Prognostische Rolle des intestinalen Ultraschalls bei Colitis ulcerosa13. Oktober 2025 Abbildung: © Kate/stock.adobe.com Welche prognostische Rolle spielt der intestinale Ultraschall (IUS) bei der Bestimmung des Krankheitsverlaufes bei Colitis ulcerosa (UC) im ersten Jahr nach der Diagnose? Dieser Frage gingen dänische Wissenschaftler nach und fanden heraus, dass IUS-Befunde zum Zeitpunkt der Diagnose das Risiko für eine frühe Kolektomie bei C.-ulcerosa-Patienten sicher voraussagen können. Diese Ergebnisse unterstreichen einmal mehr die hohe Bedeutung und den Einfluss einer transmuralen Remission als praktikables Behandlungsziel bei früher C. ulcerosa. Für die prospektive, multizentrische, bevölkerungsbasierte Kohortenstudie rekrutierten die Studienärzte Patienten, bei denen eine C. ulcerosa neu diagnostiziert worden war. Bei den Betroffenen mit linksseitiger oder ausgedehnter Erkrankung erfolgten neben symptomatischen, biochemischen und endoskopischen Untersuchungen auch detaillierte IUS-Bewertungen zum Zeitpunkt der Diagnose, nach drei Monaten sowie nach zwölf Monaten. Eine transmurale Remission war definiert als eine Darmwanddicke bis zu 3 mm ohne Farbdoppler-Signal in allen Segmenten. Mittels IUS erkannte Entzündung korreliert mit Markern Insgesamt konnten 193 Patienten mit linksseitiger oder extensiver C. ulcerosa eingeschlossen werden. Entzündungsbefunde auf dem IUS zum Zeitpunkt der Diagnose waren mit symptomatischen, biochemischen und endoskopischen Entzündungsmarkern assoziiert, jedoch nicht mit einer Diagnoseverzögerung. Die mit dem IUS bei der Diagnose festgestellte Entzündungen waren ein unabhängiger Prädiktor für eine Kolektomie innerhalb der ersten drei Monate, wobei eine Darmwanddicke von mehr als 6 mm den optimalen Grenzwert darstellte (OR 38; 95%-Konfidenzintervall 8–270; p<0,0001). Eine transmurale Remission erreichten zudem 59 Prozent der Patienten drei Monate nach der Diagnose, was auch mit einer höheren Rate für eine steroidfreie klinische Remission bei allen nachfolgenden Nachuntersuchungen bzw. mit einem geringeren Bedarf an Steroiden während des Follow-ups assoziiert war (6 bzw. 19%; p=0,036). Außerdem erhöhte die transmurale Remission nach drei Monaten die Wahrscheinlichkeit für eine steroidfreie klinische Remission und auch für eine transmurale und vollständige Remission nach zwölf Monaten. (je/BIERMANN)
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