Prävention bei kardiovaskulären Risiken: Supplementierung mit Omega-3-Fettsäuren ohne Nutzen3. August 2018 © Girasole75 – fotolia.com Auf die Einnahme von Präparaten mit Omega-3-Fettsäuren können Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) laut einer neuen Meta-Analyse künftig verzichten: Es zeigte sich kein signifikanter Zusammenhang mit einer letalen oder nicht letalen KHK oder schweren vaskulären Ereignissen. Damit werden die aktuellen US-Empfehlungen dieser Supplemente für diese Population nicht gestützt. In die Metaanalyse waren randomisierte Studien mit ≥500 Teilnehmern und einer Therapiedauer von ≥1 Jahr einbezogen, die die Zusammenhänge von Omega-3-Fettsäuren mit dem Risiko für vaskuläre Ereignisse untersuchten. Unter den 77.917 Personen mit hohem Risiko, die an einer der 10 eingeschlossenen Studien teilnahmen, waren 47.803 (61,4 %) Männer. Das mittlere Alter bei Eintritt in die Studie lag bei 64,0 Jahren. Die Studiendauer habe im Mittel 4,4 Jahren betragen, berichtet die Omega-3 Treatment Trialists’ Collaboration um Dr. Theingi Aung von der University of Oxford. Zusammenhänge der Behandlung mit den Outcomes beurteilten sie für 6273 KHK-Ereignisse (2695 KHK-Todesfälle und 2276 nicht letale Myokardinfarkte) und 12.001 schwere vaskuläre Ereignisse. Aung und Kollegen beobachteten, dass die Randomisierung für die Supplementierung mit Omega-3-Fettsäuren (Spanne der Eicosapentaensäure-Dosis 226–1800 mg/Tag) keinen signifikanten Zusammenhang mit dem KHK-bedingten Tod (Ratenverhältnis [RR] 0,93; 99 %-KI 0,83–1,03; P=0,05), nicht letaler Myokardinfarkt (RR 0,97; 99 %-KI 0,87–1,08; P=0,43) oder KHK-Ereignissen (RR 0,96; 95 %-KI 0,90–1,01; P=0,12) zeigte. Auch wies die Randomisierung für die Omega-3-Fettsäure-Präparate keinen signifikanten Zusammenhang mit schweren vaskulären Ereignissen auf (RR 0,97; 95 %-KI 0,93–1,01; P=0,10), weder insgesamt noch in den Subgruppen. Dazu zählten Subgruppen von Personen mit vorheriger KHK, Diabetes, Lipidwerten über einem vorgegebenen Grenzwert oder der Einnahme von Statinen. Fazit Diese Meta-Analyse zeigte, dass Omega-3-Fettsäuren keinen signifikanten Zusammenhang mit tödlicher oder nicht tödlicher koronarer Herzkrankheit oder größeren vaskulären Ereignissen hatten. Autoren: Aung T et al. Korrespondenz: Prof. Robert Clarke; [email protected] Studie: Associations of Omega-3 Fatty Acid Supplement Use With Cardiovascular Disease Risks: Meta-analysis of 10 Trials Involving 77 917 Individuals Quelle: JAMA Cardiol 2018;3(3):225–234. Web: dx.doi.org/10.1001/jamacardio.2017.5205
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