SARS-CoV-2-Genom selten in der Milch stillender Mütter mit COVID-194. Januar 2022 © Alexandr Vasilyev – stock.adobe.com (Symbolbild) In der Muttermilch von Frauen mit COVID-19 ist nur selten SARS-CoV-2-Genom nachweisbar und führt bei den Kindern zu leichten Symptomen. Dies geht aus einer systematischen Überprüfung und Metaanalyse von 48 Studien hervor, die zwischen Januar und Oktober 2020 Muttermilchproben von Frauen mit COVID-19 auf das Vorhandensein von SARS-CoV-2-Genom und SARS-CoV-2-Antikörpern untersucht hatten. Dabei wiesen 12/183 Frauen SARS-CoV-2Genom in ihrer Muttermilch auf (gepoolter Anteil 5%; 95%-Konfidenzintervall [KI] 2–15%; I2=48%). Sechs Säuglinge (50%) dieser 12 Mütter wurden positiv auf SARS-CoV-2 getestet, einer von ihnen musste beatmet werden. In 10 Studien wiesen 61/89 Frauen Anti-SARS-CoV-2-Antikörper in ihrer Muttermilch auf (gepoolter Anteil 83%; 95%-KI 32–98%; I2=88%). Bei den nachgewiesenen Antikörpern handelte es sich überwiegend um Immunglobulin A. Fazit Faith Zhu von der Universität Toronto, Kanada, und Kollegen schlussfolgern, dass „das Vorhandensein des SARS-CoV-2-Genoms in der Muttermilch ungewöhnlich“ ist und „mit leichten Symptomen bei Säuglingen in Verbindung gebracht“ wird. Antikörper gegen SARS-CoV-2 scheinen hingegen ein häufigerer Befund zu sein. In Anbetracht des geringen Anteils des SARS-CoV-2-Genoms, das in der Muttermilch nachgewiesen wurde, und seiner geringeren Virulenz sollten Mütter mit COVID-19 unterstützt werden, zu stillen, empfehlen die Autoren abschließend. (ej) Autoren: Faith Zhu F et al. Korrespondenz: Prakesh S Shah; [email protected]. Studie: SARS-CoV-2 genome and antibodies in breastmilk: a systematic review and meta-analysis Quelle: Arch Dis Child Fetal Neonatal Ed 2021;106(5):514–521. Web: https://doi.org/10.1136/archdischild-2020-321074
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