Rückkehr ins Erwerbsleben gelingt nach Krebs nicht allen

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Die Rückkehr in den Job nach einer Krebserkrankung gelingt nicht immer. Wie eine Auswertung von Daten der Deutschen Rentenversicherung zeigt, gingen zwei Jahre nach der Rehabilitation 67,2 Prozent der Krebskranken wieder einer Erwerbstätigkeit nach.

Die Ergebnisse zeigen zudem, dass insbesondere Menschen mit niedrigerem Einkommen weniger häufig ins Erwerbsleben zurückkehrten als jene mit höherem Einkommen. Vorgestellt werden diese Daten im „Journal of Health Monitoring“ von Forschenden der Robert Koch-Instituts (RKI). Arbeit und Gesundheit ist 2026 eines von beiden Schwerpunktthemen im Journal.

Einkommensschwache Gruppen doppelt benachteiligt

In ihren Schlussfolgerungen schreiben die Autoren, die Ergebnisse wiesen „auf eine doppelte Benachteiligung krebskranker Menschen aus sozioökonomisch benachteiligten Gruppen nach dem Ende der Rehabilitation hin: Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Rückkehr ins Erwerbsleben sind geringer als die von krebskranken Menschen aus sozioökonomisch bessergestellten Gruppen. Zudem fallen nach der Rehabilitation die sozialen und finanziellen Folgen der fehlenden Erwerbtätigkeit wie Erwerbsminderung, Einkommenseinbußen oder der Verlust sozialer Rollen gerade für krebskranke Menschen aus sozioökonomisch benachteiligten Gruppen besonders ins Gewicht und stellen ein deutlich erhöhtes Armutsrisiko für die Betroffenen dar.”

Datenbasis für die Analyse war das Scientific Use File „Abgeschlossene Rehabilitation im Versicherungsverlauf“ der Deutschen Rentenversicherung 2014 – 2021. Als sozioökonomische Merkmale wurden formaler Bildungsabschluss, berufliches Anforderungsniveau sowie Einkommen vor Beginn der Rehabilitation betrachtet. Erfolgreich ins Erwerbsleben zurückgekehrt ist, wer 24 Monate nach der Rehabilitation mit mindestens 50 Prozent der wöchentlichen Arbeitszeit erwerbstätig ist.

Das „Journal of Health Monitoring“ gibt es seit genau zehn Jahren. „Viele der im Journal publizierten Arbeiten gehen auf gesundheitliche und sozioökonomische Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen ein, zeigen besondere Problemlagen und Bedarfe auf und dokumentieren, unter welchen sozialen, strukturellen und institutionellen Bedingungen diese Unterschiede entstehen. Das Journal unterstützt damit Bemühungen, gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland zu verringern“, resümieren drei Mitglieder des Editorial Boards in ihrem Leitartikel zum Jubiläum.

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