Psoriasis und Psoriasis-Arthritis: Evaluierung veränderbarer Risikofaktoren15. Mai 2020 ©Sosiukin – Adobe Stock Psoriasis-Arthritis (PsA) ist eine fortschreitende und häufig destruierende Erkrankung der Gelenke, die etwa 20 % der Patienten mit Psoriasis betrifft. In einer aktuellen Kohortenstudie untersuchten die Autoren die Zusammenhänge zwischen Adipositas, Veränderungen im Body-Mass-Index (BMI), Alkoholkonsum sowie Rauchstatus und der Entwicklung einer PsA bei Psoriasis-Patienten. Mittels generalisierter additiver Rechenmodelle wurden die Assoziationen zwischen Rauchen, Alkohol und BMI mit der Entstehung einer PsA evaluiert. In der Datenbank fanden sich insgesamt 90.189 inzidente Fälle von Psoriasis (42 % Männer, Durchschnittsalter 51 Jahre); bei 1409 dieser Fälle kam es im weiteren Verlauf zu einer PsA-Diagnose. Ein BMI von 25,0–29,9, 30,0–34,9 und ≥ 35,0 stand im Vergleich zu einem BMI < 25 mit einem erhöhten PsA-Risiko in signifikanter Assoziation (adjustierte Chancenverhältnisse [95 %-Konfidenzintervall]: 1,79 [1,46–2,19], 2,10 [1,67–2,63] und 2,68 [2,09–3,43]). Eine Reduzierung des BMI über 10 Jahre war, im Vergleich zu einem über dieselbe Periode gleichbleibenden BMI, mit einer Reduzierung des Risikos für PsA assoziiert. Ein erhöhtes Risiko für PsA stand mit moderatem Alkoholkonsum in Zusammenhang, nicht aber mit früherem schweren Alkoholkonsum; selbiges zeigte sich in Bezug auf gegenwärtigen oder früheren Tabakkonsum.Das Fazit der Autoren: Ein erhöhter BMI sowie moderater Alkoholkonsum stehen – im Gegensatz zu schwerem Alkoholkonsum und Rauchstatus – bei Psoriasis-Patienten mit einem erhöhten Risiko für die Entstehung einer PsA in Zusammenhang. Von besonderem Interesse sei die Reduzierung des BMI zur Vermeidung einer PsA. Bezüglich des Rauchstatus und des Riskos für PsA gebe es widerstreitende Resultate. Eine Reduzierung des BMI mindere das Risiko für PsA unter Psoriasis-Patienten. (am)
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