Reizdarm-Syndrom: Auch eine internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie kann helfen24. Juni 2022 Foto: © janeb13/pixabay.com Wie ein kürzlich veröffentlichter Review zeigt, kann bei Patienten mit Reizdarm-Syndrom eine internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie eine kostengünstige Maßnahme zur Verbesserung der Symptome und der Lebensqualität darstellen. Um dies zu untermauern, müssten aber noch mehr qualitativ hochwertige Untersuchungen angestellt werden, betonen die Forschenden. Für ihre Metaanalyse durchsuchten die Wissenschaftler sechs Literaturdatenbanken nach relevanten Publikationen. Von den 1224 identifizierten Arbeiten wurden schließlich neun randomisierte kontrollierte Studien in die Analyse eingeschlossen. Die über das Internet bereitgestellten kognitiven Verhaltenstherapien – expositionsbasierte kognitive Verhaltenstherapie, kognitive Verhaltenstherapie mit dem Ziel des Selbstmanagements und kognitiven Verhaltenstherapie zur Stressbewältigung – wurden in fünf bis 13 Sitzungen für fünf bis zehn Wochen angeboten. Es zeigte sich nach der Intervention, dass eine internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie mittlere bis starke Auswirkungen auf die Symptomschwere hatte (standardisierte mittlere Differenz [SMD] -0,633; 95%-Konfidenzintervall [KI] -0,861 bis -0,4304) sowie auf die Lebensqualität (SMD 0,582; 95%-KI 0,396–0,769) und das Kosten-Nutzen-Verhältnis (SMC -0,372; 95%-KI -0,704 bis -0,039). Die Auswirkungen auf den Schweregrad der Symptome blieben auch nach der Intervention im Kurzzeit-Follow-up (SMD -0,391; 95%-KI -0,560 bis -0,221) und im Langzeit-Follow-up (SMD -0,357; 95%-KI -0,541 bis -0,172) bestehen. Die Wissenschaftler fanden in der Post-Interventions-Phase keinen signifikanten Unterschied zwischen Patienten mit Reizdarm und den Kontrollen hinsichtlich des psychischen Status, einschließlich Angst und Depression.
Mehr erfahren zu: "Gassen zum BStabG: „Wir werden eine Zäsur in der Versorgung Gesetzlich Krankenversicherter erleben“" Gassen zum BStabG: „Wir werden eine Zäsur in der Versorgung Gesetzlich Krankenversicherter erleben“ Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, hat das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) auf der KBV-Vertreterversammlung in Berlin scharf kritisiert.
Mehr erfahren zu: "„Die Praxen müssen die Hoheit über ihre Terminorganisation behalten“" „Die Praxen müssen die Hoheit über ihre Terminorganisation behalten“ Eine Digitalisierung, die Praxen entlastet und die Versorgung verbessert, forderte Dr. Sibylle Steiner, Mitglied des Vorstands der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), auf der KBV-Vertreterversammlung in Berlin am 4. September.
Mehr erfahren zu: "Hofmeister auf der KBV-Vertreterversammlung: „Praxen schaffen Arbeitsplätze und Kaufkraft“" Hofmeister auf der KBV-Vertreterversammlung: „Praxen schaffen Arbeitsplätze und Kaufkraft“ Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Arzt-Praxen hat der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Stephan Hofmeister, auf der KBV-Vertreterversammlung in Berlin hervorgehoben.