Prostatakrebs: Multimodaler Therapieansatz in Phase-II-Studie erfolgreich getestet5. Juni 2026 Gesucht werden Therapien für hormonnaiven lokalisierten Prostatakrebs mit hohem Risiko oder geringgradiger Metastasierung. Symbolbild: Dr_Microbe – stock.adobe.com Um die Entwicklung von Medikamenten gegen Prostatakrebs (PCa) und die Identifizierung vielversprechender Therapien zu beschleunigen, haben US-Mediziner ein Rahmenkonzept für einen multimodalen Therapieansatz (MMT) entwickelt, der intermediäre Wirksamkeitsendpunkte der Behandlung nutzt. Die Ergebnisse sind vielversprechend. In der randomisierten Phase-II-Studie MetaCURE wurden Patienten mit unbehandeltem, lokalisiertem Hochrisiko-PCa (Kohorte A) oder geringgradiger Metastasierung (Kohorte B) im Verhältnis 1:1 randomisiert und erhielten über 10 Monate entweder Apalutamid oder Apalutamid in Kombination mit Abirateronacetat, Prednison und Androgenentzugstherapie. Kohorte B erhielt zusätzlich nach 4 Monaten eine stereotaktische Körperbestrahlung (SBR). Alle Patienten unterzogen sich einer radikalen Prostatektomie (6 Monate ± postoperative SBR nach 10 Monaten). Der primäre Endpunkt war eine pathologische Komplettremission (pCR; kein Resttumor) oder eine minimale Resterkrankung (MRD; ≤5 mm Restkarzinom). Als sekundären Endpunkt legten die Autoren nicht nachweisbares PSA nach Normalisierung des Testosteronspiegels (Testosteron ≥150 ng/dl) nach 24 Monaten fest. Vier Patienten der Kohorte A (12%; 90%-KI 4–26) erreichten eine pCR oder MRD; in Kohorte B waren es 5 Patienten (15%; 90%-KI 6–29 %). Bei 20 Patienten in Kohorte A (61%; 95%-KI 42–77%) war nach 24 Monaten kein PSA mehr nachweisbar und der Testosteronspiegel hatte sich erholt; in Kohorte B war dies bei 13 Patienten (39%; 95%-KI 23–58%) der Fall. „Die MMT ist bei neu diagnostiziertem, lokalisiertem Prostatakrebs mit hohem Risiko und geringem Metastasierungsvolumen durchführbar, sicher und ermöglicht eine schnelle Beurteilung der Wirksamkeit“, folgern die Wissenschaftler. Diese Ergebnisse seien bereits in die Konzeption einer adaptiven Studie mit kontinuierlicher MMT eingeflossen, um wirksame Therapieansätze für weitere Untersuchungen zu priorisieren. (ms/BIERMANN) Das könnte Sie ebenfalls interessieren: Prostatakrebs: Wiener Urologie prüft neue Technik zur Teilentfernung der Prostata Erfolg mit perioperativer Therapie bei lokalisiertem Hochrisiko-Prostatakarzinom
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