Retinoblastom: Neue Behandlungsstrategien sollen Nebeneffekte der Chemotherapie reduzieren16. November 2018 Illustration: © Normaals – Fotolia.com Mit den Therapieresistenzen bei humanen Retinoblastomen befasst sich ein Forschungsprojekt an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE), das mit 122.500 Euro von der Else-Kröner-Fresenius Stiftung unterstützt wird. Das Retinoblastom ist der häufigste Augentumor bei Kindern weltweit. Man kann die Erkrankung zwar relativ gut behandeln, allerdings muss mit gravierenden Nebenwirkungen gerechnet werden, etwa im Bereich der Sehkraft, und es kann ein Rückfall drohen. Im Forschungsprojekt geht darum, neue Behandlungsstrategien zu entwickeln, die die Nebenwirkungen von Chemotherapien reduzieren helfen: „Wir befassen uns mit der unmittelbaren Umgebung der Tumore, denn auch die dort befindlichen gesunden Zellen beeinflussen vermutlich das Wachstum der Tumore“, so Dr. Maike Busch vom Institut für Anatomie, Abteilung Neuroanatomie am Universitätsklinikum Essen (UK Essen). „Außerdem sehen wir uns spezielle Teile des Erbguts (miRNAs) an, die in gesunden wie in Tumor-Zellen vorkommen, um zu klären, welche Rolle sie bei der Resistenzwerdung von Retinoblastomen spielen“, so Prof. Nicole Dünker, Leiterin der Abteilung Neuroanatomie im Institut für Anatomie am UK Essen. Den Anwendungsbezug behalten die Wissenschaftlerinnen auch im Auge: „In einem in ovo-Membranmodell (CAM) werden wir testen, ob man mit gekoppelten Nanopartikeln zielgerichtet Wirkstoffe zu Tumorzellen transportieren kann“, so Busch, „danach untersuchen wir die Mechanismen der Chemotherapie-Resistenzwerdung.“ Beide möchten bessere Therapieverfahren eröffnen, um den kleinen Patienten möglichst viel Sehkraft zu erhalten. Quelle: Universität Duisburg-Essen
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