,3 % sank. Kinder aus der OI-Gruppe wiesen außerdem im Vergleich zur Placebo-Gruppe, in der die Spiegel um 25 % stiegen, eine signifikante Reduktion der Interleukin-6-Werte um 15 % auf. Zudem nahmen unter OI-Gabe die Serumspiegel für Triglyzeride signifikant um 19 % ab. Eine quantitative Polymeraseketten-Reaktion ließ des Weiteren in der OI-Gruppe im Vergleich zu den Kontrollen eine signifikante Zunahme von Bifidobacterium spp. erkennen. Eine 16S-rRNA-Sequenzierung ergab in der OI-Gruppe eine signifikante Zunahme von Spezies der Gattung Bifidobacterium und eine Abnahme von Bacteroides vulgatus. In den Stuhlproben der Placebo-Gruppe stiegen die Werte primärer Gallensäuren an, nicht aber in der OI-Gruppe, wie die Arbeitsgruppe berichtet.
Mehr erfahren zu: "Lynch-Syndrom: Künstliche Intelligenz verbessert Darmkrebsvorsorge nicht automatisch" Lynch-Syndrom: Künstliche Intelligenz verbessert Darmkrebsvorsorge nicht automatisch Patienten mit der häufigsten erblichen Veranlagung für Darmkrebs – dem Lynch-Syndrom ‒ müssen sich wegen des deutlich erhöhten Risikos regelmäßig einer Koloskopie unterziehen. Kann Künstliche Intelligenz (KI) die Identifizierung von […]
Mehr erfahren zu: "Warken will Krankheitsprävention ausbauen" Warken will Krankheitsprävention ausbauen Wenn man eine Erkrankung hat, wird man behandelt – das ist im deutschen Gesundheitswesen klar. Um Risiken zu mindern oder früher zu erkennen, soll aber auch die Prävention eine größere […]
Mehr erfahren zu: "Ewigkeits-Chemikalien: Zusammenhang mit Darmentzündungen im Kindesalter festgestellt" Ewigkeits-Chemikalien: Zusammenhang mit Darmentzündungen im Kindesalter festgestellt Laut einem Forscherteam aus den USA gibt es einen Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) während der Schwangerschaft beziehungsweise früh im Leben und verstärkter Darmentzündung im […]